German BEAT! buntes magazin
März 2006
YES
Frankfurt/Main (gbip/15.03.2006) - Im vergangenen bunten magazin erklärten wir Solidarität zu dem Wort des Monats. Unser neuer Begriff ist eine wichtige Voraussetzung für das Zustandekommen von Nächstenliebe, Compassion oder eben Solidarität - nämlich die Bereitschaft von Mehreren zu einer Übereinkunft - oder schlichter gesagt zu einem "Ja". Wikipedia definiert es als "ein Basiswort", das in fast allen Sprachen vorkommt, es ist kurz und prägnant und "unterscheidet sich meist deutlich von Nein". Wir kennen dieses Zauberwort im Deutschen, wie im Niederländischen, Norwegischen, Dänischen und Schwedischen als "Ja", im Französischen als "Oui", im Italienischen und Spanischen als "Si", im Russischen als "Da" oder im Japanischen als "Hai" ... und im Englischen natürlich als "Yes".
John Dunbar, einer der schillernden Schlüsselfiguren der Londoner Kunstszene, lud John Lennon 1966 zu der geplanten Ausstellung "Unvollendete Bilder und Objekte" in die Indica Galerie ein. Die Veranstaltung zeigte Arbeiten der japanischen Künstlerin Yoko Ono. John ließ sich dabei von einem 200 Pfund teuren Apfel und einer Karte mit der Aufschrift "Breathe" (engl.: "Atme") inspirieren. Doch was ihn an jenem Tage am meisten faszinierte war die Installation "Ceiling Painting (Yes Painting)". Da stand eine weiße Leiter mitten im Raum, über die man ein an der Decke befestigtes Bild erreichte. Daneben hängte eine Lupe herunter. Lennon stieg also auf die Leiter, nahm die Lupe in die Hand und las das in winzigen Lettern geschriebene Wort "Yes" (engl.: "Ja"). Lennon fühlte sich erleichtert. "Da stand kein nein oder verpiss dich oder so was, sondern einfach ja."
In ihrem Buch "Imagine Yoko" schreibt die Künstlerin zu dieser Arbeit: "Der einzige Klang, der für mich existiert, ist der Klang der Gedanken. Meine Arbeiten sind nur dafür da, die Musik der Gedanken den Leuten näher zu bringen ... Es ist unmöglich den Zeitumfang eines Gedankens mit einer Stoppuhr oder einem Metronom zu steuern. In der Gedankenwelt prägen sich Sachen aus und überdauern die Zeit."
"Yes" klingt positiv, verbindlich und schließt die Künstlerin wie auch den Betrachter mit ein - ein wichtiges Element von Onos Kunstansatz. Dieses "Commitment", also jene Bereitschaft sich bei ihren Werkschauen auf etwas einzulassen, ist ihr wichtig. Und so ganz nebenbei vermittelt sie so ihre ganz eigene Lebensphilosophie.
Das geht auch auf Yokos Herkunft zurück. Der asiatische Raum ist durch die Lehren des Konfuzius geprägt. Respekt und Bescheidenheit gelten als ein hohes Gebot. Ihrem Gegenüber begegnen Asianten mit hoher Achtung. Jemanden, der um etwas bittet, mit einem Nein zu begegnen, ist unverzeihlich und äußerst unangenehm für beide Seiten. Wünsche und Forderungen des Gegenübers müssten sehr ernst genommen und dürften erst einmal nicht abgelehnt werden.
Ob die Prog-Rocker von der englischen Grupoe Yes anno 1968 Ähnliches bei der Auswahl ihres Bandnamens im Sinne hatten, ist nicht überliefert. Aber irgendwie müssen wir die thematische Kurve meistern. Die Fans dieser Gruppe werden mit "Ja, endlich!" jubeln, denn Ende März kommt der alte preisgekrönte Konzertfilm "YES 9012Live" aus dem Jahre 1985 in die Läden. Groovige Rhythmen der 80er-Jahre mit Musikladen-ähnlichen Videoschnittiraden garniert, finden sicher auch bei Retrofans Anklang.
