Aktuelles aus Siegen: Immer wieder Sonntag

23. Mai 2008

Heute erschien die 70. Ausgabe der Pilzkopf-Info “from me to you” - ein Service des “kleinsten Beatlesmuseums der Welt”. German BEAT!-Herausgeber Sven würdigt die Leistungen Harold Krämers mit folgenden Worten:

… ich wünschte, ich könnte soviel über die Beatles erzählen, wie Harold Krämer in seinem Newsletter “from me to you”. Wie kaum ein anderer zeigt uns Harold mit wie viel Leidenschaft man “Alles” über die Fab Four sammeln kann. Besonders freue ich mich immer auf seine “drei Fragen an …”.

Eben die “drei Fragen” - heute gehen sie an Jörg Sonntag, seines Zeichens Redakteur und Regisseur der Sendung “Vinyl”. Nach den erfolgreichen Sendungen “BEAT-CLUB” und “Musikladen” ist seit einiger Zeit wieder eine Sendung von Radio Bremen sehr erfolgreich auf dem Bildschirm zu sehen – und zwar “Vinyl”.

Das Estrel Hotel Berlin präsentiert vom 25. Juni bis 31. Juli 2008 das Beatles Musical “all you need is love”. Vom 1. bis 3. August stehen die Welterfolge von Paul McCartney in der Show “Paul and Friends” im Programm von “Stars In Concert”.

Alle “beatligen” Themen in der Ausgabe im Überblick:

Drei Fragen an JÖRG SONNTAG / Beatles-Tischdecken aus Belgien / Was verbirgt sich hinter dem Aufdruck … / HandMade Films präsentiert “Time Bandits” / Zum Jubiläum: Die Meinung der Leser über “from me to you” / Beatles Swing Time mit Count Basie / Brillengläser aus den USA / Kurz notiert / Zugabe.

Des Wiederholens müßig ergeht heute wieder ein Lesebefehl: Ein einfaches E-Mail an Harold Krämer genügt - dann geht der Infobrief postwendend per E-Mail an euch heraus. Ganz Eilige können sich die letzten Ausgaben auch auf der Webseite unserer Kollegen von der Radiorunde Hamm sowie auf Harolds Heimatseite “www.the-beatles.de” herunterladen.


Brian Wilson kehrt zu seinem langjährigen Label Capitol Records/EMI zurück

22. Mai 2008

NEUES STUDIOALBUM ‚THAT LUCKY OLD SUN’ ERSCHEINT AM 29. AUGUST AUF CD, DELUXE CD/DVD, ALS LIMITIERTE VINYL-EDITION & DIGITAL

Köln (ots/21.05.2008) - „You don’t have to climb the Capitol tower, or play the Hollywood Bowl, if there’s a roll in your heart, and a rock in your soul…“ (Text „California Role“ von That Lucky Old Sun)

Er zählt zu den am meisten verehrten Persönlichkeiten der populären Musik und ist als legendärer Songwriter, Produzent, Arrangeur und Interpret einiger der beliebtesten und erfolgreichsten Songs der Rockgeschichte bekannt. Es ist durchaus nicht übertrieben, Brian Wilson als einen der begnadetsten und einflussreichsten Popkomponisten der letzten 50 Jahre zu bezeichnen. Heute gibt Wilson seine Rückkehr zu Capitol Records / EMI bekannt, jenem Label, bei dem er in der Vergangenheit bereits viele Jahre unter Vertrag stand. Wilsons neue Studioaufnahme That Lucky Old Sun erscheint in Deutschland am 29. August bei EMI Music/Capitol auf CD, CD/DVD, als limitierte Vinyl-Edition sowie als Digital-Ausgabe.

Brian Wilsons Rückkehr zu Capitol Records / EMI, wo 1962 die erste Hitwelle der legendären Gruppe mit dem Beach Boys-Klassiker „Surfin’ Safari/409“ ihren Anfang nahm, ist eine triumphale Heimkehr für eins der begabtesten und beliebtesten musikalischen Talente weltweit.

