German BEAT! buntes magazin
April 2006
LIFE

© Piper-Verlag 1983
Frankfurt/Main (gbip/24.04.2006) - Das Wort "Life" (zu deutsch Leben) stand bei vier Beatlessongs Pate: "A Day In The Life", "Run For Your Life", "In My Life", "Got To Get You Into My Life". Und es entsprach dem Zeitgeist der Sechziger Jahre, das Leben in seinen bunten und bisweilen auch düsteren Facetten zu beschreiben. Die Beatles als Helden einer nach Extrovertiertheit strebenden Generation.
In unserer von Globalisierung geprägten heutigen Welt führt diese Extrovertiertheit zu einer Vereinnahmung des Einzelnen. Taktraten, Produktzyklen und "24/7-Businesshours" bestimmen unser Handeln. Neue Technologien wie E-Mails, Onlinetransaktionen oder Blogging begünstigen schnelles Publizieren, Entscheiden und Reagieren - aber auch voreilige Schlüsse und höheren Erwartungsdruck. Wer möchte da nicht mal die Zeit anhalten wollen, um einfach nur den Moment genießen zu können. Sten Nadolny hat mit seinem Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" den Beweis angetreten, dass Beharrlichkeit mitunter zu besseren Ergebnissen führt: Nicht immer fängt der frühe Vogel den Wurm.
"Life In Slow Motion" heißt das letzte Album des britischen Liedermachers David Gray und schlägt in die gleiche Kerbe. "Der Titel ruft viele Assoziationen in Erinnerung", wird der Künstler in einer SWR3-CD-Kritik zitiert. "Jemand der still steht, oder die Momentaufnahme auf einer Fotografie. Aber der Hintergrund dafür ist, dass wir so an die filmische Wahrnehmung der Wirklichkeit gewöhnt sind, dass alles ungewöhnliche, ein Unfall, ein Todesfall oder eine Geburt, ganz egal was, uns einen Streich spielt und unreal wirkt. Wir sind so sehr daran gewöhnt, die Wirklichkeit als einen Prozess der Bewegung zu betrachten, dass wir das Leben wie ein Fernsehprogramm wahrnehmen. Der Shit, den wir den ganzen Tag in uns aufnehmen, hat unseren Geist verändert. Das ist der springende Punkt." Dieses Studioalbum kam im letzten Herbst in die Läden und schien geeignet zu sein, ein wenig die Herbststimmung zu unterstreichen. Bei der DVD-Videoveröffentlichung "Live In Slow Motion" (Live, sic!) erweisen sich die neuen Kompositionen - ob Moll ob Dur - als ganzjahrestauglich.
Unsere "Vorstellung des Monats" ist dieser außergewöhnlichen Live-DVD gewidmet:

© German BEAT Grafik
Für die Freunde gepflegter Popmusik haben wir noch zwei weitere aktuelle DVD-Leckerbissen parat: Seal und Sparks. So unterschiedlich diese Künstler, wie auch David Gray, sein mögen: Interpret, Comedians oder Songwriter sind ihre Schubladen. Sie sind hervorragende wie auch erfolgreiche Musiker. Ihnen ist die Leidenschaft und die Präzision gemeinsam, mit denen sie ihre Liveauftritte ausgestalten, und die ergebene Treue ihrer Fans. So überzeugen die drei DVDs in erster Linie als Hörgenuss: brillant, klar, super instrumentiert. In Puncto "Virtuelles Liveerlebnis" lassen diese Veröffentlichungen allesamt keine Wünsche mehr offen:
- Mit der Zeit - einer von uns: "Papa Klum" Seal präsentierte am 5. Juni letztes Jahres im Alten Kesselhaus in Düsseldorf seine aufwendige Show "One Night To Remember". Die gleichnamige DVD erschien kürzlich.