Entsprechend unserem Wort des Monats haben wir auch unsere Top-DVD-Vorstellung diesem Motto gewidmet:

Wir sagen "Ja" zu den weiteren Vorstellungen in diesem bunten magazin:
- Nicht mehr ganz Neues für den DVD-Spieler: Icestorm veröffentlicht DVD "Rock Milestones: The Beatles' Meet The Beatles" als kritische Würdigung des ersten amerikanischen Fab-Four-Albums
- Zukünftiges aus Hamburg: Der Sonderausstellung "Hamburg Sound" gehen CD- und Buchveröffentlichung voraus
- Bezauberndes aus Indien: Anoushka veröffentlicht ihre zwei letzten Alben
- Frisches fürs Bücherregal: Buchhandel lockt mit frischem mehr oder weniger beatlesbezogenem Lesestoff
- Aktuelles aus Glauchau: Sgt. Peppers Club ist zukünftig nicht mehr "gemein" aber weiterhin "nützig"
- ... und aus Siegen: Beatles-Stammtisch tagte zum 25. Mal - Coverband "Lucy in the Sky" wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt
Yes: "9012 Live" [DVD/VÖ: 24. März 2006]

© Warner Vision 2006
Frankfurt/Main (gbip/17.02.2006) - Mit Filmen wie "Sex, Lügen und Video", "Erin Brockovich" oder "Ocean's Eleven" gilt Steven Soderbergh als einer innovativsten Regisseure seiner Alterklasse 40-plus-X. Aber angefangen hat der Knabe mit Musikkurzfilmen. Das gut in Szene gesetzte Documentary "Access All Areas" gefiel der Band so gut, dass sie bei Soderbergh einen Konzertfilm in Auftrag gaben. "9012 Live" heißt das Livedokument, für das der Regisseur mit einer Grammynominierung bedacht wurde. Yes war seinerzeit wieder einmal eine vielbeachtete Gruppe, die aus ihrem damals letzten Studioalbum den Superhit "Owner Of The Lonely Heart" erfolgreich ausgekoppelt haben.
Für den Dreh spielten Yes 1984 im Northland Colliseum in Edmonton/Kanada. Dort hatten sie elf Jahre zuvor ihren ersten großen Livererfolg auf dem amerikanischen Kontinent gefeiert. Dazwischen lagen jedoch Jahre der Metamophose: Von der Experimentellen Musik wandten sie sich zum Mainstream. Sowieso ist die Bangeschichte eine Geschichte häufiger Wechsel des Line-Ups und der führenden Köpfe. 1986 stießen zum harten Kern um Jon Anderson (voc), Chris Suqire (b, voc) und Alan White (dr) der Keyboarder Tony Kaye sowie Komponist und neuer musikalischer Nestor Trevor Rabin (ebenfalls g, voc). Wenngleich die Korifäen Steve Howe und Rick Wakemann fehlten, so präsentierte sich Yes in Bestform. Die jüngsten Hits mischten sich mit opulenten Klassikern wie "Starship Trooper" von 1971. Optisch präsentierten sich die Jungs - in Ballonseide gehüllt und mit Vokuhila-Frisuren - im typischen Eighties-Style einem ergebenen Yes-Publikum.
Die DVD ist konzeptionell eine runde Sache: Neben dem Konzertfilm befinden sich auch die Doku "Access All Areas" sowie 30 Minuten Interviews mit allen Bandmitgliedern und die Bonusaufnahme des Songs "Roundabout" auf der DVD. "Die filmische Umsetzung des Konzerts erinnert ein wenig an den Musikladen im ARD-Fernsehen", so German BEAT!-Herausgeber. "Was bleibt ist ein nostaligischer Eindruck von diesem Gig." Als besonderes Feature kann man deshalb den Director's Cut des Konzertfilm betrachten. Mit identischer Tonspur, aber ohne den "prähistorischen Videoschnickschnack", wodurch die Atmosphäre im Saal sowie die Spielfreude der Band deutlicher herausgestrichen wird. "9012 Live" ist zwar meilenweit von Yes' Prog-Rockanfängen entfernt. Die Opulenz früherer Stücke ist radioformatigen Songs gewichen.
Erstmals gibt es dieses Material auf DVD. Die Tonqualität ist nicht bahnbrechend aber gut, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Originalbänder zu diesem Konzertfilm nicht mehr auffindbar waren, so ist den Toningenieuren mit Zweitmaterial eine dennoch exzellente "Klangrettungsaktion" gelungen. "Yes dokumentieren mit '9012 Live' nicht nur eine für sie wichtige und nicht minder spannende Schaffensperiode sondern auch ein Stück lebendigen Soundtrack der 80er Jahre", reüssiert German BEAT!-le Sven.
Unsere Anspieltipps sind:
"Cinema", "Hold On", "Owner Of The Lonely Heart" und das über 20 Minuten lange "Starship Trooper".
Trackliste:
Konzertfilm (ca. 67 Minuten)
Introduction, Cinema, leave It, Hold On, I've Seen All Good People, Cahnges, Owner Of The Lonely Heart, It Can Happen, City Of Love, Starship Trooper
Extras: Director's Cut (No Visual Effects), Interviews mit Bandmitgliedern, "All Access Areas" (Documentary by Steven Soderbergh) und Bonustrack "Roundabout"
Technische Angaben:
Bestellnummer: 50 51011 1865-2 3
Box: Amaray
Label: Warner Music
Genre: Konzertfilm, Extras, Interviews
VÖ: 24.03.06
Länge: cirka 130 Minuten
FSK: o. A.