„Ich bin begeistert darüber, wieder zu Hause bei Capitol zu sein, und ich freue mich darauf, That Lucky Old Sun mit der Welt zu teilen“, sagt Brian Wilson. „Diese Musik bedeutet mir sehr viel.“

„Wir sind überglücklich, gemeinsam mit Brian Wilson sein neues Album That Lucky Old Sun herauszubringen”, erklärt Guy Hands, Executive Chairman bei EMI Music. “Wir alle erinnern uns noch an das Gefühl, als wir zum ersten Mal die Musik der Beach Boys hörten. Mein persönlicher Klassiker ist ‚Surfer Girl’. Der Song erinnert mich daran, mit offenem Verdeck auf dem Pacific Coast Highway von Santa Barbara nach Malibu zu fahren. Brian Wilson ist ein begnadeter Künstler, der Musiker auf der ganzen Welt beeinflusst hat, und wir sind stolz darauf, wieder mit ihm arbeiten zu dürfen.“ That Lucky Old Sun, ein musikalischer Liebesbrief aus dem Süden Kaliforniens, brilliert mit sonnengesprenkelten Refrains und Arrangements, die anschwellen und herumwirbeln, als ob sie von den Wellen des Pazifik getragen würden. Einer der Songs - „Midnight’s Another Day“ - ist vom Magazin MOJO als „glorios“ bezeichnet worden. Zwischen den einzelnen Stücken ist Wilson als ‚That Lucky Old Sun’ zuhören, als Geschichtenerzähler, dessen kleine Storys das Album zusammenhalten. Die Erzählungen handeln vom Pulsschlag und dem Leben in Los Angeles und geben gleichzeitig die musikalische Struktur des Albums vor.

Im letzten Sommer ertappte Wilson sich dabei, wie er den Klassiker „That Lucky Old Sun“ aus dem Jahr 1949 sang, und so entstand die Inspiration zu einer einzigartigen Herangehensweise, aus der seine nächste Studioveröffentlichung hervorgehen sollte. Er kaufte Louis Armstrongs Version des Songs und fühlte sich dazu inspiriert, bei den Texten mit seinem Bandkollegen Scott Bennett sowie seinem alten ‚Kumpel’ Van Dyke Parks zusammenzuarbeiten. Das Ergebnis waren dynamische Spoken-Word-Erzählungen. Wilson stellte That Lucky Old Sun erstmals im September 2007 in der Londoner Royal Festival Hall in einer Reihe von sechs ausverkauften und von der Kritik gepriesenen Konzerten vor, mit denen der erfolgreiche Abschluss der Restaurationsarbeiten am Theater gefeiert wurde.

Wilson beschreibt That Lucky Old Sun als eine „in einander verwobene Serie von ‚Liedern’ mit eingestreuten gesprochenen Worten“, und gleichzeitig als eine Art autobiografischen Reisebericht. Das neue Studioalbum wurde von Wilson selbst produziert und gemeinsam mit seiner gefeierten Band in den Capitol Studios in Hollywood eingespielt, wo er erstmals 1962 aufnahm.

Die neue Veröffentlichung signalisiert das Dämmern eines neuen kalifornischen Morgens für Brian Wilson und gleichzeitig eine Fortsetzung der Reise, auf die er sich vor vier Jahrzehnten mit seiner beeindruckenden Konzeptalbenreihe begab. Wilsons Talente als Songwriter, Arrangeur und Produzent wirkten 1966 auf dem legendären Beach Boys-Klassiker Pet Sounds harmonisch zusammen und haben sich im Laufe seiner Solokarriere stetig weiterentwickelt, gekrönt von seinem von den Kritikern gefeierten, 2004 erschienenen Brian Wilson Presents SMiLE. Die Texte und Wilsons unvergleichlich üppige, bewegende Arrangements auf That Lucky Old Sun signalisieren den Beginn eines neuen Kapitels in Wilsons Historie von Konzeptveröffentlichungen, wobei er die Messlatte dieses Mal mit seinen lebendigen, berührenden Geschichten und komplexen Harmonien noch ein ganzes Stück höher gelegt hat.

Nach zahlreichen Nominierungen wurde Wilson 2004 für „Mrs. O’Leary’s Cow“ mit einem ehrlich verdienten Grammy in der Kategorie Best Rock Instrumental Performance ausgezeichnet und 2006 in die UK Music Hall of Fame aufgenommen. Im letzten Dezember wurde ihm neben Diana Ross, Martin Scorsese, Steve Martin und Leon Fleisher der Kennedy Center Honors-Preis als führende Kulturikone verliehen.