- Immer auf der Höhe der Zeit: Eindrucksvolle avangardistische Popmusik: Sparks veröffentlichten DVD "Lil' Beethoven - Live In Stockholm"
Die weiteren Themen des Monats sind:
- Unserer Zeit (nur ein wenig) voraus: Stefan Pürner greift in seinem Kurzgeschichtenband "Geklont" auf nicht allzu utopische Genren zurück. Er ist sich sicher, dass es in der Welt von Morgen Nürnberger Bratwürstchen geben wird. Die Frage ist nur: Von welchen Menschen werden sie gegessen?
- Zeitlich gesegnet: Die Berliner Coverband Frankie Goes To Liverpool wagt sich mit "Unplugged-Arrangements" von ausgewählten Beatlesklassikern an den Markt: Fab Four - Rund erneuert, aber nicht neu erfunden. German BEAT verlost ein Exemplar dieser CD.
- Zeitzeugen in Glauchau: Das BEAT ARCHIV Glauchau steckt knietief in den Vorbereitungen zum Beatlesfestival 2006
- ... aus Siegen und München: Harold Krämer vom Beatlesmuseum in Siegen und Beatlesfreund Klaus Voormann zu Gast beim Westdeutschen Rundfunk
David Gray: "Live In Slow Motion" [DVD/VÖ: 31. März 2006]

© Warner Music 2006
Frankfurt/Main (gbip/22.04.2006) - Er ist einer der feinfühligsten Songwriter der Gegenwart und erinnert ein wenig an den frühen Elton John oder Van Morrison. Seine Lieder sind kleine Dramen voller Poesie. Vergleiche mit Coldplay und auch dem Amerikaner Bruce Springsteen liegen vielleicht nahe - werden aber David Gray nicht wirklich gerecht. Seine rauchig-zarte Stimme lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er wirklich fühlt, was er singt. "Für mich bereits schon das beste Live-Videoalbum des Jahres", reüssiert German BEAT!-Herausgeber Sven. "Irgendwie ist der Knabe mir die Jahre zuvor durch die Lappen gegangen. Doch bereits die ersten Takte zum Opener 'Alibi' haben mich eingefangen wie Anno 1974, als ich zum ersten Mal bewußt die Beatles auf dem Fernsehschirm in 'A Hard Days Night' gesehen und gehört habe."
Seinen Durchbruch feierte David Gray 2000 mit dem Album "White Ladder", das er komplett im eigenen Homestudio aufgenommen hatte. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon zwei Alben erfolglos bei einer Plattenfirma veröffentlicht hatte, war es dieses mit einem winzigen Budget selbst produzierte Album, das ihm Millionenverkäufe und internationale Auszeichnungen bescherte. Das im Herbst erschienene Studioalbum "Life In Slow Motion" ist nach "A New Day At Midnight" (2002) das dritte Album seit "White Ladder". Die Singles "The One O Love" und "Hospital Food" gingen bei uns in die Charts und Playlisten. Die DVD "Live In Slow Motion" ist die zweite Videoveröffentlichung des Künstlers.
Und ... in der Tat, wer die emotionale Dimension David Grays wirklich erfassen möchte, braucht dazu den Liveeindruck. Auf der Bühne blüht der introvertierte Künstler auf und entfaltet dem dankbaren Publikum gegenüber seinen Charme. Was zählt ist nicht der Vortrag - Gray versteht es, seine Musik während des Konzertes neu zu gestalten. Zwei Stunden lang präsentierte der Brite im Dezember 2005 im Londoner Hammersmith Apollo eine opulente Setlist. Das Publikum geht bei Stücken wie "Sail Away" oder "Please Forgive Me" kräftig mit. Der Großteil der Songs stammt aus dem Album "Life In Slow Motion", das Namensgeber der Tour war. Gray entlädt einen Spannungsbogen aus energiegeladen wie auch gefühlvollen Titeln. Gray und seine Band sind frei von jeglichen Allüren, entsprechend dezent ihr Auftreten. Übertriebene Gesten und Posen sind nicht Grays Ding. Trotz der dementsprechend zurückhaltenden Bühnendeko und der Lightshow kommt in dem ehrwürdigen Hammersmith Atmosphäre auf. Für heutige Verhältnisse ist es höchst selten, dass ein Konzert einzig und allein durch die Kraft von Songs und ohne viel Tamtam bestritten werden kann.