Sprachen: Englisch / Untertitel bei Dialogen: Englisch, Frazösisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Japanisch
Tonformat: Dolby Digital 5.1 & Dolby Digital Stereo / Dokumentation und Interviews nur in Stereo
Bildformat: 4 : 3
Disc-Type: DVD-9
Länder-Code: NTSC 2 - 5
Rock Milestones: The Beatles' Meet The Beatles
[DVD/VÖ: 23. November 2005]

© Icestorm 2005
Frankfurt/Main (gbip/16.03.2006) - Die DVD-Reihe "Rock Milestones" aus dem Hause Iestorm sieht sich laut "Klappentext" als ein unabhängiger Kritiker über die bedeutensten Albumveröffentlichungen der Rockgeschichte. Archivaufnahmen der Künstler sowie Kommentare von Musikschaffenden, Produzenten und Rockjournalisten vereinigen sich einer filmischen Rezension. Die Serie umfasst Werke wie, The Ramones "Pleasant Dreams", Deep Purples "Made In Japan", Black Sabbaths "Paranoid", Led Zepplins "IV" oder auch Rolling Stones' "Get Yer Ya Ya's Out". Sie ist auf der einer Seiten nicht authorisiert von den Künstlern, das soll jedoch die Unabhängigkeit der Rezensenten einmal mehr unterstreichen, so dass "der Zuschauer sicher sein kann, dass es sich bei den Dokumentation um keine simplen Hommagen handelt, sondern um aufrichtige, detaillierte und kritische Analysen". Abseits der großen "Beatles- und Beatles-Related-Veröffentlichungen" des letzten Jahres erschien im November dann die DVD mit dem Titel "Rock Milestones: The Beatles' Meet The Beatles".
Die DVD enthält Liveaufnahmen, wie beispielsweise "All My Lovin'", "Till There Was You", "She Loves You", "I Saw Her Standing There", "I Wanna Hold Your Hand", "This Boy", "From Me To You", aus den berühmten Ed-Sullivan-Shows. Sie bilden den musikalischen und auch optischen Background für eine kurzweilige Rezension des Albums, mit dem die Beatles sich in Amerika erstmalig vorstellten. Bis Ende 1963 hatten die vier Liverpooler bereits Europa erobert. Nun stand Amerika auf dem "Schlachtplan". Die amerikanische Plattenfirma Capitol Records versprach Manager Brian Epstein, man werde 1964 zum "Jahr der Beatles" machen. Und sie versprachen nicht zuviel. Nach dem bahnbrechenden Auftritt in der Ed-Sullivan-Show begann ihr Siegeszug über Amerika. Nun hatten es britische Künstler dortzulande nicht einfach, Fuß zu fassen. Zu offensichtlich war die Amerikanisierung der englischen Musikszene - da blieben die Fans in den Staaten dann doch lieber ihren heimischen Originalen treu. Doch die Beatles leiteten vor allem mit ihrem eigenkomponierten Repertoire eine Trendwende ein. Das war für die Amis neu und frisch zugleich. Und genau diese Strategie lag der Zusammenstellung des ersten amerikanischen Beatlesalbums "Meet The Beatles" zugrunde. Während der britische Pendant "With The Beatles" stark von den Coverversionen akzentiert war, sollte "Meet ..." die Gruppe als Weltklassesongwriter in Amerika vorstellen.
Die Kommentatoren - offensichtlich gestandene Profis im Musikbusiness - loben das Potential der Beatles. Die Gruppe oder jemand aus dem "Inner Circle" kommen nicht zu Wort. Die Rezension des Albums geht vereinzelnd bis in die Akkordstrukturen eines "Please Please Me" hinein. Die Kritiker betonen noch mal die Kraft des Albums "Meet The Beatles", das die Beatles irgendwie auch zu einem amerikanischen Phänomen werden ließ. Die Platte erreichte Platz 1 der Billboard Charts und im April 1964 gelang es der Gruppe die Top-5 der Singlehitparade zu besetzen. Das "Hickhack" um das vermeintliche erste Album der Beatles - dem Pendant zu "Please Please Me" - sowie um die Single "She Loves You" wird ebenfalls thematisiert.
Das Ganze gibt es in den Tonformaten Dolby Digital Stereo, 5.1 und DTS Surround. Fairerweise muss man betonen, dass die Musikaufnahmen von Monoqualität sind. Die Spieldauer beträgt rund 52 Minuten. Originalsprache ist englisch, Untertitel gibt es in Französisch, deutsch und spanisch. Als Bonus hält die DVD eine spärliche Fotogalerie aus allen Schaffensperioden der Beatles vor. EAN Code: 82388001929.
