George Harrison: Living In The Material World
[CD/DVD, VÖ: 29. September 2006]

Lobe den Herrn

Albumcover von Living In The Material World (c) EMI Music Germany 2006
Qualitätsoffensive fortgeführt
© EMI Music Germany 2006

Frankfurt/Main (gbip/14.10.2006) - Nach "All Things Must Pass" und "Concert For Bangla Desh" liegt mit "Living In The Material World" die letzte remasterete Ausgabe einer Trilogie vor, welche die Migration George Harrisons vom "stillen Beatles" zum überragenden Musiker eindrucksvoll dokumentiert. Das Album ist das Werk eines aus einer zehn Jahre währenden Schlacht gestärkt hervorgehenden Musikers. "Diese Songs sind wirklich fantastisch: Mag sein, dass 'All Things Must Pass' besser ist, aber diese Songs sind unglaublich. Ich liebe sie. Aber man hört auch ganz deutlich, dass er etwas zu sagen hat", meint Klaus Voormann1.

Nun, das Album platziert sich 1973 erfolgreich in den Hitparaden, kann sich aber aus dem Schatten der mächtigen Vorgängeralben nicht lösen. Die Platte überzeugt durch Harrisons prominentes Gitarrenspiel im Zusammenwirken mit einer "extrem" homogenen Studioband. Stücke wie "Don't Let Me Wait Too Long" oder "The Lord Loves the One (That Loves the Lord)" überzeugen durch ihren großartigen Beat und der variablen Instrumentierung. "Be Here Now" und auch "The Day the World Gets Round" zählen mit Sicherheit zu Harrisons schönsten Balladen.

"Ganz ehrlich, das Album habe ich erneut entdecken müssen", bekennt sich German BEAT!-Herausgeber Sven. "Im Zuge der Neuveröffentlichung hörte ich nach Jahren kürzlich wieder in die Platte hinein. Ich war sogleich eingenommen von der überragend dargebotenen Musik. Mich beeindruckte die Schönheit der Melodien auf der einen Seite und die Klarheit der Sprache auf der anderen Seite."

Klanglich überzeugt die Scheibe so oder so. Die Qualitätsoffensive, die mit den vergangenen Re-Releases gestartet wurde, findet ihre erfolgreiche Forsetzung in "Living In The Material World 2006", das in den Abbey Road Studios aufwendig remastered wurde.

Track/Titel
Autoren | Dauer | Credits2
Details


1. Give Me Love (Give Me Peace On Earth)
Harrison | 03:36 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT organ; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass

Mit "Give Me Love" knüpft George nahtlos an das große Vorgängeralbum "All Things Must Pass" an. Dennoch setzt er Kontrapunkte: Er verzichtet bei der Produktion bewußt auf die ganz großen Gesten eines Phil Spectors. "Give Me Love" ist einfacher gestrickt aber nicht ohne jede wirkungslos - nahezu Dylanesk. Ganz großartig fügt sich Nicky Hopkins leicht-beschwingter Pianolinie in das ansonsten gitarrendominierte Arrangement ein. Sehr pointiert - fast ein wenig beschwingt - kommt auch das Schlagzeug rüber. Über allem Harrisons zwei Stimmen3 - sein Gesang und die zum Markenzeichen gereifte Slideguitar. "Give Me Love" verleiht Georges religiöser Expressivität einen musikalischen Ausdruck. Kritiker kommen trotzdem nicht umhin, ihm eine zunehmende Introvertiertheit vorzuwerfen. Zunächst straft der Ex-Beatle diesen Leuten Lügen - denn seine wunderschönen Melodien sind immer noch hitparadentauglich.

2. Sue Me, Sue You Blues
Harrison | 04:48 | GEORGE vocal, guitars, dobro; GARY WRIGHT electric piano; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass

Dieses "Stückchen Beatles Soap Opera"4 stellt eine Inventur wie auch neue Standortbestimmung eines in allen Belangen gereiften George Harrison dar. War er wenige Jahre zuvor noch Gegenstand des Spottes seiner Kollegen Lennon und McCartney, so steht er dieser Produktion als Mastermind eines hochkarätigen Teams vor. Die Musiker sind spitzenklasse. Drummer Keltner ist unerreicht ebenso Harrison mit seinem Dobrospiel. Klaus Voormanns Bass klingt prägnant.