Im Sommer werden Brian Wilson und seine Band eine Reihe seiner klassischen Hits und Kompositionen bei ausgewählten Konzerten in Nordamerika und Europa präsentieren.

Brian Wilson: That Lucky Old Sun
1. That Lucky Old Sun
2. Morning Beat
3. That Lucky Old Sun (narrative)
4. Good Kind Of Love
5. Forever My Surfer Girl
6. That Lucky Old Sun (narrative)
7. Live Let Live
8. Mexican Girl
9. That Lucky Old Sun (narrative)
10. California Role
11. That Lucky Old Sun (narrative)
12. Oxygen
13. Can’t Wait Too Long (vocal excerpt)
14. Midnight’s Another Day
15. Going Home
16. Southern California

© EMI Music Germany, 2008.

Star-Club-TV kündigt DVD und CD von den Quarrymen an

20. Mai 2008

Soeben erreicht uns eine Mail von Horst Faschers Star-Club-TV. Die Quarrymen sind bekanntermaßen Pfingstsonntag im Ostseebad Dahme anlässlich der Oldietage aufgetreten (German BEAT! berichtete). Das Konzert wurde fürs Fernsehen aufgezeichnet. Nach der Erstaustrahlung soll das Ganze auf CD und DVD erscheinen. “Anbei ein (fast) amtliches Cover für die kommende CD/DVD”, so Produzent Garrelt Danker. “Soviel kann schon jetzt angekündigt werden: Nicht nur ‘Beatles-Brains’ werden hier mehrere Überraschungen erleben sondern sehr wahrscheinlich eine ausgewachsene Sensation darunter sein.”

Na, da darf man äußerst gespannt sein. Kenner wissen, Horst Fascher trägt gerne ein bisschen auf - er weiß seine Sache eben gut zu verkaufen. Bislang sind wir aber auch von ihm auch noch nie enttäuscht worden.


Quarrymen DVD CD Cover Live In Dahme

Das vermeintliche Cover bedient sich mit großem Augenzwinkern offensichtlicher Beatlesbezüge. Wer die “Jungs” schon mal auf Platte oder Live gehört hat, weiß auch, dass sie ihren eigenen “Schuh” durchziehen und keinen bloßen Abklatsch darstellen.

Bildnachweis: (Fast) amtliches Cover der DVD/CD “The Quarrymen Live In Dahme”. Exklusiv für German BEAT!. © Star-Club-TV, Garrelt Danker Medienproduktion, 2008.

Never Mind The Sex Pistols

20. Mai 2008

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“Egal welcher Musikrichtung wir damals nachhingen”, resümiert German BEAT!-Herausgeber Sven, “die englische Punkrockformation The Sex Pistols hat uns alle für einen Moment aufhorchen lassen. Was tat sich da plötzlich auf? Die bis dato bestehenden Konventionen im Musikgeschäft schienen zu Staub zu verfallen. Die einzige Konstante im Ganzen war die Revolte.”

26 Monate existierte die Band “The Sex Pistols” - die synonym mit dem Begriff Punkrock in Verbindung steht. Ihr einziges Album “Never Mind The Bollocks” sollte sich später als “bedeutendes britisches Kulturgut” erweisen. Es hat, so das Onlinemagazin Whiskey-Soda.de weiter, eine neue Generation von Musikern auf den Weg gebracht, die dem Establishment einen “gehörigen Tritt in den Arsch” verpasste und eine musikalische Strömung aus dem Underground hob und in den Mainstream integrierte. “Eine Entwicklung, die später unter anderem von Nirvana (’Nevermind’) oder The Strokes (’Is This It’) fortgesetzt wurde und die dummerweise letztendlich bei H&M endete.”

Und genau von dieser Geschichte erzählen die Protagonisten in Alan Parkers Dokumentation “Never Mind The Sex Pistols”. Die DVD erschien am 16. Mai bei Warner Music. Der Dokumentarfilm verzichtet vollständig auf den Einsatz von Musik oder Original-Filmszenen. Es gibt keinen Einspieler in der Doku. “Never Mind The Sex Pistols” hat eine Spielzeit von etwa 90 Minuten. Ein Film über eine Band ohne Musik - geht das? Um das Fazit vorwegzunehmen: Es geht! Und sogar sehr interessant und spannend erzählt - aber extrem unprätentiös. Guido Knopp hätte aus der Story einen Straßenfeger gezimmert - jede Wette.