Im Fazit bleibt festzuhalten, die DVD enthüllt nichts Neues, das Filmmaterial dürfte bekannt sein. Die Livedarbietungen der Beatles werden leider durch eingeschnittene Kommentarbeiträge auseinander gerissen oder überblendet. German BEAT!-Herausgeber Sven meint: "Hätte ich dieses Feature im Fernsehen gesehen, hätte ich gesagt: 'Klasse, veritable Doku, kurzweilig, tolle Einschnitte aus den Ed-Sullivan-Shows'. Als Kaufproduktion fällt es mit 52 Minuten natürlich mager aus. Empfehlung für alle Hardcorefans und Geschenktipp für jemanden, der sonst schon 'Alles' hat."
Hamburg Sound/Beatles, Beat & Grosse Freiheit
[CD und Buchveröffentlichung]

© Bear Family 2006
Frankfurt/Main (gbip/17.03.2006) - Die Sonderausstellung "Hamburg Sound" in der Hansestadt (German BEAT! berichtet darüber) wirft ihre Schatten zweifach voraus. Die Oldieschmiede Bear Family hat/soll/wird (Anm. der Redaktion: Wir erhielten noch keine Antwort hierzu) eine - dem Line-Up nach - eindrucksvolle Kompilation veröffentlicht. Alles Songs von Interpreten, welche die Hamburger Szene Anfang der Sechziger Jahre ein wenig mitbestimmt haben. Ulf Krüger, Beatexperte aus Hamburg, soll für das Projekt verantwortlich zeichnen.
Trackliste der CD
1. SHERIDAN, Tony & BEAT BROS : My Bonnie
2. BEATLES : Ain't She Sweet
3. VINCENT, Gene : Be Bop A Lula
4. GERRY & THE PACEMAKERS : Ferry Across The Mersey
5. KING SIZE TAYLOR & DOMINOES : Stupidity
6. HALEY, Bill & HIS COMETS : See You Later Alligator
7. BENNETT, Cliff & REBEL ROUSERS : One Way Love
8. SCREAMING LORD SUTCH : Til The Following Night
9. KIDD, Johnny & THE PIRATES : Shakin' All Over
10. BERRY, Chuck : Roll Over Beethoven
11. SEARCHERS : Sweets For My Sweet
12. TORNADOS : Telstar
13. ROADRUNNERS : You'd Better Move On
14. DEE, Joey & STARLIGHTERS : Ya Ya Twist
15. CURTIS, Lee & ALL STARS : Ecstasy
16. DOMINO, Fats : Sick And Tired
17. EVERLY BROS : Bird Dog
18. IAN & THE ZODIACS : Ride Your Pony
19. ROE, Tommy : Sheila
20. LIVERBIRDS : He's About A Mover
21. LEWIS, Jerry L. & NASHVILLE T. : Great Balls Of Fire
22. PRETTY THINGS : Cry To Me
23. RATTLES : Come On And Sing
24. REMO FOUR : Peter Gun
25. SAM THE SHAM & PHARAOS : Woolly Bully
26. SMALL FACES : Sha-La-La-La-Lee
27. EQUALS : Baby Come Back
28. WALKER BROS : The Sun Ain't Gonna Shine Anymore
29. GUN : Race With The Devil
30. CREAM : I Feel Free

Zusammen mit Hamburgmuseums-Kurator Ortwin Pelc will Ulf Krüger offenbar über den auf Hamburg spezialiserten Verlag Ellert & Richter im Mai den Ausstellungsband "Beatles Beat Große Freiheit" auf den Markt bringen. Weit mehr als das Buchcover ist von dem Vorhaben derzeit nicht bekannt.
Weitere Informationen
- Bear Family: Produktseite zur CD "Hamburg Sound/Beatles,Beat & Grosse Freiheit"
- Amazon: Infos zum Buch "Beatles Beat und Grosse Freiheit
- German BEAT!: Informationen zur Ausstellung "Hamburg Sound"
Apropo Hamburg Sound: German BEAT! berichtete über das Buch von Horst Fascher "Let the good times roll" sowie über seine Mitwirkung bei der SWR1-Rheinland-Pfalz-Radiosendung "Leute". Wenige Tage danach - am 13.03.2006 - war der Hamburger dann zu Gast bei der Radiosendung "Leute" des SWR1-Baden-Württemberg. Das Interview kann als Podcast im Internet heruntergeladen werden.