Man glaubt es kaum, aber ursprünglich war dieser Titel für Jesse Ed Davis bestimmt. Die Demoversion, die der Ex-Beatle dem amerikanischen Gitaristen überlies, klingt weitaus mehr nach einem typischen Bluestitel à la Elmore James. Von hinreichend vielen Bootlegs bekannt, findet diese Version in "astreiner" Qualität jetzt ihren Einzug auf der Bonus-DVD von "Living In The Material World".

3. The Light That Has Lighted The World
Harrison | 03:30 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT organ; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass

Der Erfolg des Albums "All Things Must Pass" gibt Harrison Selbstsicherheit. Endlich sind sie raus - das große musikalische Potential und die enorme Schaffenskraft, die jahrelang zuvor nahezu verborgen blieben. Immer nur als "Stiller Beatles" abgestempelt zu werden, hat Narben hinterlassen. Das Musikgeschäft stinkt ihm offensichtlich gewaltig - ein Thema übrigens, dass er Jahre später während seiner Arbeit zu "Somewhere In England" wieder dankbar aufgreift. Und so verbirgt sich hinter der trügerischen Ballade "The Light That Has Lighted The World" eine heftige Abrechnung mit seinen bisherigen Kritikern, die ihm selbst bei diesem weiteren musikalischen Highlight treu blieben: "Netter bleiernder Stoff ... unfertig ... nix, was sich irgendwie im Kopf festsetzt"5. Dabei überzeugt gerade der instrumentale Mittelteil wieder durch eine feinsinnige Umsetzung.

4. Don't Let Me Wait Too Long
Harrison | 02:56 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT keyboards; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; RINGO STARR drums

George Harrison beweist mit diesem Titel wieder Trendsetterqualitäten. Einzelne Elemente aus "Don't Let me Wait Too Long" reichen zwar bis in die amerikanische "Motown-Ecke" hinein. Ohne als Single ausgekoppelt zu werden, verhilft er "Living In The Material World" jedoch zu einer Aufmerksamkeit, an der sich wenig später vor allem "British-Pop"-Gruppen wie ELO orientieren. Kombiniert mit zwei Schlagzeugsets, reichlichen Paukenschlägen und einer Prise Spector'schem Hall hätte der Song sich auch wunderbar in die Trackliste des Albums "All Things Must Pass" eingefügt.

5. Who Can See It
Harrison | 03:51 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT organ; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; JOHN BARHAM string arrangement

Fast drei Jahre liegen zwischen den letzten Beatles-Tagen und den Aufnahmesessions zu diesem Song. Harrison zieht wieder alle Register für eine extrem gute Ballade, die inhaltlich wie auch musikalisch eine Brücke zwischen den beiden Schaffensperioden schlägt. Abermals zeigt sich, dass diese Erinnerungen von Bitterkeit und Zorn geprägt sind. Harrison packt seine Gefühle in eine subtile Ballade hinein. Tempo- und Akkordwechsel, mit Zitaten aus der Indischen Musik, verleihen ihr jedoch eine komplexe Struktur. Klingt der erste Teil noch stark nach den Beatles während ihrer "Abbey Road"-Zeit so migriert "Who Can See It" im zweiten Teil mehr und mehr zu einem typischen aktuellen Harrisong.

6. Living In The Material World
Harrison | 05:30 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT keyboards; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; JIM HORN saxophone; ZAKIR HUSSEIN tabla; RINGO STARR drums

"Großes Kino" ohne Zweifel ... Beim Titelsong tischt Harrison reichlich à la Phil Spector auf und wieder einmal versteht er es seine Lebenserinnerungen textlich äußerst sarkastisch und musikalisch äußerst rockig zu verpacken. Spätestens jetzt ist klar, George hat sich neben Lennon und Harrison endgültig etabliert, wenn nicht sogar weiterentwickelt. Die Band spielt ihr gesamtes musikalisches Potential. Klasse sind Jim und "Ritchie on the tools" oder Klaus am Bass. Der Zwischenteil mit der indischen Tabla entsteht offenbar kurz vor Fertigstellung der Aufnahme. Was auch den Weltenwandel wunderbar markiert. Anders, als viele Fans glauben, bezieht sich Harrison auf die diesseite Welt und auf das Jenseits. An die "Material World" sind zunächst keine monetären Interessen geknüpft, anders als Madonna in ihrem Song "Material Girl" vorgibt. George lässt sich durch diesen Titel dazu inspirieren und gibt seiner just entstandenen Hilfsorganisation den Namen "Material World Foundation".