© Peter Hill 2005
Es gibt Fans, die werfen Gray Experimentierfreude vor. Der Lo-Fi-Sound aus dem Wohnzimmer hat ihn beliebt gemacht. Nun stand ihm für das Album "Life In Slow Motion" auf einmal die volle breite seines neuen modernen Studios zur Verfügung. "Ich wollte endlich von diesem Lo-Fi-Wohnzimmer-Sound wegkommen", so schreibt Gray auf seiner deutschen Homepage, "viele der Songs entstanden, indem ich mit der ganzen Band zusammenspielte und Sounds ausprobierte, nachdem ich sie auf klassische Art am Piano oder wie auch immer geschrieben hatten. Wir spielten die Songs und probierten aus, und stellten fest, dass dies unsere Stärke ist: zu spielen." Es gelingt der Band vorzüglich - auch während des Konzertes diesen "neuen" Graysound zu transportieren.
Die DVD ist bild- und tontechnisch von höchster Brillanz. Das 10-minütige "Making Of" fällt ein wenig mager aus - eigentlich möchte man alles über die Entstehung des Albums, das dem Konzert Pate stand, erfahren. Mit drei zusätzlichen Promoclips ist die DVD ansonsten üppig ausgestattet. Klasse in Szene gesetzt sind dabei die Songs "Alibi" und "Hospital Food".
Und das Wichtigste ist: David Gray hält sein Versprechen, jedenfalls für den Moment, in dem die DVD abspielt, verläuft das Leben in Zeitlupe. Die zwei Stunden kann man sich getrost zurücklehnen und genießen.
Unsere Anspieltipps des Livekonzerts sind:
"Alibi", "My Oh My", "Sail Away" und der Grayklassiker "Babylon".
Trackliste:
Konzert (ca. 119 Minuten)
Alibi, The One I Love, Nos Da Cariad, my Oh My, Sail Away, Disappearing World, Lately, Please Forgive Me, Nightblindness, Ain't No Love, Hospital Food, Baltimore (written by Randy Newman), Now And Always, Silver Lining, Freedom, Shine, The Year's Love, Babylon, Friday I'm In Love (written by The Cure)
Extras: Making Of The Album (Featurette, ca. 10 Minuten), Promovideoclips von: The One I Love, Hospital Food und Alibi
Technische Angaben:
Bestellnummer: 50 51011 2770-2 3
Box: Amaray
Label: Warner Music/Rhino
Genre: Life Performance, Extras
VÖ: 31.03.06
Länge: cirka 140 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Sprachen: Englisch / Untertitel nur bei Interview: Englisch, Französisch, Deutsch, Bras. Portugiesisch, Spanisch
Tonformat: DTS, Dolby Digital 5.1 & L-PCM Stereo / Extras in Dolby Digital 2.0 Stereo
Bildformat: 16 : 9 (shot in high definition)
Disc-Type: DVD-9
Länder-Code: 2 - 5
Linktipps:
Seal: One Night To Remember
[DVD/VÖ: 24. März 2005]

Remember" © Warner Music
Frankfurt/Main (gbip/25.04.2006) - "Killer", "Kiss From A Rose", "Crazy" - das sind die großen Hits von Seal. Sie gehen unter die Haut und gehören zu den perfektesten zeitgenössischen Popsongs. Der Künstler wurde als Sealhenry Samuel 1963 in London geboren. Er studierte später Architektur. Seine Liebe galt aber seit jeher der Musik und so begann er neben der Uni in Clubs zu spielen. Mittlerweile hat er mehr als 15 Millionen Langspielplatten verkauft, wurde mit internationalen Preisen geehrt und heiratete letztes Jahr das deutsche Fotomodell Heidi Klum.
