And the Winners are ...

German BEAT verleiht zum zweiten Mal den "M.B.E."

German BEAT! verleiht den M.B.E.-Orden (c) German BEAT! Grafik 2006
Zum zweiten Mal ausgelobt ... der "M.B.E."
© German BEAT! Grafik

Frankfurt (gbip/27.12.2006) - Britische Fans hoffen dieser Tage, dass der ehemalige Schlagzeuger der Beatles, Ringo Starr, in 2007 doch noch zum Ritter ihrer Majestät der britischen Königin aufsteigt. Mit dieser Ernennung würde Sir Ringo (klingt gut, oder?) zu seinen Kollegen Paul McCartney oder Mick Jagger aufschließen. Mit weitaus weniger Zeremoniell und Tamtam wählte die German BEAT!-Redaktion aus den Releases und Events, über die schwerpunktmäßig in 2006 berichtet wurde, die Besten aus. Und so konnte die virtuelle Auszeichnung "M.B.E. (Mit bester Empfehlung)" jetzt zum zweiten Mal vergeben werden. "Wir freuen uns, dass unter den Preisträgern auch wieder engagierte Fans vertreten sind", so German BEAT!-Herausgeber Sven.

Die Top-Empfehlungen gliedern sich in vier Sparten: "Beatles und Beatles-Related","Inspired by the Beatles", "Importe" und "Off the Topic". Aus jeder dieser Sparten nominierte die Redaktion jeweils einen Tonträger, ein Video sowie ein Buch (bzw. Fotoband). Weiter wurden die zwei herausragenden Ereignisse in den Sonderkategorien "Event des Jahres" und "Aktion des Jahres" ausgezeichnet. "Es ist müßig zu betonen, dass uns die Wahl auch dieses Jahr besonders schwer fiel", konstatiert Sven, "gemeinhin berichten wir sowieso nur über die Dinge, die uns Freude bereiten - negative Sachen bleiben außen vor."

"2006 zeichnete sich durch Bescheidenheit aus"

2005 war veröffentlichungsmäßig schon ein "verrücktes" Jahr: McCartney und Starr glänzten mit neuen Studioalben und die seligen Ex-Beatles mit restaurierten Wiederveröffentlichungen. Den beiden Lennonerinnerungstagen verdankten wir zahlreiche neue Bucherscheinungen (Unsere Preisträger 2005 siehe hier ...).

2006 fällt dagegen ein wenig bescheidener aus. Das Wenige, das die Ladentheken neu erreichte, bleibt oft stattliche Alternativen schuldig. So muss dem eher durchschnittlichen Release "The Dick Cavett Show - John & Yoko Collection" die Auszeichung "Importe - Video des Jahres (M.B.E.)" nahezu kampflos überlassen werden. Aber 2006 wird deutschen Fans sicher als das Jahr mit den seit langem beeindruckensten Veranstaltungen in Erinnerung bleiben.

"Einen Tusch bitte ..."

Der M.B.E.-Orden ihrer Majestät (c) Daily Mirror
© frei nach Daily Mirror

Frankfurt/Main (gbip/27.12.2006) - ... hier kommen sie, die Gewinner unseres diesjährigen Preises "M.B.E. (Mit bester Empfehlung)". Die Verleihung findet weder im Rahmen einer Gala statt noch stiften wir Pokale oder Orden. Der "M.B.E. (Mit bester Empfehlung)" ist eine virtuelle Auszeichnung. Und wie 2005 war es uns auch dieses Jahr wichtig, die Leistungen von engagierten Fans und Musikliebhabern im Kanon des Werkes von John, Paul, George und Ringo angemessen zu würdigen.

Übrigens ... unser German BEAT! Weblog "buntes magazin" steht Ihnen ab sofort für Diskussionen über unsere Preisträger zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Beatles und Beatles-Related

Gegen ein "neues" Beatlesalbum hat jedes Re-Release eigentlich so gut wie keine Chance. An der Produktion von "Love" scheiden sich die Geister, aber die Musik der Fab Four bleibt unumstritten. Gleiches konnte man von Pauls DVD "The Space Within Us" erwarten, aber die über alle Maßen hinausgehende Lobhudelei führte zur Abwertung und ließ die grundsolide Pete-Best-Videobiografie an sich vorüberziehen. Horst Fascher schrieb kein reines Beatlesbuch, aber seine Lebensgeschichte ist unverkennbar mit den Fab Four verbunden und allen "Erbsenzählern" zum Trotze - kaum einer kann so spannend und lebendig über die Beatära in Hamburg erzählen wie "Horstie". Er ist und bleibt ebenfalls mit dem "Star-Club" verbunden, dem Werner Walendowski einen ambitionierten Bildband gewidmet hat. Dem Beatliebhaber ist es mit seinem Werk gelungen, die Zeit zurückzudrehen.