7. The Lord Loves The One (That Loves The Lord)
Harrison | 04:34 | GEORGE vocal, guitars; NICKY HOPKINS electric piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; JIM HORN saxophone

Harrison macht darauf aufmerksam, dass der Erfolg der Beatles gezeigt hat, wie Leute aus der Unterschicht es geschafft haben, die Insignien der Oberschicht, nämlich Macht, Reichtum und Status, in Besitz zu nehmen. Mittlerweile haben es ihnen eine Reihe anderer Rockstars nachgemacht und jetzt, 1973, erliegt die Branche quasi ihrer so gewonnen Macht und Willfährigkeit. "Jeder übersieht die Tatsache", so Autor Simon Leng, "dass der Kaiser keine Kleider an hat mit Ausnahme von George Harrison"6. Der Sänger konzentriert seine Gläubigkeit auf "den Herrn" ("The Lord"). Musikalisch präsentiert er die Lobpreisung funky und mit reichlich Echo, wie man sie sonst nur von Johns Aufnahmen aus "Plastic Ono Band" kennt. Jim Horn gelingen tolle Zitate aus dem Beatlessong "Savoy Truffle". das Bemerkenswerteste sind jedoch Georges hervorragende Gitarrenspielereien. Ohne dass im dieses Mal "Gott" Clapton im Nacken sitzt, gelingen ihm in "The Lord Loves The One" einige der besten Soli seiner Karriere.

8. Be Here Now
Harrison | 04:09 | GEORGE vocal, guitars; NICKY HOPKINS piano; KLAUS VOORMANN acoustic bass

Dank "Be Here Now" geriert "Living In The Material World" zu einem Konzeptalbum. Immer noch hängen George die Beatles nach. Die einzige Fluchtmöglichkeit findet er darin, die Vergangenheit völlig zu ignorieren und trifft damit den Kern der hinduistischen Philosophie, dass Leben jetzt statfindet und nicht weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft. Der Titel ist ansonsten eine wunderbare Unplugged-Aufnahme. Sphärisch in den Harmonien und erdig in der Instrumentierung, dank auch eines überragenden Klaus Voormanns am Kontrabass.

9. Try Some Buy Some
Harrison | 04:08 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT keyboards; KLAUS VOORMANN bass; JOHN BARHAM string arrangement; JIM GORDON drums

Dieses Stück ist eine Gemeinschaftsproduktion von George und Phil Spector aus dem Jahr 1971. Offensichtlich ein Lückenbüsser für das Album, denn so richtig fügt es sich nicht in den Kontext ein: Zu aufwendig produziert, "Long And Winding Road" lässt grüssen. Hinzu kommt, so erinnert sich Klaus Voormann in Simon Lengs Buch7, dass George das Stück auf dem Piano, dass er wahrlich nicht beherrschte, komponiert hat. "Er spielte den Song gerade mal mit drei Fingern der rechten Hand. Beidhändig konnte er das ohnehin nicht. Ich spielte dann den Part mit der linken, so dass er den ganzen Sound erstmalig zu hören bekam." So ergab sich dann eine mehr oder weniger zusammengestückelte Folge von bisweilen verwegenen Harmoniesträngen - aufgepeppt mit Spetctor'schen Klangmauern ist eine sphärische Nummer entstanden.

10. The Day The World Get 'Round
Harrison | 02:52 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT organ; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; JOHN BARHAM string arrangement; RINGO STARR drums

Harrison setzt sich in dieser Nummer mit den unterschiedlichen Lebenssituation in der ersten und dritten Welt auseinandern. Während in der einen die jungen Leute nach Revolution, Selbstverwirklichung und innerer Einkehr suchen sehen sich die Menschen in den ärmeren Ländern Krieg, Hunger und Ausbeutung ausgesetzt. George bringt diese Gegensätze zur Sprache, gerät aber wiederum als scheinbarer Prediger irgendwie ins Kreuzfeuer der politischen Kritik. George schrieb diesen Protestsong am Tag nach den Konzerten für Bangla Desh.

11. That Is All
Harrison | 03:43 | GEORGE vocal, guitars; GARY WRIGHT harpsichord; NICKY HOPKINS piano; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass; JOHN BARHAM string arrangement

Dieses feine Stück hat ebenfalls von Georges Erfahrungen mit Phil Spector profitiert. Ein ausschweifendes Arrangement verleiht "That is All" die Breite und Tiefe, die der Schlusstrack eines solchen emotionalen Albums nur haben kann. Ein bißchen "Something" - ein bißchen "Long and Winding Road" und doch keinen Schwanengesang. Bei Harrison muss man eher berücksichtigen, dass ihm Gefühle eher musikalisch denn verbal abgehen. "Mir kam irgendwann die Melodie in den Sinn", wird George im Booklet der Wiederveröffentlichung zitiert, "und dann mussten mir bloss noch ein Worte hierzu einfallen. Das ist eigentlich alles."

