
German BEAT! M.B.E. (Mit bester Empfehlung)
Auszeichnungen 2007: Und die Gewinner sind ...
Frankfurt am Main (gbip/15.01.2008) - Bereits zum dritten Mal verleiht German BEAT! seinen virtuellen Redaktionspreis "M.B.E. (Mit bester Empfehlung)" an Künstler und Fans, die sich im vergangenen Jahr rund um das Thema Beatles und Beat verdient gemacht haben. Entsprechend unserer Rubrik "Ohne Bezug!" ehren wir auch themenfremde Nominierte. Und mit der Art und Weise der "Verleihung" haben wir der diesjährigen Golden-Globe-Zeremonie etwas voraus; denn wir verzichten schon seit je her auf Galaevents sondern proklamieren die Auszeichungen "lediglich" online über eine Art Presseerklärung.
Bereits am vergangenen Donnerstag haben wir den Sonderpreis in der Kategorie "Lebensleistung" stellvertretend für den 1986 verstorbenen Künstler Dean Reed an eine Gruppe von Kulturschaffenden verliehen, die mit ihren Buch-, Platten und Filmveröffentlichungen an Reed erinnert haben.
Wie immer fiel es uns schwer, unter den vielen Optionen die Sieger zu küren. Denn nicht immer ist es einfach, aktuelle Veröffentlichungen mit denen der Gruppe zu messen, die Alben wie "Sgt. Pepper" oder "Revolver" zustande gebracht hat oder mit den Marktneuheiten in Konkurrenz treten zu lassen, die 2007 jenseits von Beatles und Beat, die Kritiker und Musikfans begeistert haben.
Wir beziehen uns bei unseren Nominierungen deshalb auf die Veröffentlichungen und Veranstaltungen, über die wir im letzten Jahr berichtet haben. Das ist auch der Grund, warum beispielsweise Wilco mit "Sky Blue Sky" oder Rufus Wainwright mit "Release The Stars" nicht unter "unseren Geehrten" dabei sind - diesbezüglich verweisen wir aber gerne auf die Top-25-Liste des Rolling-Stone-Magazins.
Und hier sind sie - die Gewinnerinnen und Gewinner des "German BEAT! M.B.E." in den folgenden Kategorien:
Rund um die Beatles
- Tonträger des Jahres:
Traveling Wilburys für die CD/DVD "The Wilburys Collection" - Video des Jahres:
Paul McCartney für seine DVD-Box "The McCartney Years" - Buch des Jahres:
Geoff Emerick und Howard Massey für das Taschenbuch "Du machst die Beatles" *
German BEAT!-Herausgeber Sven: "McCartney gebürt zweifelsohne Anerkennung für sein letztes Album 'Memory Almost Full', zumal es die einzige neue Scheibe eines Beatles war. Leider führte die nicht ganz transparente Veröffentlichungspolitik zu einer Abwertung. Hingegen konnte er auf ganzer Linie mit seiner DVD-Box glänzen. Die Wilburys - klasse! Das Buch von Emerick vermittelt interessante Einsichten über den Studioalltag der Beatles. Uns gefällt der Schreibstil zwar überhaupt nicht - sicherlich wäre aber die Atmosphäre wohl sonst nicht so gut rübergekommen."
Importe
- Tonträger des Jahres:
Ringo Starr für die Live-CD "Soundstage" (Import aus den USA) * - Video des Jahres:
Firma Lionsgate (Produktion) und Firma RCV (Vertrieb) für die DVD "The U.S. vs. John Lennon" (Import aus den Niederlanden) - Buch des Jahres:
Bill Carlson für seinen Fotoband "The Beatles - A One Night Stand In The Heartland" (Import aus den USA)
"Ringo Starrs Liveplatte ist druckvoll und dnamisch und geht über das Niveu seiner Beiträge auf den All-Starr-Livesachen hinaus. Leider wird die DVD "The U.S. vs. John Lennon" nicht im hiesigen Spachraum verkauft. Diese Dokumentation ist spannend produziert - viele Bilder und tolle Musik. Bill Carlsons Buch habe ich auf der Frankfurt Buchmesse in der Hand gehabt. Der Verleger war außer sich vor Stolz. Selten konnte ein Fotograf den "einen" Tag, an dem die Beatles in die Stadt eingezogen sind, so hautnah auf Film bannen - Beatlemania à la USA pur. Sicher kein typisches Buch für den deutschen Markt. Dazu waren die Lebensumstände hüben wie drüben zu verschieden."
Inspirationen
- Tonträger des Jahres:
Yoko Ono und andere für die Arrangements auf der Compilation "Yes I'm A Witch" - Buch des Jahres:
Holger Bünning für seinen Rockerroman "Steh' auf Mecki"
"Apropo Lebensumstände. Wie war es um die Jugend im Nachkriegsdeutschland bestellt? Holger Bünning liefert Antworten und beschreibt frühe Lebensentwürfe. Er schreibt drastisch genau über die Träume und die Aufrichtigkeit Hamburger Rocker und ihrer Freunde in der Beatszene. Bünning beschreibt den Nährboden, in dem auch Leute wie Lennon erwachsen werden konnten. Diametral dazu verlief die Jugend Yoko Onos und doch fanden Lennon und die japanische Künstlerin später zusammen. Dass Ono eine begnadete Musikkünstlerin ist, hat nicht nur Lennon gewusst sondern auch renomierte Musiker wie Cat Power oder die Flaming Lips. Statt ein vorschnelles 'Oh, No' einfach mal reinhören. Den Versuch ist es wert."