Im Juli 2005 gab "Papa Klum" begleitet von einem 52-köpfigen Orchester ein einmaliges Konzert in Düsseldorf. Viele seiner Hits präsentierte er in einem neuen Gewand: Klassische Orchesterarrangements in perfekter Symbiose mit dem Popsound von Seals Begleitband. Dieses gelungene Experiment brachte offenkundig einen traumhaften Abend mit sich. Zunächst begann das Spektakel mit einer fulminanten Ouvertüre - eine Art Klassikpotpourri bekannter Seal-Melodien. Etwa 100 Minuten dauerte das Konzert, im Verlaufe dessen sich zwischen Künstler und Publikum eine geradezu intime Atmosphäre bildete. Seal schmeichelte den Sinnen seiner Fans mit Songs wie "Love's Divine", "Prayer For The Dying oder Neil Youngs Komposition "Don't let It Bring You Down".
Man merkte Seal die Spielfreude förmlich an. Dabei unterlief er keineswegs der Gefahr in einen semi-klassischen Pathos à la "Night At The Proms" zu verfallen. An diesem Abend erfand sich Seal quasi neu, ohne dass der Soulcharakter seiner Songs auch nur annähernd verloren ging.

Der Auftritt wurde mit zwölf Kameras in höchster Auflösung gefilmt und ist in Dolby Digital 5.1 Surround Sound, DTS und L-PCM Stereo abrufbar. Als Bonus enthält die DVD eine 30-minütige Dokumentation über die Vorbereitung der Konzerthalle, die Ausarbeitung der Orchestersätze und die Einweisung des Orchesters sowie Interviews mit Seal selbst. Zusätzlich zur DVD enthält "One Night To Remember" eine Audio-CD mit einem Auszug des Konzertes aus 13 Songs.
"'One Night To Remember' ist ein mit Herzblut, Brillanz und zeitloser Eleganz vorgetragenes Popkonzert der Premiumklasse", so German BEAT!-Herausgeber Sven. "Damit wird er weitere Herzen in seiner 'neuen' Heimat Deutschland' gewinnen". Unsere Anspieltipps sind "Crazy" und "Killer" sowie "Kiss From A Rose", das hier erdig und weniger pathetischer rüberkommt.
SEAL am 21.Juli 2006 in Bonn auf der Museumsmeile
Mit seinem Soul eroberte der 40-jährige Brite die Herzen von Millionen Fans auf der ganzen Welt. Mehr als 15 Millionen Alben des Grammy- und Brit-Award-Gewinners gingen in den vergangenen 15 Jahren über die Ladentische. Nach dem umjubelten Konzert vor zwei Jahren können sich die Fans auf dem Museumsplatz in Bonn wieder auf einen traumhaften Abend mit hochkarätiger Popmusik freuen.
Tickets: 47,50 EUR inkl. Gebühren. Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.eventim.de.