12. (Bonus) Deep Blue
Harrison | 03:39 | GEORGE vocal, dobro, guitar; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass

Simon Leng bezeichnet "Deep Blue" als "die letzte große B-Seite"8,9überhaupt. Bemerkenswert ist ihr Minimalismus auf der einen Seite und ihre Soundfülle auf der anderen Seite. George wendet hier erstmalig eine Fingerpickering-Technik an, welche die Melodie während der Akkordfolge mitführt. Obwohl der Song erkennbar von Bob Dylan und David Bromberg beeinflusst zu sein scheint, so begründet er sich im Wesentlichen aus Harrisons Interesse an der Bluesmusik.

13. (Bonus) Miss O'Dell
Harrison | 02:32 | GEORGE vocal, guitar, harmonica; JIM KELTNER drums; KLAUS VOORMANN bass

Der Song erscheint als B-Seite auf der Single "Give Me Love" und setzt bewusst Kontrapunkte. Der Song ist eine "Art musikalische Postkarte" - gesendet aus der welt der Reichen und Schönen an eine Büromitarbeiterin: "Ich sag Dir eins, es gibt nichts Neues seitdem ich Dich das letzte Mal anrief.". Ein wenig erinnert "Miss O'Dell" an "Apple Scruffs" mit einer eher gedrungen klingenden Harmonika. Nervig auf dieser anssonsten spritzigen Nummer sind die Lacher und Kiekser. Elvis und "Are You Lonesome Tonight" lassen grüßen.

Bonus-DVD: Qualität vs Quanität

Der 2006er Neuausgabe von "Living In The Material World" liegt eine im Prinzip wunderbare DVD bei, auf der vier der schönsten Albumssongs nochmal in alternativer Form dargeboten werden. Überzeugend sind vor allem die - bereits von Bootlegs bekannten - Versionen von "Miss O'Dell" (hier spürt man das volle Potential der Aufnahme) und "Sue Me Sue You Blues" (Acoustic Power Pur). Nett ist das Video zu "Miss O'Dell" in dem in einer Art Fotofilm die allseits bekannten Bilder der Band aus dem Friar Park aneinander gereiht sind.

Wie bereits bei der DVD-Beilage zur Dark-Horse-Box finden wir hier einen Konzertmitschnitt von der "Live In Japan"-Tour. Fans werden ermessen können, was ihnen eines Tages noch Gutes wiederfährt - sofern dieses Livevideo jemals das Laserlicht eines Players erblickt.

Qualitativ präsentiert uns die DVD einen "pfundigen" Bonus, bezüglich der Songanzahl geht sie jedoch über eine kleine symbolische "Dreingabe" nicht hinaus.

Das Booklet ist gut bestückt mit Songlyrics and persönlichen Kommentaren von George - wer nicht die "Songsbooks" von ihm sein Eigen nennt, ist gut bedient mit den Texten und Abbildungen. Insgesamt macht das neue Release einen wertigen Eindruck: Box, Digipack für die beiden Silberlinge, fettes Booklet. Ob das jedoch den enormen Preis von gut 25 Euro rechtfertigt!?

Allgemeine Informationen zum Album

  • Produzent: George Harrison
  • Aufgenommen (Zeitraum/Ort): Oktober 1972 bis Januar 1973 in London und Friar Park, England.
  • Erstveröffentlichung: 21. Juni 1973
  • Label/Company: Apple/EMI
  • Chartpositionierungen (Album)10,11
    Land | Höchste Position | Anzahl der Wochen in den Charts | Charteinstieg:
    UK | Nr. 2 | 12 Wochen | 7. Juli 1973
  • US | Nr. 1 | ... | ...

Quellenangaben:

  1. Simon Leng: "The Music Of George Harrison - While My Guitar Gently Weeps",
    Fire Fly Publishing, London 2003, S. 102.
  2. ebenda, S. 90-102
  3. ebenda, S. 92
  4. ebenda, S. 93
  5. ebenda, S. 94
  6. ebenda, S. 97
  7. ebenda, S. 98
  8. ebenda, S. 83
  9. "Deep Blue" ist die B-Seite der 1971 erschienenden Single "Bangla Desh"
  10. www.jpgr.co.uk
  11. Allmusic.com

Die Entdeckung der Melodie - Weitere Informationen zu Harrison-Re-Releases

(c) EMI Music Germany

Seit 2001 erscheinen Harrisons Einzelalben als exklusive Re-Releases. In unsere Ohren kehren Songs zurück, die vom Zeitgeist nahezu verbannt wurden und vor der Welt nur noch partiell Gnade fanden. Aber George muß es vorausgeahnt haben - die Zeit ist jetzt reif für seine üppigen und tiefgreifenden Melodien.

