Beatles-bezogene Highlights auf der Internationalen Musikmesse
Musik - die Sprache verschiedener Stilrichtungen
Die Die Internationale Musikmesse erhob Frankfurt vom 31. März bis 3. April 2004 wieder zur Welt-Hauptstadt für Musikinstrumenten-Hersteller, Händler und Musiker. 1.470 Aussteller sowie Musiker und Bands aus dem In- und Ausland boten im Schatten der Mainhattan-Wolkenkratzer eine Mischung aus Produkt-Highlights und Musik-Events von Klassik bis Rock, von Solo-Auftritt bis Band-Gig, von Gesang bis Sampling, von Instrumental bis DJ-ing, von Konzert bis Workshop. Samstag war Publikumstag. Die übrigen Tage blieben den Fachbesuchern vorbehalten. Am letzten Messetag wurde event-mäßig noch mal gut aufgetrumpft: Eric Burdon war dar, einzelne Bandmitglieder von Uriah Heep und von Led Zepplin gaben sich die Ehre.
German BEAT! DAS Portal rund um Beatles und Beat war schwerpunktmäßig unterwegs, um Beatles-bezogene Neuheiten aufzuspüren. Bis auf zwei absolute Highlights blieben übrige Erwartungen weitgehend unbefriedigt. Wir haben mit Tony Sheridan und Chantal über zukünftige Pläne gesprochen und trafen Ulf Krüger im Dienste des "John-Lennon-Talent-Awards". Uns blieb es vergönnt, einmal den Hofner-Violin-Bass in die Hand zu nehmen. Die Gitarrenhersteller Gibson, Fender und Rickenbacher oder auch die Drumfactory Ludwig boten außer den seit Jahren bekannten Vintageprodukten keine neuen Serien an. Am Stand von PPV-Medien fiel uns das Buch "Beatles Sound" wieder einmal in die Hände und machte angesichts der vielen Musikinstrumente um uns herum klar, welche tollen "Zinken" und "Schießbuden" die Fab Four gespielt haben.
Tony Sheridan and Friends live auf der "Acoustic Stage"
Der deutsche Gitarrenhersteller Stoll präsentierte den Messebesuchern am 3. April live auf der Acoustic Stage der Halle 3 die Rock'n'Roll-Legende Tony Sheridan und seine drei Freunde von Chantal Michael Hofmann, Ralf Gauck und Ede Janson. Knapp 20 Minuten wurde Gitarrenmusik vom Allerfeinsten geboten. Die Instrumente klangen fantastisch, was beweist, daß es nicht immer nur die großen Marken sein müssen. Die Vier begeisterten die zahlreichen Zuschauer mit bekannten Krachern wie "Fever", einer Macho-Version (Originalton Tony) von "Allright Now" und "When The Saints Go Marchin' In". Zum Abschluß stand Tony allein mit seiner E-Gitarre auf der Bühne und fetzte mit einem heißen R'n'B-Instrumental.
"Tell Me If You Can" - diese zeitlose Ballade erscheint demnächst erstmals auf CD
Wir fragten nochmal nach, was es mit den Plattenaufnahmen über Ostern
aufsich hat, wie es auf Tonys Webseite www.tony-sheridan.de bereits zu lesen steht. Am Karfreitag arbeitete Sheridan mit der Gruppe Chantal in den Londoner Abbey Road Studios an einem gemeinsamen Album. Es war geplant, neben "Why" und zwei neuen Sheridan-Stücken auch
den lange Zeit in Vergessenheit geratenen McCartney/Sheridan-Titel "Tell Me If You Can" erstmals für ein Album zu produzieren. Die Sachen sollten alle live eingespielt werden. Und wer Chantal kennt, der weiß auch, daß dieses Ensemble das locker schafft.
Dies allein ist schon Sensation genug - obwohl Sir Paul selbst hatte es Tony Sheridan in die Hand versprochen, sollte er in London sein, dann würde er auf jeden Fall vorbeischauen. Mittlerweile wissen wir, daß Sir Paul über Ostern in L.A. verweilte, um seine neue Animation-DVD zu promoten. Die Sessions scheinen gut verlaufen zu sein, German Beat bleibt an der Geschichte dran.
DVD zur Konzertreihe "Chantal meets Tony Sheridan" erscheint am 15. Mai

Chantal-Nestor Michael Hofmann kündigte das Erscheinen der DVD zur Konzertreihe "Chantal meets Tony Sheridan" für den 15. Mai an. Ende Februar dieses Jahres gab die rheinland-pfälzische Musikgruppe zusammen mit dem Rock'n'Roller drei ausverkaufte Konzerte. Die Kritiker überschlugen sich. Chantal ist weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt für ihre stilvollen Interpretationen aus neun Jahrhunderten Musikgeschichte. Mit dem Programm "Beatles Strictly Instrumental" ist es ihnen sogar gelungen, sich von der Gruppe "The Beatles" als solche zu lösen. Die instrumentalen Versionen mit Flöte, Harfe, Akustikgitarren, Baß und Percussion erzeugen eine völlig neue Perspektive auf die Songs von Lennon, McCartney und Harrison. In dieser Auffassung kommt das Ensemble dem Credo Harrisons sehr nahe, der die Vollkommenheit der Melodie als oberstes Ziel der musikalischen Darbeitung gesehen hat. Daneben lassen Sheridan und seine Freunde es andererseits auch wieder richtig krachen: Rock'n'Roll pur. Wir haben stückweise in die Vorabversion der neuen DVD reinschauen und -hören dürfen - absolut gut in Szene gesetzt mit solidem Sound. Zufälligerweise bekamen wir "Skinny Minny" in der langen "Gänsehaut-Version" zu hören und den Höhepunkt - die Präsentation des Sheridan/McCartney-Titels "Tell me If You Can".