Offenbar ging es Parker nicht darum, eine verklärte Geschichte aufzudecken, als vielmehr kompetente Leute, wie Bassist Glen Matlock, Produzent Malcolm McLaren, Tourmanager John Boogie Tiberi, heute zu Wort kommen zu lassen, um die Nachhaltigkeit der Band und des Punks zu demonstrieren. Kollegen wie Steve Diggle von den Buzzcocks oder Szenekenner wie Alan Jones oder George X beschreiben die Umstände und Bedingungen unter denen Punk damals entstehen und gedeihen konnte. Und so gab es schon ein paar Kerle, denen daran gelegen war, anständige Musik zu machen - nur halt auf ihre Art. Andere suchten musikalische Ventile, um ihr spezifisches Verständnis von Kunst und Mode zum Ausdruck zu bringen. Dabei wollte McLaren die Pistols nie kommerzialisieren. Eine dritte Fraktion war einfach nur auf Konfrontation mit dem Establishment aus. In “The Sex Pistols” kulminierten sich diese drei Strömungen. Und noch eines wird deutlich: Damals galt Punk vordergründig einfach nur als hässlich, aggressiv und einfach gestrickt. Es gab bisweilen erbitterte Auseinandersetzungen über die Musik und das entsprechende Lebensgefühl. Produzent McLaren spricht sogar von einer Art Terrorismus. Heute haben sich aber viele Ansichten von damals etabliert. So schrieb die Welt im Jahre 2005: “In dem Maße, wie Punk Massen faszinierte, hielt er den Kulturbetrieb in Bewegung … Die Ästhetisierung des Häßlichen wurde von nahezu allen Modemachern, Designern und Architekten weitergeführt, ebenso von Fotografen und Art-Directoren. In Werbeagenturen arbeiten mehr Ex-Punks und Ex-Maoisten als ehemalige JU-Mitglieder.” Selbst die Interviewten haben sich bis heute gut gehalten und schauen eigentlich ganz “normal” aus.

Uns gefällt die DVD - dahinter stehen 90 Minuten Informationen pur. Parker selbst und die anderen Protagonisten erweisen sich als kompetente und interessante Erzähler. Wer wissen will, warum Bill Kaulitz wie Bill Kaulitz aussieht, warum musikalische Meisterwerke auch mit zwei oder drei Akkorde auskommen können, wer die geistigen Vorfahren von Bands wie Green Day, Red Hot Chili Peppers, Ärzte oder Toten Hosen sind - der findet auf dieser DVD irgendwo seine Antwort.

Weitere Informationen sowie die aktuelle Pressemitteilung zur DVD siehe in unserem Blogbeitrag vom 29. April 2008.

Bild- und Videonachweis: Coverfoto und YouTube-Video “God Save The Queen”, Warner Music Germany.

No Bremen - No Beatles-Choir

19. Mai 2008

Bei unseren Erdbeerfelder-Kollegen lesen wir gerade von einer - der Ankündigung nach - interessanten Veranstaltung am kommenden Samstag in Bremen. Pilzköpfe werden gesucht. Weiter heißt es:

Am Sonnabend, 24. Mai, sind die legendären “Fab Four” zu Gast auf dem Chorfest. Aber nur fast: An diesem Nachmittag treten um 14 Uhr die “Fairies” auf dem Marktplatz auf. Gemeinsam mit Radio Bremen eins und dem WESER- KURIER lädt die Bremer Beatles-Combo zum großen Mitsingen auf.

Schließlich soll der größte Beatles-Chor Bremens zustande kommen und gemeinsam Klassiker wie “Twist and Shout” oder “Hey Jude” schmettern.

Also: Versetzen Sie sich zurück in die Zeit der 60er Jahre, föhnen Sie sich einen Pilzkopf und kommen Sie en masse am Sonnabend auf den Bremer Marktplatz. Gute Laune und jede Menge Spaß sind garantiert.

Das Ganze findet im Rahmen des Bremer Chorfestes statt. Weitere Informationen siehe unter www.erdbeerfelder.de und News.