Trackliste:
Overture, The Beginning, Killer, Colour, Prayer For The Dying, Don´t Let It Bring You Down, State Of Grace, Violet, Love´s Divine, Let Me Sleep Beside You, Crazy, Everything Will Be Alright, Still Love Remains, Kiss From A Rose, Lullaby, Get It Together
Technische Angaben:
Titel: Seal - One Night to Remember
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Musik (Dolby Digital 5.1), Musik (DTS 5.1), Musik (L-PCM 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
Booklet: Mehrseitig mit Hintergrundinfos
Verpackung: Amaray Box mit Pappschuber
Laufzeit (Konzert): 101 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer + Audio CD
Anbieter: Warner Music Vision
Linktipps:
The Sparks: Lil' Beethoven [DVD/VÖ: 31. März 2006]

- Live In Stockholm"
© Warner Music 2006
Frankfurt/Main (gbip/26.04.2006) - Sparks? Waren das nicht diese beiden verrückten Typen in Ilja Richters Disco: Der Charlie-Chaplin-Verschnitt und der smarte Dandy? Was die wohl heute machen? Nun, eine Überraschung ist dieser DVD gelungen: Die Bonuslivetracks beweisen, dass diese Gruppe sich eigentlich nie richtig aus dem musikalischen Unterbewußtsein verabschiedet haben. Die Brüder J. Ronald und Dwight Russel Day (oder auch Gebrüder Mael genannt)beschlossen 1970 auf dem Musikmarkt Fuß zu fassen. Ihre ersten großen Erfolge feierten sie dann 1974 von London aus mit dem Glam-Hit "This Town Ain't Big Enough". Fanhysterien blieben zwar aus, aber dank ihrer Beständigkeit hatten sie in den letzten dreißig Jahren urplötzlich immer mal wieder einen Hit, der ihnen Topchartplatzierungen einbrachte.
Dabei gehört ein gewisser Hang zum Extravaganten zu Sparks. Eine spitze Zunge und das feine Gefühl für Theatralik verbinden Sparks mit der Leichtigkeit von gängigem Beat und Pop. Dafür werden sie auf der einen Seite geliebt und auf der anderen Seite gehasst. Sparks vereinigen Eigenschaften auf sich, die auf der Bühne leichter umzusetzen sind als in der Anonymität eines Plattenstudios. Sparks zelebrieren ihre Konzerte förmlich und das Publikum dankt es ihnen mit unbändiger Treue. Zu jenen Höhenpunkten gehört auch die "Legende um Lil' Beethoven", die die Brüder am 28. März 2004 im Stockholmer Södra Teatern auf die Bühne brachten. Das komplette Konzert liegt jetzt als DVD-Video vor und bietet optisch wie musikalisch Unterhaltung vom Feinsten.
Wie geschaffen war die Intimität der Theaterbühne für das absurde, aber brillante Werk. Lil' Beethoven erzählt die Geschichte um den späten Abkömmling einer heimlichen Affäre zwischen dem berühmten Komponisten und der Tochter eines New Yorker Ohrenarztes. Mit verhältnismäßig unaufwendigen Mitteln setzten Sparks die Songs ihres Opus' in Szene und verbanden, unterstützt von avangardistischen Videoproduktionen, ihr musikalisches Varietéprogramm mit Brechtscher Spärlichkeit.
Neben der etwas 45-minütigen Popoper "Lil' Beethoven" blieb die zweite - gut einstündige - Hälfte des Abends den großen Hits vorbehalten: "Here In Heaven", "When I Kiss You", "This Town Ain't Big Enough" oder "When Do I Get To Sing 'My Way'" - eine kleine Auswahl von Sparks-Klassikern aus drei Jahrzehnten.
Daneben enthüllt "Lil' Beethoven - Live In Stockholm" ein ansehnliches Bonusprogramm von etwa 30 Minuten Länge: eine kurze Erklärung von Sparks selbst über die Identität Lil' Beethovens, ein Bandinterview, Interviews mit Zuschauern, atmosphärische Eindrücke vom Soundcheck sowie eine Diskografie und 14 Bildschirmseiten Bandgeschichte.
"Dieser Oper fehlt zwar eine gewisse Opulenz, was soundtechnisch jedoch zu keinen Abstrichen führt", so German BEAT!-Herausgeber Sven. "Sparks überzeugen durch Spielwitz und musikalisches Feingefühl. Sie sind irgendwo anzusiedeln zwischen Roxy Music und Queen. Mit 'Lil' Beethoven - Live In Stockholm' erweisen sich Sparks als qualitativ ausgereifte wie auch mit der Zeit gehende Vertreter der 70er- und 80er-Jahre-Musikkultur. Bei diesem Bonusprogramm erübrigen sich einzelne Anspieltipps. Darum, auf jeden Fall mal reinschauen und überzeugen lassen!"