Anoushka Shankar: "Rise" und "Live At The Carnegie Hall"
[CD/VÖ: 24. März 2006]
Frankfurt am Main (gbip/17.03.2006) - Die German BEAT!-Redaktion ist begeistert: Neben Yoko Ono entzückt uns diesen Monat eine weitere Asiatin: Anoushka Shankar. Die veröffentlicht hierzulande nächste Woche zwei neue CD-Alben: "Rise" und "Live At The Carnegie Hall". Seit drei Wochen befinden sich die beiden Neuveröffentlichungen bei German BEAT! in der Rotation. Während die junge Sitarspielerin mit dem Livealbum auf den kompositorischen Spuren ihres berühmten Vaters Ravi wandelt, entfaltet sie mit ihrem jüngsten Studioalbum "Rise" ihr volles Potential. "Die Kompositionen sind klassisch traditionell, die Instrumentierung, dominiert durch Sitar, Keyboard und Piano, lassen die Musik äusserst modern und spirituell zugleich erklingen", so Herausgeber Sven. "Rise" erscheint am 24. März erstmals im deutschsprachigen Raum bei EMI Classics/Angel Records, nachdem es in weiten Teilen der übrigen Welt bereits seit letztem Herbst auf dem Markt sind. "Live At The Carnegie Hall" ist bereits seit 2001 in Österreich und der Schweiz erhältlich. In Deutschland kommt das Album ebenfalls am 24. März heraus.
Rise

© EMI Classics 2006
Sie wollte sich ursprünglich eine Auszeit vom Tourbetrieb gönnen und fand aber dann doch schnell zurück zur Musik. Ein Freund überließ ihr für einige Monate sein Studio. "Auf meinen bisherigen Soloalben spielte ich vornehmliche die Stücke meines Vaters und natürlich waren das alles Direkteinspielungen. An diesem Album sind eine ganze Ruhe von unterschiedlichen Musikern beteiligt. Was aber noch viel wichtiger ist, das sind alles meine Kompositionen. Im Unterschied zu früher ließen wir viele Songs auch erst in einem kreativen Prozess entstehen. Auch haben wir - was typisch ist für die indische Musik - natürlich sehr den Friedensaspekt hervorgehoben. Doch dieses Mal legten wir den Schwerpunkt auf mystische Elemente und auf eine Gefühlstiefe, was sehr schön für mich war", erzählt Anoushka.
"Rise" läßt sich anordnen zwischen Okzident und Orient sowie zwischen Nord und Süd. Anoushka Shankar gelingt die Überleitung von der indischen zur Weltmusik. Afrikanische und südamerikanische Elemente fließen ein. Dabei legt die Künstlerin auch gerne einmal die Sitar beiseite, um sich von den Klangfarben ihrer Partner inspirieren zu lassen - unter anderem vom Pianisten Ricardo Miño, dem Flötisten Petro Eustache oder Mohan Bhatt, dem Gitarristen und Weggefährten ihres Vaters.
Dass - der Definition nach - klassische Musik so schön und bezaubernd klingen kann, beweisen unsere Anspieltipps: "Prayer In Passing", "Solea" und "Beloved". "Rise" ist "ganz großes Kino" für die Ohren und Gefühle. Es ist ein junges, frisches Album - aber ein auch ein Beweis dafür, dass modernes indisches Repertoire nicht mit dem auf orientalisch getrimmten Popformat à la Bollywood gleichzusetzen ist.
Trackliste: 1. Prayer In Passing, 2. Red Sun, 3. Mahadeva, 4. Naked, 5. Solea, 6. Beloved, 7. Sinsiter Grains, 8. Voice Of The Moon, 9. Ancient Love, 10. Beloved (Thievery, Remixed Bonus Track), 11. Naked (Karsh Kale, Remixed Bonus Track)
Live At The Carnegie Hall (2001)

© EMI Classics 2006
Viele Beatlesfans werden Anoushka Shankar vermutlich erstmals beim legendären "Concert For George" gesehen und natürlich gehört haben. Das Publikum war begeistert. Sie verlieh den Kompositionen ihres Vaters ihren jugendlichen Elan und die Virtuosität gleichermaßen. Anoushka widmete sich zuletzt mit dem Konzertmitschnitt "Live At The Carnegie Hall" diesem großen Erbe. Die Aufnahmen entstanden bereits 2001 und stellen die Traditionalisten der indischen Musik sicher mehr als zufrieden. Bestimmendes Instrument ist die Sitar gemeinhin in der Begleitung von Tabla (Schlaginstrument) und Tambura (eine Art Mandoline).