Hans Jürgen Otto Kühne: “Meine Sammlung - The Beatles”

17. Mai 2008

Coverbild

Der österreichische Verlag Edition Nove veröffentlichte im März 2008 das 376-Seiten starke Buch “Meine Sammlung - The Beatles” von Hans Jürgen Otto Kühne. Es handelt es sich um die autobiografische Abhandlung eines Fans aus der damaligen DDR (German BEAT! berichtete). Nun hat für uns der Beatlesexperte Werner Fleischer das Buch kritisch unter die Lupe genommen. Hier sein Fazit:

Hans Jürgen Otto Kühnes Buch wurde nach dem “Book On Demand” Verfahren gedruckt. Dies ist allerdings das einzige was das Buch mit dem Werk von Thorsten Knublauch & Axel Korith mit Michael Müller “Komm, Gib Mir Deine Hand – Die Beatles in Deutschland 1960-1970″ verbindet. Ansonsten ist das Buch ein gutes Beispiel dafür, wenn Werke bei diesem Druckverfahren zu unkritisch auf den Markt geworfen werden.

Bei dem Buch “Meine Sammlung” handelt es sich um eine Auflistung von Daten aus der Geschichte der Beatles. Hierbei hat der Autor ausgiebig seinen eigenen Fundus benutzt, den er in jahrzehntelanger Sammelleidenschaft, beginnend in der DDR und endet in der Bundesrepublik Deutschland zusammengetragen hat. Bunt mischen sich in dem Band Daten, Zitate, Auftrittslisten, Liner Notes und Zeitungsartikel. Eine Ordnung oder eine Systematik für dieses Sammelsurium vermisst der Leser bereits bei den ersten Seiten. Ebenso ist die grafische Gliederung des Buches als mangelhaft zu bezeichnen. Sie fördert eher noch die Unübersichtlichkeit anstatt den Leser sicher durch die Seiten zu führen. Zwar ist es auch einmal ganz nett die Liner-Notes der frühen Beatles-Platten auf Deutsch lesen zu können, aber warum hat sich der Autor hier nicht bemüht diese besser sinngemäß und damit fließend zu überetzen anstatt sich sklavisch wortwörtlich an eine direkte Übertragung zu halten.

Bei den Zitaten wäre es nicht nur hilfreich gewesen zu erfahren aus welchem Kontext sie stammen, sondern auch von wem ein Zitat stammen soll. So wird der Leser hilflos im Raum mit einem Rätsel stehengelassen und kann sich anschließend in seiner Beatles-Bibliothek auf die Suche nach den Quellen begeben. Oftmals hat es den Anschein das der Autor zu unkritisch mit seiner Sammlung umgegangen ist und hierbei wenig Sorgfaltspflicht bei der Auswahl seiner Quellen gepflegt hat. Vieles scheint aus der Maschinerie der Jugendzeitschriften aus Ost- und Westdeutschland zu stammen, die bei der Veröffentlichung ihrer Artikel oft genug Mut zur Lücke bewiesen und angebliche Beatlessätze als Zitate an den Käufer brachten. Was an dieser Stelle vermisst wird ist ein kritischer Kommentar, der die Ereignisse und Zitate in einen Gesamtzusammenhang stellt und somit die Geschichte der Beatles transparenter erscheinen lässt.

Dem Autor hat sicherlich ein guter Ratgeber, ein guter Lektor oder ein fachkundiger Bücherfreund gefehlt, der ihm bei der Gestaltung des Buches beratend hätte zur Seite stehen können. So haben wir es hier leider mit einem Buch zu tun das sich nur an den Komplettsammler richtet.

Meine Sammlung The Beatles kann als Buch nicht einmal dem Neueinsteiger in das Beatles-Universum empfohlen werden. Im Grunde gibt es an Datenübersichten über die Beatles einige bessere und ausführliche Bücher die dem Beatlesfan empfohlen werden können:

  • The Complete Beatles Chronicle, Mark Lewisohn
  • The Beatles Recording Sessions, Mark Lewisohn
  • The Beatles Diary: An Intimate Day by Day History, Barry Miles
  • Die Beatles Geschichte und Chronologie, Moers, Meier Bühring, Budéus

Wir danken Werner Fleischer recht herzlich für seine Rezension. Sein Hobby sind die Beatles, die er 1974 und 1975 bei der Fernsehausstrahlung der Beatlesfilme “Yeah, Yeah, Yeah” und “Hi, Hi, Hilfe” kennenlernte. Als erster Kandidat gewann er 1998 bei der Sendung “Risiko” im ZDF mit seinem Spezialthema “Beatles” alle sieben Spielrunden. Der Erzieher aus Sinzig ist Organisator der “Magical Mystery Tour”, einer Reise auf den Spuren der Beatles in London und Liverpool, die er regelmässig durchführt.