Trackliste:
Lil Beethoven (Tracks): The Rhythm Thief, How Do I Get To Carnegie Hall? What Are All These Bands So Angry About?, I Married Myself, Ride 'Em Cowboy, My Baby's Taking Me Home, Your Call's Very Important To Us - Please Hold, Ugly Guys With Beautyful Girls, Suburban Homeboy
Bonus Live Tracks: It's A Sparks Show, National Crime Awareness Week, Here In Heaven, The Number One Song In Heaven, Nothing To Do, The Calm Before The Storm, The Ghost Of Liberace, Talent Is An Asset, Hospitality On Parade, When I Kiss You (I Hear Charlie Parker Playing), This Town Ain't Big Enough For Both Of Us, When Do I Get To Sing "My Way", Amateur Hour
Extras (Tracks): Backstage With Sparks, The Legend Of Lil' Beethoven, Soundcheck And Meet The Fans, Sparks Facts
Technische Angaben:
Bestellnummer: 50 51011 1718-2 6
Titel: Sparks: Lil' Beethoven - Live In Stockholm
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Musik (Dolby Digital 5.1), Musik (Dolby Digital 2.0), Extras in Stereo only
Untertitel (nur bei den Dialogen): Englisch, Italienisch, Französisch
Booklet: Mehrseitig mit Hintergrundinfos
Verpackung: Amaray
Laufzeit: ca. 137 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2/3/4/5
Disk Typ: DVD 9
Anbieter: Warner Music
Linktipps:
- Sparks - Die offizielle Homepage
- Interessante Rezension zum Studioalbum "Lil' Beethoven" im Internetportal Kontraste - das Plattenduell
Stefan Pürner: Geklont [Buch/VÖ: 15. März 2006]

Frankfurt/Main (gbip/26.04.2006) - Wer bin ich? Eigentlich eine ganz einfache Frage, die der Nürnberger Autor Stefan Pürner in seinem Kurzgeschichtenband stellt. Aber er gewinnt ihr neue und ganz ungewohnte Seiten ab. Denn seine Geschichten spielen in der nicht allzu fernen Zukunft und kreisen alle um die psychologischen Folgen einer Technologie: Das Klonen. Wer bin ich? Für einen Klon eine ganz entscheidende Frage. Wie empfindet man als Leser für einen Klon, der für das Recht in Anspruch nimmt, sein genetisches Original zu töten, weil er sich nicht mit dem Gedanken anfreunden kann, kein Original zu sein? Ist ein Klon erbberechtigt? Was ist, wenn es die Frau, die sie lieben, mehrmals gibt? Wen lieben sie dann? Pürner greift offenbar nicht auf utopische Genren zurück. Er ist sich sicher, dass es "auch in der Welt von Morgen ... Nürnberger Biergärten geben [wird], in denen sich die Menschen vergnügen. Die Frage ist nur: Welche Menschen?"
Gemeinsames Bindesglied zwischen den kurzweiligen Erzählungen ist, dass es jeweils um die Auswirkungen gen- und biotechnischer Fortschritte auf die Gesellschaft geht. Die Utopie ist dabei nicht weit hergeholt. Erschreckend plausibel erscheinen die bisweilen subtilen Schilderungen vor einem Beziehungshintergrund, wie "Der Baum des gewesenen Lebens" oder das "E-Mail für Dich". Es wäre geradezu fahrlässig, in dieser Rezension weiter auf die Geschichten einzugehen - um nicht jegliche Spannung zu unterdrücken. Seine Spezialität entfaltet Pürner, wenn's um "juristische Science Fiction" geht: Selbst Nichtjuristen werden verstehen, dass sich die nahezu unvorstellbaren Szenarien mit der traditionellen Rechtssprechung nicht greifen lassen. Diese inhaltliche Vielfalt findet ihre stilistische Entsprechung: Klassische Kurzgeschichten im Wechsel mit Monologen, fiktiven Zeitungsnachrichten oder Erzählungen in der dritten Person.