Ulf Krüger präsentiert den "John-Lennon-Talent-Award"
und "Beatles - 40 Photos"

nehmen.
© Messe Frankfurt/Sutera
Nachwuchsförderung heißt nicht automatisch Spießrutenlauf für Aspiranten, wie man angesichts der TV-Casting-Shows quotenträchtig meinen könnte. Vor mehr als 10 Jahren wurde der "John-Lennon-Talent-Award" von den Itzehoer Versicherungen mit Zustimmung von Yoko Ono ins Leben gerufen. Der Name John Lennon steht für den hohen Anspruch, es sollen innovative und kreative Acts/Bands gefunden und angemessen gefördert werden. Alle Stilrichtungen sind erlaubt, Hauptsache die Musik ist unkonventionell, originell, eigenwillig und musikalisch kreativ, kurz: Musik, die durch die Wände des Mainstreams will, die modern und neu ist, die Zukunft hat. Den Musikern/innen steht der Talent Award bei der Vermarktung zur Seite stehen und bgleitet den Übergang ins professionelle Business.
Ulf Krüger, seines Zeichens auch Intimus der Hamburger Star-Club-Szene und Beatles-Kenner, ist einer der Coachs. In einer Zusammenarbeit der Itzehoer Versicherungen mit dem "John-Lennon-Talent-Award" entstand eine Zusammenstellung von 40 Schwarz-Weiß-Bildern aus den Archiven von Ulf Krüger. So hautnah sind die Fab Four nur äußerst selten abgelichtet. Krüger zeigt Fotos von Günter Zint, der die Beatles auf ihrer Bravo-Blitztournee begleitete. Zwei Jahre zuvor nutzen Astrid Kirchher und Friedhelm von Estorff die Chance, die Fab Four während der Dreharbeiten zu "A Hard Day's Night" mit der Fotokamera zu begleiten. Von Peter Brüchmann gibt es die berühmten Fotos aus dem Halbdunkel des Top-Ten zusehen. Und ... drei Bilder zeigen die Beatles in ihrer endgültigen Besetzung mit Ringo am Schlagzeug Ende 1962 im Star-Club. Dies dürften die einzigen Fotos dieser Art sein. Der Fotograf Danny Wall, Gitarrist aus Berlin, spielte zu der Zeit selbst in dem Hamburger Beatschuppen und entdeckte die Bilder erst wieder vor einigen Jahren.
Die 40 mit Passepartout versehenen Fotos befinden sich in 70 mal 80 cm großen Metallrahmen. Allesamt handelt es sich bei den Exponaten um brilliante Abzüge, die an Schärfe und Detailgenauigkeit zum Teil nicht zu übertreffen sind. Mietbedingungen für diese Wanderausstellung können bei Ulf Krüger oder dem "John-Lennon-Talent-Award" nachgefragt werden.
Otto Waalkes - ein leidenschaftlicher Beatles-Fan
Otto Waalkes war als Gaststar auf dem Messestand des "John-Lennon-Talent-Awards" angesagt. Wir haben ihn leider für ein interview nicht mehr erwischt. Trotzdem wir wissen: Otto Waalkes ist ein leidenschaftlicher Beatles-Fan. Kein Wunder, entspringt er doch der ersten Fangeneration und seine Showeinlagen beweisen, daß er obendrein ein wahrlich begeisternder Musiker ist. Die Liverpooler Band wie auch der Friesenjung verdienten sich ihre ersten Sporen in Hamburg. Nur als Otto die Bühne Anfang der siebziger Jahre betrat, gehörten die Fab Four bereits der Vergangenheit an. Multitalent Waalkes hält sich in Sachen John, Paul, George und Ringo (und alles, was dazu gehört) immer auf dem Laufenden und schaut, was es Neues gibt.
Wie man auf dem nebenstehenden Foto sieht, inspirierten die Mini-Gig-Instrumente den berühmtesten Ostfriesen dazu, auf dem Küchentisch eines Freundes das komplette Beatles-Konzert-Set-up aufzubauen ... "One, two, three, four, she was just seventeen, you know, what I mean ...". Der Liebe zur Beatmusik und ihren vielen Protagonisten ist Otto seit je her treu geblieben.
Diese Leidenschaft ließ ihn auch auf eine Aktion zugunsten der amerikanischen Lakota-Indianer aufmerksam werden, die Klaus Voormann und seine Frau Christina ins Leben gerufen haben. Das Projekt heißt Lakota Village Fund. Völlige Armut, extrem hohe Krankstände oder auch Drogensucht haben das einst stolze Indianervolk aus Süd Dakota (USA) mürbe gemacht. Das Projekt hilft den Menschen in diesem Landstrich wieder auf die Beine und bietet ihnen eine Perspektive, in dem es einzelne Entwicklungsvorhaben finanziert und beim Vertrieb der Produkte unterstützt.
Für diese Stiftung rückte Otto einen Stoß seiner Ottifanten-Bilder aus der Reihe "Von der Reeperbahn bis Abbey Road" heraus. Diesen Kunstdrucken sagt man nach, die Beatles hätten daraus die Inspiration für ihr berühmtes Zebrastreifen-Cover gezogen - na, ja ... ?! Ein Beweis für diese abenteuerliche These könnte natürlich sein, daß Sir Paul persönlich ebenfalls im Besitz der limitierten Kunstdrucke ist. Das nebenstehende Foto zeigt den Ex-Beatle zusammen mit Otto übrigens nicht bei der Übergabe der Ottifanten-Bilder sondern anläßlich der Verleihung des "World Art Awards 2001" am 3. November 2001 in Wien. Der Comedian hielt die Laudatio auf den Preisträger Sir Paul.