Bibliografische Angaben

Meine Sammlung - The Beatles
von Hans Jürgen Otto Kühne
ISBN-Nr: 978-3-85251-123-8 Seiten: 376
376 Seite, 12 x 19 cm
Preis: EUR 22,90 (A)
Erscheinungsdatum: 12.03.2008
Webseite: Edition Nove | Oldiemusik-Weimar

Bildnachweis: Coverbild des Buches; © Edition Nove, 2008.

Fab Four mit Hammer und Zirkel: Beatlemania eröffnen Ausstellung in Erfurt

15. Mai 2008

Es gab ja nichts, mögen viele behaupten, die gefragt werden, wie und wohin die Welle der Beatlemania einst über den deutschen Osten, also über die Mauer, schwappte. Ganz so war es aber doch nicht. Es gab schon - Man musste nur wissen, wo, und bereit sein, den geforderten Preis zu zahlen … Dabei geht es nicht um die Mitbringsel der West-Verwandschaft und um Einkäufe im Intershop, es geht um die eigentlich offiziell erhältlichen Dinge im Wirtschaftsgebiet des Ostblockes, mit denen Fans glücklich gemacht werden konnten.

Mit den Reliquien der deutsch-demokratischen Beat- und Rockfans beschäftigt sich ab Freitag, 16. Mai, eine Ausstellung im Volkskundemuseum Erfurt, in der das einst mögliche Spektrum unter der Überschrift “Die Beatles im Osten” offen gelegt wird. Kuratoren dieser Ausstellung sind das Erfurter Ehepaar Evelyn und Hartmut Schwarz, vielen auch bekannt als die Masterminds hinter dem Print- und Onlinemagazin Beatlemania.

Die Sammlung umfasst unter anderem unzählige Langspielplatten, Singles, Poster, Diskografien vor allem aus den 1980er Jahren, die von der DDR aus durch Kauf oder Tausch erhältlich waren. Dazu gehören die einzigen beim DDR-Label Amiga erschienenen zwei LPs und drei Singles der Beatles, aber auch eine exklusive Langspielplatte von Paul McCartney aus dem Jahr 1989 für das Label Melodija in der Sowjetunion.

Eröffnet wird die Ausstellung an diesem Freitag im Rahmen der “Langen Nacht der Museen”. Ab 19 Uhr wird unter das Dach des Volkskundemuseums eingeladen, unter dem neben den Beatles das 85. Radio-Jubiläum gefeiert wird. Ab 20 Uhr gibt es Führungen durch die sozialistische Beatles-Sammlerwelt, ab 21.30 Uhr eine DVD-Schau in der zweiten Etage und gegen 22 Uhr eine Talkrunde mit Beatles-Sammlern, wie das Ehepaar Schwarz oder auch Buchautor Rainer Bratfisch.

Die Ausstellung “Die Beatles im Osten” ist bis 17. August zu sehen im Museum für Thüringer Volkskunde, Juri-Gagarin-Ring 140a [>>Karte] jeweils von Di - So 10 bis 18 Uhr.

Presseinformationen zur Ausstellung

Nach allem, was wir gelesen haben, verspricht die Ausstellung ein “Must Go” zu sein! Wir wünschen unseren Kollegen Evelyn und Hartmut Schwarz von Beatlemania jedenfalls viel Erfolg und Spaß.

Achim Schultz stellte neue Single im Beat Archiv vor

13. Mai 2008

Der Münchener Musiker Achim Schultz besuchte Pfingstsonntag das Beat Archiv in Glauchau und stellte dort seine neue Single “Give Peace A Chance” vor. Der Song ist eine Eigenkomposition aus dessen aktuellem Album “Thing Big”. Die Single erscheint am 2. Juni (German BEAT! Berichtete). Der Münchener Musiker drückt darin seine tiefe Bewunderung für John Lennon und dessen friedenspolitisches Lebenswerk aus.