Die klassische Musik eines Ravi Shankar begründet ihre Wurzeln in einer jahrhundertelange Tradition. Und dennoch hat ihre Bedeutung für die Pop- und Rockmusik zum Einen und für die Weltmusik im Besonderen nicht abgenommen. Umso bedeutsamer, dass diese Tradition an die nachfolgende Generation übergeht. Shankar jr. ist zudem eine angenehme Botschafterin dieser indischen Musik. Außerdem steht sie dem Senior in puncto Virtuosität im Nichts nach. Somit wäre dieses Erbe gerettet. Mit "Rise" beweist die Künstlerin zu dem ihr kompositorisches Talent gepaart mit dem nötigen Fingerspitzengefühl für die strategische Weiterentwicklung dieses Musikgenres.
"Interessant sind die musikalischen und rhythmischen Dialoge der Sitar mit ihren Begleitinstrumenten", so "Indian BEAT*** Fan" Sven. "Traditionalisten hierzulande werden von 'Live In The Carnegie Hall' begeistert sein. Schließlich war es jene Stilausprägung, die Leute wie die Beatles darauf aufmerksam werden ließen." Besonders George Harrison hat sich sehr stark mit der indischen Religion und Kultur indentifiziert und war zeitlebens begeistert von dem melodiösen Spektrum dieser Musik. Letzteres erleichert vielen Hörern den Zugang, nämlich sich der Eleganz und besonderen Rhythmik hingeben zu können, ohne die traditionellen Wurzeln unbedingt verstehen zu müssen. Unser Anspieltipp ist das "Bhupali Tabla Duet".
Trackliste: 1. Introduction, 2. Raga Madhuvanti: Alap, 2. Raga Madhuvanti: Gat in Rupak (7-beat), 4. Raga Desh, 5. Bhupali Tabla Duet, 6. Raga Msihra Piloo (recorded live in Salisbury, England)
Weitere Informationen
- EMI Classics: Offizielle Deutsche Anoushka-Shankar-Webseite mit Electronic-Press-Kit zum neuen Album "Rise" (unbedingt ansehen)
- Internationale Künstlerwebseite
Übrigens ...
... Anoushka Shankar kommt im Sommer nach Deutschland. Sie soll am 14. Juli 2006 anläßlich der Kulturfeste im Land Brandenburg ein Openairkonzert im Schlosspark Neuhardenberg geben. Sie und ihre musikalischen Freunde planen dort mit ihrem Programm "Rise" aufzutreten. Weitere Details zu dieser Veranstaltung siehe [hier].
Inspired by The Beatles - Neue Literatur
Frankfurt/Main (gbip/17.03.2006) - Vor knapp 36 Jahren löste sich die bis heute erfolgreichste Popgruppe der Welt - The Beatles - auf. Damit endete eine Ära, die die gesamte Musikwelt innerhalb von zehn Jahren auf den Kopf gestellt hat und neue Regeln für die Vermarktung von Rock und Pop aufgestellt hat. Epigonen verschiedenster Stilrichtungen nennen die vier Liverpooler stets als ihre Vorbilder. Die Beatles als Quelle unendlicher Inspiration finden zunehmend auch in der Literatur Einzug. Kürzlich landeten drei neue Bücher auf unserem Redaktionsschreibtisch. Bevor wir diese in den kommenden Wochen noch intensiv besprechen, stellen wir sie Ihnen in dieser Ausgabe kurz vor.

Roberto Cotroneo: Frag mich, wer die Beatles sind.
Im August 2004 erschien Peter Smiths "Sam, die Beatles und ich - Wie ich das Herz meines Sohnes gewann". Diese von subtiler Beeinflussung des Kindes getriebene Erzählung war seinerzeit wenig überzeugend. Ganz anders geht offenbar Roberto Cotroneo mit der Materie um. Klänge, die wir lieben sind unauslöslich mit unserem Selbst verbunden. Der Auto nähert sich dem Phänomen der Musik, in dem er in Form eines Briefes an seinen Sohn von Mozart erzählt und von Jimi Hendrix, von Chopin oder von Keith Jarrett. Er beschreibt, wie John Lennons "Imagine" von einer Schulklasse aufgeführt wird. Die vielen kleinen Geschichten sollen deutlich machen, wie bestimmte Musikerlebnisse prägend für unser ganzes Leben sein können. Cotroneo erzählt vom Musikhören und vom Musizieren, von Komponisten, Interpreten und von uns.
Roberto Cotroneo wurde 1961 in Norditalien geboren. Er studierte Philosophie und Klavier. Er gtehört mit seinem Romanerstling "Die verlorene Partitur" zu den wichtigsten literarischen Stimmen Italiens. Sein Buch "Frag mich, wer die Beatles sind" erschien kürzlich im Insel-Verlag.

Heike Ellermann: Help!