Ganz nebenbei - an der Geschichte "Santana-Festplatte" dürften, so Pürner, "Beatlesfans ihren Spaß haben, da es darum geht, wie George Harrison sich weigert, posthum für Zwecke der Plattenindustrie ausgebeutet zu werden". Pürner nimmt außerdem Bezug auf tatsächliche Projekte einer Rekonstruktion "imaginärer Beatlesalben" wie "Back Pack" oder "Rubber Soul Project".
"Erfrischend und erschreckend zugleich gelingt es dem Autor nachvollziehbare Zukunftsvisionen und ihre möglichen Konsequenzen plausibel zu hinterfragen. Die unterhaltsame wie abwechslungsreiche Erzählweise steht dazu in keinem Widerspruch", so German BEAT!-Herausgeber Sven. "Und sagen Sie später nicht, Sie hätten von alle dem nichts gewußt. Bei Pürner können Sie's heute schon nachlesen."
Linktipps:
- Informationen zum Buch "Geklont" des Celero-Verlages mit Leseprobe
- Stefan Pürner klont Janis Joplin (und andere) von Thomas Geiger
Pürner schreibt demnächst exklusiv auf Germanbeat.info über Balkan-Beat
Stefan Pürner wurde 1960 in Nürnberg (Deutschland) geboren, studierte Jura und arbeitet als Rechtsanwalt und Autor. Er hat eine Vorliebe für Science Fiction, Rockmusik und Juristisches. "Geklont" erschien am 15. März 2006 im Celero-Verlag.
Besonders fasziniert ihn die Rockmusik aus Jugoslawien. In dieser Passion war er auch als freier Autor beim Bayerischen Rundfunk tätig. German BEAT! veröffentlicht in den kommenden Tagen exklusiv ein umfangreicheres Essay von ihm über die Beatmusik vom Balkan. Pürner versteht es ausgezeichnet, uns diese Region - mal aus einem ganz anderen Blickwinkel aus betrachtet - näherzubringen.
Frankie goes to Liverpool: Unplugged
[CD/VÖ: Relaunch März 2006]

Frankfurt/Main (gbip/26.04.2006) - Der Name trügt. Die vier Berliner Musiker sind nicht etwa Fans der ehemaligen Liverpooler Formation "Frankie Goes To Hollywood". Statt "Relax" oder "Welcome To The Pleasuredome" singen sie lieber "Come Together" oder "I Feel Fine". Frankie goes to Liverpool sind eine Beatlescoverband. Sie gründeten sich 1996 und "spielen seitdem 'hart am Original'. Sie setzen vor allem auf akustische Authentizität und bringen ohne Firlefanz und Mummenschanz die Original-Bühnenversionen der Fab Four", so verspricht ein Flyer der Band.
Und jetzt kommt Frankies erste CD mit einem Ausschnitt des Abend füllenden Programms "The unplugged Beatles" mit den eher leisen und weniger bekannten Stücken heraus: Ruhige, gitarrenbetonte Songs, die besonders durch den markanten Satzgesang gezeichnet sind. Mit dem so rund erneuerten Programm haben die Vier zwar die Beatles nicht neu erfunden, aber eine doch anständige und hoch interessante Veröffentlichung auf den Weg gebracht.

Das Album wurde im März 2004 in "www.my-beatles-books.de"-Klaus Martins Partykeller "My Little Cavern" live eingespielt. Die Atmosphäre kommt hervorragend rüber. Leider - wenn man schon "hart am Original" agiert - bleibt die stimmliche Authentizität ein wenig hinter der musikalischen Authentizität zurück. Dennoch - ein Muss für Coveractfans und Leute, welche die Musik der Beatles einmal anders aber dennoch plausibel erleben wollen.