Das Cover stammt von keinem Geringeren als von dem grammy-prämierten Grafiker Klaus Voormann. “Nebenbei” schrieb er auch Musikgeschichte und … er spielte 1969 zusammen mit John Lennon und Eric Clapton den Titel “Give Peace A Chance” auf dem “Live Peace”-Konzert in Toronto - quasi DIE Vorlage für Schultz’ gleichnamige Komposition. So kann man schon sagen, die CD ziert außen einen originalen Voormann und innen klingt ein echter Schultz.

Achim Schultz Give Peace A Chance

Auf die “B-Seite” der Single “Give Peace A Chance 2008″ rückt mit “Good Night Evelyn” Achims Gruß an eine amerikanische Freundin. Beide Titel sind ebenfalls auf Achims MySpace-Seite zu hören.

Bildnachweis: Beat-Archiv-Betreiber Edmund Thielow (li.) überreicht “Münchens letztem Beetle” Achim Schultz (re.) die Vinyl-10-inch-EP “50 years later” von den John Lennon Quarrymen. © Beat Archiv Glauchau, 2008.

2.000 Zuschauer feierten Strandparty mit den Quarrymen

12. Mai 2008


Steffie-with-Quarrymen-in-Dahme

“Es war absolut unglaublich”, schreibt uns Garry Danker vom Star-Club-TV-Team, “über 2.000 Zuschauer feierten die ‘Ur-Beatles’, tanzten und lauschten den von Rod Davis teilweise in Deutsch oder Bayrisch erzählten Anekdoten.”


Quarrymen-Live-in-Dahme

Am 11. Mai um 21 Uhr spielten die Quarrymen im Ostseebad Dahme auf der Drachenwiese im Rahmen der Oldietage. Das Konzert wird von Star-Club-TV, einem Projekt von Horst Fascher, aufgezeichnet (German BEAT! berichtete).

Garry Danker sieht arbeitsreiche Wochen auf sich zukommen. “Wir sind für die kommende Zeit sehr eingespannt wegen der Produktion von Star-Club TV.” Neben der TV-Ausstrahlung ist offenbar noch eine CD- und DVD-Veröffentlichung geplant.


Quarrymen-Hamburg-Airport

Bildnachweise
Oben: Das Foto zeigt die Quarrymen mit Dame (Steffie aus dem Produktionsteam) in Dahme.
Mitte: The Quarrymen Live In Dahme mit weiblichem Fan
Unten: Fanempfang am Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel © Garrelt Danker Medienproduktion, Mai 2008.

Aktuelles aus Siegen: Number 69, Number 69 …

7. Mai 2008

“Please Mister Postman” sangen die Beatles 1963 – zu hören auf ihrem 2. Album “With The Beatles”.

Die Pilzkopf-Info des “kleinsten Beatlesmuseums der Welt” in Siegen überbringt leider nicht der Postbote. In der heutigen Zeit kommt ein Brief meist per Mail. Wie sich doch die Zeiten ändern!

Gleich vorweg: “Heute gibt’s kein Interview”, so verrät uns Museumschef Harold Krämer. Doch für die Jubiläumsausgabe mit der No. 70 spricht der Siegener mit einem sehr interessanten Mann.

Und das sind die “beatligen” Themen in der Ausgabe No. 69 im Überblick:

Achim Schultz, “der letzte Beetle in und um München” zu Gast im Museum / Ersttagsbrief mit Statue von “Eleanor Rigby” in Liverpool / Beatles-Kalender – seit 1964 auf dem Markt / George Harrison auf einer spirituellen und musikalischen Wanderschaft / Erinnerungen an die eigene Kindheit werden wach! / Vinyl trifft Beatles-Museum Siegen / 40 Jahre BEAT-CLUB von Uwe Nielsen / Plakette auf der “1000 FreundeWand” / Kurz notiert / Zugabe.

Wir sind derzeit auf Reisen und die Onlinezeit ist knapp bemessen, darum wollen wir’s bei folgendem kurzen Hinweis belassen:

Ein einfaches E-Mail an Harold Krämer genügt - dann geht der Infobrief postwendend per E-Mail an euch heraus. Ganz Eilige können sich die letzten Ausgaben auch auf der Webseite unserer Kollegen von der Radiorunde Hamm sowie auf Harolds Heimatseite “www.the-beatles.de” herunterladen.