Ohne Bezug
- Tonträger des Jahres:
Radiohead für ihr aktuelles Album "In Rainbows" und den Marketingtrick mit der Direktvermarktung des Werkes über das Internet - Video des Jahres:
Chuck Berry als Protogonist sowie Taylor Hackford als Regisseur der Doppel-DVD "Hail! Hail! Rock'n'Roll" - Buch des Jahres:
Frank Goosen für seinen Roman "So viel Zeit" und für die Zusammenstellung des Soundtracks zu diesem Buch *
"Jenseits von 'Beatles und Beat' sind wir auch dieses Jahr wieder auf eine ganze Menge interessantes Zeugs aufmerksam geworden. Allein die Zeit fehlte, dies alles hier zu besprechen. Es war schwer, für die Kategorie 'Tonträger des Jahres' einfach mal eine Entscheidung zu treffen. Die Eagles haben sich wochenlang auf unserer Redaktionsanlage behauptet, während Radiohead, weil online gekauft, sich als Soundtrack auf dem iPod für meine Trainingsstunden auf der Laufstrecke als sehr motivierend erwies. Das ist für mich persönlich ein extrem wichtiges Kriterium. 'Off the Topic' verzichteten wir 2007 auf viele DVD-Besprechungen, die eine - nämlich 'Hail! Hail! Rock'n'Roll' beeindruckte uns durch ihre gute Produktion, den satten Sound und den unwiderstehlichen Blues eines Chuck Berrys. Frank Goosens Roman über fünf Jungs in den Vierzigern hat Sinnfragen an mich hinterlassen ... alleine die Antworten bleibe ich - so/zu früh im Jahr - noch schuldig. Goosen spielt gekonnt mit Details auf der einen wie mit Anspielungen auf der anderen Zeit - Für uns Jungs um die vierzig ist das die Offenbarung. Seit kurzem begleitet der von Goosen auf iTunes zusammengestellte Soundtrack zum Buch (vorwiegend à la Deep Purple, Queen und Co) ebenfalls meine Trainingsarbeit."
Sonderkategorien
- Lebensleistung:
Stellvertretend für Dean Reed geht der "German BEAT! M.B.E." an Frank-Burkhard Habel, Thomas Grossman, Leopold Grün, Thomas Janze, Gruppe Monomango, Richard Weize, Stefan Ernsting und Norbert Diener - Aktion(en) des Jahres:
Frank Badenius und Ansgar Bellersen als Administratoren der Erdbeerfelder.de und (Ko-)Organisatoren von Fantreffen in Halle und Liverpool
"Das Verdienst der Autoren, Filmemacher und Künstler, deren Arbeit 2007 Dean Reed gewidmet war, ist es, dass die Beurteilung von Reeds Geschichte und künstlerischen Leistungen angemessen gewürdigt wurde. Das Werk Reeds ist so vielfältig und lässt unterschiedliche Annährungspunkte zu. Die Webseite www.deanreed.de ist nahezu einzigartig. Hinsichtlich Beatles stellten wir unlängst die Frage, wer denn in Deutschland, Österreich und der Schweiz überhaupt noch in der Lage ist, die Beatlesfahne hochzuhalten? Sind es die, die davon leben müssen - sprich die Veranstalter und Händler. Oder sind es die, die ohne die Beatlesmusik nicht mehr leben können, wie ein paar hartnäckige Webseitenbetreiber, so beispielsweise auch die Admins und Forenschreiber der Erdbeerfelder. Hier ergeben sich Allianzen zwischen Experten, jungen Fans, skurrilen Zeitgenossen mit ebenso unterschiedlichen Lebensmodellen. Auf den Erdbeerfeldern hat sich eine besondere respektvolle - bisweilen freundschaftliche - Atmosphäre entwickelt, die längst über das Internet hinausgeht. 2007 trafen sich einige Mitglieder in Halle und in Liverpool. Ich hoffe, dass ich 2008 bei der einen oder anderen Gelegenheit erstmals dazustoßen kann."
German MOOD!
- Tonträger des Jahres:
Tributalbum "I Want To Walk You Home" zu Ehren Fats Domino
"Im September 2007 eröffneten wir eine Art Filiale zu German BEAT! mit dem Namen German MOOD!. Hier stellen wir Veröffentlichungen aus den Bereichen Jazz, Blues, Swing und auch Weltmusik dar. So breit wie dieses Repertoire angelegt ist so vielfältig waren die verschiedenen von uns vorgestellten CDs ... Am liebsten hätte ich zu Fats Domino noch Triband (äußerst rasante Vorausschau auf den Jazz von Morgen), Anoushka Shankar & Karsh Kale (atemberaubende Synergie zwischen Pop und indischer Klassik) sowie Kurt Elling (ohne Vergleich, lässt Leute wie Buble auf der Kriechspur des Swing und Jazz zurück) ebenfalls nominiert. Doch bevor wir die Zukunft preisen, verneigen wir uns vor dem Vermächtnis eines der einflussreichsten Interpreten des Zwanzigsten Jahrhunderts- nämlich Fats Domino."
* Besprechungen folgen in Kürze
Die Auszeichungen der letzten zwei Jahre
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