In die gleiche Kerbe wie Cotroneo schlägt Heike Ellermann. Sie erzählt in ihrem neuen Bilderbuch von Julians Opa, der die alte Schallplattenhülle zu dem Help!-Album der Beatles auf dem Bücherregal seines Enkels entdeckt. Natürlich möchte der Opa wissen, wo sie herkommt. Julian erzählt die Geschichte von dem Baumhaus, das er mit seinem Freund Mats entdeckt hat, und von der umgestützten Leiter, und wie sie nachts im Baumhaus gefangen waren, und wie das Help!-Cover ihnen geholfen hat, von den Eltern gefunden zu werden.
Opa verbindet mit der Beatles-Schallplattenhülle Erinnerungen an seine Jugend. Er erzählt wie es damals war, als die Beatles nach Deutschland kamen und er sie auf einem Konzert live erlebt hat. Sensationell war das, die Pilzköpfe in Deutschland, und Opas Zimmer voller Plakate der Fab Four. Heike Ellermann erzählt zwei Erlebnisse und gleichzeitig zwei Erlebniswelten, die in diesem Kinderbuch zu einer Geschichte verwoben sind. Am Ende des buches werden die Beatles mit einer kurzen Bandgeschichte vorgestellt und es werden Weblinks zum Weiterforschen aufgeführt.
Heike Ellermann, geboren 1945 in Kolmar/Warthe, war nach ihrem Studium als Pädagogin im Schuldienst und in der Erwachsenenbildung tätig. Seit 1982 ist sie freischaffende Malerin, Autorin und Illustratorin. Sie lebt in Oldenburg (Deutschland) und im Languedoc (Frankreich). Ihr Werk "Help!" ist ein Bilderbuch ab 5 Jahren ohne Altersbegrenzung. Es erschien im Januar dieses Jahres im Lappan-Verlag.

Stefan Pürner: Geklont
Wer bin ich? Eigentlich eine ganz einfache Frage, die der Nürnberger Autor Stefan Pürner in seinem Kurzgeschichtenband stellt. Aber er gewinnt ihr neue und ganz ungewohnte Seiten ab. Denn seine Geschichten spielen in der nicht allzu fernen Zukunft und kreisen alle um die psychologischen Folge einer Technologie: Das Klonen. Wer bin ich? Für einen Klon eine ganz entscheidende Frage. Wie empfindet man als Leser für einen Klon, der für das Recht in Anspruch nimmt, sein genetisches Original zu töten, weil er sich nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, kein Original zu sein? Ist ein Klon erbberechtigt? Was ist, wenn es die Frau, die sie lieben, mehrmals gibt? Wen lieben sie dann? Pürner greift offenbar nicht auf utopische Genren zurück. Er ist sich sicher, dass es "auch in der Welt von Morgen ... Nürnberger Biergärten geben [wird], in denen sich die Menschen vergnügen. Die Frage ist nur: Welche Menschen?"
Am Rande soll sich dabei auch ein Link zu den Beatles auftun. An der Geschichte "Santana-Festplatte" dürften, so Pürner, "Beatlesfans ihren Spaß haben, da es darum geht, wie George Harrison sich weigert, posthum für Zwecke der Plattenindustrie ausgebeutet zu werden". Pürner nimmt außerdem Bezug auf tatsächliche Projekte einer Rekonstruktion "imaginärer Beatlesalben" wie "Back Pack" oder "Rubber Soul Project".
Stefan Pürner wurde 1960 in Nürnberg (Deutschland) geboren, studierte Jura und arbeitet als Rechtsanwalt und Autor. Er hat eine Vorliebe für Science Fiction, Rockmusik und Juristisches. "Geklont" erschien am 15. März 2006 im Celero-Verlag.
Sagen Sie später nicht, Sie hätten von alle dem nichts gewußt
- Hier geht's zu unserer aktuellen Rezension von "Geklont": "Erfrischend und erschreckend zugleich gelingt es dem Autor nachvollziehbare Zukunftsvisionen und ihre möglichen Konsequenzen plausibel zu hinterfragen. Die unterhaltsame wie abwechslungsreiche Erzählweise steht dazu in keinem Widerspruch"
Aktuelles aus dem BEAT ARCHIV Glauchau

© Edmund Thielow 2006
Frankfurt/Main (gbip/11.03.2006) - Der Beatlesfanclub "Sgt.peppers club e.V." gibt seinen Vereinsstatus zurück. In den 80er Jahren trafen sich die Fans am Stammtisch oder bei Privatpersonen bis Edmund Thielow die Interessengemeinschaft "IG Beatles" im Kulturbund der DDR gründete. Mit dem Zerfall des Staates löste sich auch die IG auf. Edmund Thielow gründete dann im August 1992 mit einigen Fans den Verein "Sgt. peppers club e.V.". Mit dem Eintrag ins Vereinsregister erhielten die "Peppers" auch ihre Gemeinnützigkeit. Der Gründung habe man Taten folgen lassen: cirka 200 Stammtischtreffen fanden statt und etliche Reisen und internationale Treffen wurden oragnisiert. Thielow ist sich sicher: "Ich denke sie können auch stolz sein, denn ich kenne keinen Verein, der das Gleiche vorweisen kann." Ende August dieses Jahres soll der Verein aufgelöst werden. Doch das Engagement Einzelner steht dann weiter im Dienste der Fab Four. "Wir werden dann wieder ein ganz normaler Beatles - Fanclub unter unserem Namen 'Sgt.peppers club' sein", so Edmund Thielow.