Inspired by The Beatles

Achim Schultz ist erwiesener Maßen ein guter Freund von Klaus Voormann, nicht zuletzt auch weil der "letzte Beetle" Münchens sich für die Voormannstiftung zugunsten der Lakotaindianer einsetzt. Sein letztes Album klingt verdammt nah an den Beatles und doch in keiner Weise abgekupfert. Das kann man ebenso über Sean Lennons letztes Album "Friendly Fire" behaupten, dessen cineastische Umsetzung auf einer Bonus-DVD zu bewundern ist. Lennon Junior war gestern - Sean hat sich musikalisch, weniger stimmlich, weiterentwickelt. Von guter Beatmusik im Allgemeinen und Beatlesmusik im Besonderen lies sich Stefan Pürner inspirieren. Der Nürnberger Rechtsanwalt ist sich sicher, dass es auch in der Welt von Morgen Biergärten geben wird, in denen sich die Menschen vergnügen. Die Frage ist nur: Welche Menschen?

Importe

Unser Blick war heuer fast ausschließlich auf den Markt in den deutschsprachigen Gebieten ausgerichtet. So viel Extras wurden ohnehin nicht angeboten ... und von einer Besprechung der "TV-Seance mit John Lennon" haben wir "vorsichtshalber" einfach mal abgesehen. Dennoch, die Franzosen sind recht kreativ, was die Vermarktung der Beatlesmusik angeht. Bereits im letzten Jahr überraschten sie uns mit einem Diskografiebuch "La France Et Les Beatles". Unter gleichem Titel brachte das Speziallabel Magic Records jetzt eine CD-Serie mit historischen Beatlescoversongs in französischer Sprache auf dem Weg. In den Vereinigten Staaten bezeichnet man die "Dick Cavett Show" immer noch als die intelligenteste Talk-Show, die jemals über die US-Bildschirme flimmerte. John & Yoko waren mehrmals Gäste in der 90-minütigen Sendung. Die DVD "The Dick Cavett Show - John & Yoko Collection" erschien im Frühjahr in Groß-Britannien. Simon Lengs Buch "While My Guitar Gently Weeps: The Music of George Harrison" ist ein Klassiker und hat German BEAT! bei der publizistischen Aufarbeitung des Harrison-Kataloges (in 2004 und 2006) wertvolle Hilfe geleistet. Das Werk erschien in diesem Jahr für relativ günstiges Geld als Taschenbuch.

Off the Topic

Ohne Zweifel war es das Comeback des Jahres: Yusuf Islam (früher kannten ihn viele unter seinem damaligen Künstlernamen Cat Stevens) kehrte nach 28 Jahren in die Plattenläden zurück. Als wäre er nie weggewesen: Seine neuen Songs klingen allerdings alles andere als verstaubt. Einen Hauch dieses feinfühligen Songwriters steckt auch in David Gray. Seine Lieder sind kleine Dramen voller Poesie. Mit seinem Liveauftritt vor einem Jahr im Londoner Hammersmith erinnert Gray an den frühen Elton John oder auch Van Morrison. Erst dieser Tage kamen wir dazu, uns mit dem "Buch des Jahres" in dieser Kategorie zu beschäftigen: Bastian Sicks Lehr- und Vorhaltelektionen zur korrekten Anwendung der deutschen Spache: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod". Der dritte Band erschien kürzlich und die Redaktion hat sich vorgenommen, Woche für Woche ein neues Kapitel daraus zu beherzigen. Für uns wird diese Buchreihe unverzichtbar werden.

Sonderkategorien

Hier fiel der Redaktion die Wahl am schwersten. Man hätte alle Kandidaten nominieren können, wie beispielsweise Edmund Thielows Lennonausstellung "One Minute Silence" oder das "große" Mitgliedertreffen des Fanforums "www.erdbeerfelder.de" anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "The Hamburg Sound" oder das Beatlesfestival "Happy Birthday Yellow Submarine" in Schwedt im September.

Doch die professionell gestaltete Ausstellung "The Hamburg Sound" mit Beatlesfestival, CD- und Buchveröffentlichung stellte alles andere in den Schatten. Dank des Engagements einzelner privater Organisatoren sowie des Hamburgmuseums gelang es der Hansestadt ihre berühmte Musikära angemessen zu würdigen. Im kleinen Stil wusste auch die Kreisstadt Verden das Andenken eines ihrer berühmtesten Besucher - John Lennon war 1966 zu Filmdreharbeiten dort - zu ehren. Der gelungenen Ausstellung "John Lennon - Ein Beatles in Verden" folgte im Oktober der Startschuss für die Errichtung des ersten Lennondenkmals in Deutschland. Die Einweihung ist für das kommende Frühjahr geplant. Für den Entwurf zeichnet Uwe Blaschke, "Extremsammler" aus Minden verantwortlich.

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