Unsere Rezensionen und Berichte zur 2004 erschienenen Dark-Horse-Box findet ihr [hier] auf unserer seinerzeit eingerichteten Featureseite.

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Pressemitteilung

(c) EMI Music Germany
© EMI Music Germany

HOLLYWOOD, Calif. (PRNewswire/22.06.2006) Capitol/EMI Music Catalog Marketing is proud to announce the reissue of George Harrison's Living In The Material World album on September 26, 2006.

The CD will be issued in two formats. Both packages will contain the album, which has been re-mastered at Abbey Road Studios from the original analog tapes. The new version also includes two additional tracks, "Deep Blue" (originally a B-side from 1971) and "Miss O'Dell" (the B-side to "Give Me Love (Give Me Peace On Earth)").

The single-disc package's jewel case will contain a 12-page booklet with lyrics and extra photographs. The special limited edition package will house the CD and a companion DVD with an expanded 40-page booklet. The set's exclusive DVD features:

* Rare footage of George performing "Give Me Love (Give Me Peace On Earth)" from his 1991 Japanese tour with Eric Clapton.
* A mini-feature edited from film commissioned by George in 1973 of the album's production in Britain and America.
* Previously unreleased versions of "Miss O'Dell" and "Sue Me, Sue You Blues" set to visuals of unseen archival material.

Historical Notes -- Kevin Howlett

Living In The Material World was George's second solo album of new songs following the Beatles' break-up in 1970 and its lyrical focus revealed his continuing mission to explore spiritual themes. Many people would hear his message. Five weeks after its release in May 1973, the LP and its single 'Give Me Love (Give Me Peace On Earth)' simultaneously occupied the number one positions on the US albums and singles charts.

The success of the album continued a winning streak that had begun with the release of All Things Must Pass. Featuring the worldwide number one 'My Sweet Lord', the triple LP set had topped the US album chart at the beginning of 1971. Later that year, George masterminded two remarkable concerts at Madison Square Garden in New York to help raise awareness and money for the starving refugees from Bangladesh. The commercial success of the Concert For Bangladesh live album was emphatic and unprecedented -- another triple LP box set that was a best seller around the world -- and it won an 'Album of the Year' Grammy Award.

For Living In The Material World, George assembled a core group in the Apple Studio in London consisting of Nicky Hopkins and Gary Wright on keyboards, Klaus Voormann on bass and Jim Keltner on drums. They recorded backing tracks which received varying degrees of enhancement through subsequent overdubs. The most complex musical arrangement on the album is heard on the title track. Having played together at the Concert For Bangladesh, Ringo Starr and Jim Keltner perform their 'double drums' on 'Living In The Material World' and the brass parts were played by Jim Horn with help from Klaus Voormann on tenor saxophone. The gentler sections of the song feature tabla virtuoso Zakir Hussein and Jim Horn on flute and recorders.

The slide guitar playing heard throughout All Things Must Pass had quickly become associated with the George Harrison 'solo' sound and it is equally prominent on Living In The Material World. The exquisite dual harmony slide guitar parts on 'Give Me Love' were integral to that track's gentle power and on 'Sue Me, Sue You Blues', George revealed a bluesy side to his playing -- more bottleneck than Hawaiian in its style.

The four gentle ballads -- 'Be Here Now', 'The Day The World Gets Round', 'The Light That Has Lighted The World' and 'Who Can See It' -- are heartfelt reflections on how to live a spiritual life in the turmoil of the material world -- 'where there's so little chance to experience soul'. The joyous 'Don't Let Me Wait Too Long' picks up on the 'really want to see you' theme of 'My Sweet Lord'. The spiritual nature of these songs is mirrored in the artwork on the gatefold LP sleeve, which featured an illustration from the Bhagavad-Gita.

At the foundation of Living In The Material World are George's unwavering sincerity and integrity. These are rare qualities in mainstream popular music and should be treasured and nurtured wherever they are discovered. This is a welcome and timely re-issue.

www.georgeharrison.com

Source: Capitol/EMI Music Catalog Marketing | Quoted from Abbeyrd Brief Beatles News

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