Von der Januar 2006 in Österreich erschienenen BEAT-ARCHIV-Briefmarke, die weltweit nur eine Auflage von 100 Exemplaren mit einem gültigen Postwert von 55 Cent hat, wird es für Sammler am 3. Juni 2006 beim Beatlesfestival im Hof des Schlosses Hinterglauchau um 15:45 Uhr die Möglichkeit einer Ersteigerung einer Briefmarke geben. Auf der Briefmarke sind die drei Tony-Sheridan-Fanhefte von Edmund Thielow und seine zwei Produktionen "One Minute Silence - In Memory of John Lennon" und "Historical Moments - Rod Davis & Tony Sheridan" zu sehen.
Wer mehr über "Meine.Marke, die inviduelle Briefmarke der Österreichischen Post" und natürlich über das beatlesfestival am 3. Juni in Glauchau erfahren möchte: Im letzten bunten magazin haben wir darüber berichtet.
Linktipps: BEAT ARCHIV Glauchau | Beatlesfanclub "Sgt.peppers club e.V."
Beatles-Stammtisch ehrt "Lucy In The Sky"!
Über 40 Beatles Fans beim 25. Jubiläumstreffen!

© Siegener-Beatles-Stammtisch 2006
Siegen (ots/4. März 2006) - Die Gaststätte Harr in Siegens Oberstadt platzte aus allen Nähten. Über 40 Beatles-Freunde, darunter auch Mitglieder des "Lucy In The Sky"-Fanclubs, feierten gestern Abend das 25. Treffen des Siegener Beatles-Stammtischs unter dem Motto "Pilzkopf-Jubiläum". Die weiteste Anreise hatten dabei Fans aus Sachsen-Anhalt, München und Münster.
Nach der Begrüßung gab Harold Krämer einen Rückblick auf 5 Jahre Stammtisch. Als Highlights bezeichnete er den "1. Siegener Beatles-Tag" im Juni 2002, die mehrtägige "Magical Mystery Tour" nach Liverpool im April 2002 und den Besuch verschiedener Beatles-Festivals.
Es folgte Michael Neuser mit Infos zum Thema: "Neues aus der Beatleszene", d.h., über alles das, worüber der richtige Beatles-Fan informiert sein muss.
In dem "Anthology-Buch" der Beatles hatte der Verlag versehentlich einige Zeilen von John Lennon auf der letzten Seite nicht gedruckt. Erich Neugebauers Recherchen nach diesen Textpassagen waren mit Erfolg gekrönt, und so konnte er an dem Abend der Beatles-Runde doch noch die "vergessenen Worte" nennen.
Markus den Boer stellte aus gegebenem Anlass eine Überraschungs-DVD vor. Auf der Scheibe sind alle TV-Sendungen festgehalten, bei denen Mitglieder des Siegener Beatles Stammtischs zusehen sind und mitgewirkt haben.
Eine der besten deutschen Beatles-Coverbands, "Lucy In The Sky" überbrachte dann persönlich musikalische Beatles-Grüße zum Jubiläum. Die Stammtischrunde durfte sich bei diesem Wunschkonzert die Titel wünschen, die "Lucy" spielte. Dass bei den Songs, wie "Love Me Do" oder "Strawberry Fields Forever", "Eight Days A Week" oder "Please Please Me" manch einer mitsang, versteht sich von selbst.
Zum Schluss überreichte Harold Krämer den Mitgliedern von "Lucy" die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft beim Siegener Beatles-Stammtisch, die sie mit großer Freude entgegennahmen.
Vor "Lucy In The Sky" hatten bereits Wolfgang Suttner, Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein und die Hamburger Fotografin Astrid Kirchherr diese Auszeichnung erhalten.
Quelle: Siegener-Beatles-Stammtisch
Linktipps: Siegener-Beatles-Stammtisch | Kleinstes Beatlesmuseum der Welt in Siegen | Michael Neusers Beatlesnews | Jiggler.de - Promotional Items, Beatles-Events | Coverband "Lucy In The Sky"
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