Unsere Anspieltipps lauten: "She's A Woman", "In My Life" und "Norwegian Wood".
Weitere Informationen
- Offizielle Seite von Frankie goes to Liverpool.de
- OPS-Music Labelseite
- Homepage "www.my-beatles-books.de" von Bandmentor Klaus Martin
German BEAT! verlost eine CD "Frankie Goes To Liverpool - Unplugged"
Schickt uns bis zum 5. April einfach eine E-Mail mit dem Stichwort "My Little Cavern". Der oder die Gewinnerin wird unter allen Einsendern ermittelt. Viel Glück!
Aktuelles aus dem BEAT ARCHIV Glauchau
Frankfurt/Main (gbip/21.04.2006) - Edmund Thielow und seine Freunde vom Fanclub "Sgt.peppers club e.V." rüsten zum "BEATLESFESTIVAL 2006", das am 3. Juni ab 14:00 Uhr im Hof des Schlosses Hinterglauchau stattfinden wird. Im Programm sind vorgesehen: Media-Börse, Talk- u. Signierrunden mit Ehrengästen und Konzerte u.a. mit den "The John Lennons Quarrymen". Einen Tag vorher findet um 20:00 Uhr die Veranstaltung "Meet And Eat with the Quarrymen" für eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern statt.
Weitere Gäste sind Autor Rainer Bratfisch und die Beatles-Coverband "The Strawberries".
Kontakt und nähere Informationen zur Börse und zu "Meet And Eat": BEAT ARCHIV Glauchau | Beatlesfanclub "Sgt.peppers club e.V." | Telefon: +49 (37 63) 78 85 85
Anzeige | BEAT ARCHIV Glauchau
Beatles-Experten zu Gast im WDR bei "Planet-Wissen"
Klaus Voormann und der Harold Krämer sind Studiogäste bei "Planet-Wissen" am Freitag, 5. Mai 2006, 15:00 Uhr im WDR-Fernsehen

© H. Krämer 2006
Siegen (ots/22. April 2006) - Am Freitag, 5. Mai 2006 geht es beim WDR in der Sendung "Planet-Wissen" um die "Beatles". Die vier Pilzköpfe aus Liverpool gelten als die erste Boygroup der Musikgeschichte. Bereits in jungen Jahren setzen die "Beatles" nicht nur durch ihr durchgestyltes Outfit neue Maßstäbe in der Musikwelt. Es ist ihr "Beat", der Rhythmus ihrer Musik, der die Jugend weltweit in Ekstase versetzt.
Unter dem Motto "Die Beatles - Musik einer Generation" wird das Musikphänomen der Beatles in "Planet-Wissen" diskutiert, dokumentiert in Filmbeiträgen und garniert mit Beatles-Requisiten aus dem Siegener Beatles-Museum.
Harold Krämer, Inhaber des kleinsten Beatles-Museums der Welt in Siegen, hatte dabei das Vergnügen, als Studiogast mit dem Beatles-Zeitzeugen Klaus Voormann (Musiker, Grafiker, Autor und Beatles-Freund) an der Sendung teilzunehmen.
Voormann war u.a. mit Eric Clapton und Alan White Gründungsmitglied von John Lennons "Plastic Ono Band", er wirkte mit bei den Songs "Imagine" und "All Things Must Pass" und er spielte mit George Harrison beim legendären "Concert For Bangladesh" 1971 in New York. Klaus Voormann entwarf auch das Cover der Beatles-LP "Revolver", für das er 1966 einen Grammy erhielt.
Die Sendung "Die Beatles - Musik einer Generation" von "Planet-Wissen" ist zu sehen im WDR-Fernsehen am Freitag, 5. Mai 2006 in der Zeit von 15:00 bis 16:00 Uhr.
Quelle: Kleinstes Beatlesmuseum der Welt in Siegen
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