German BEAT! buntes magazin
Mai 2006
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© EMI Music Germany
Frankfurt/Main (gbip/27.05.2006) - "Football is coming home." Im renomierten Old Trafford [Karte
] - dem Stadion von Manchester United - trafen sich am 27. Mai "England und der Rest der Welt" zu einem Fussball-Event der besonderen Art. Hinter diesem international besetzten Match steckt die Initiative "Soccer Aid", der bekannte Kicker und andere Prominente angehören. Popstar Robbie Williams fungierte als Kapitän des englischen Teams. Dazu der Sänger: "Während meiner Reisen für UNICEF habe ich so viele Kinder getroffen, die mir Anlass zum Lächeln gegeben haben. Nun möchte ich, mit Soccer Aid, die Möglichkeit ergreifen, ihnen auch einmal Anlass zum Lächeln zu geben."
Kurz darauf lädt die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) die Welt zu Gast bei Freunden ein. Übrigens wird Robbie den WM-Song der ARD "A Place To Crash" singen. Nun weiß man, dass der Fussball in Deutschland nicht zu Hause ist. Trotzdem hat dieser Sport im Land des dreimaligen Weltmeisters ein zweites Zuhause gefunden.
"Irgendwie habe ich das Gefühl", so German BEAT!-Herausgeber Sven, "dass 2006 das Jahr der großen kulturellen Heimkehren wird." In der aktuellen Ausgabe unseres bunten magazins berichten wir unter anderem über die "virtuelle Rückkehr der Beatles" nach Deutschland, über Eric Claptons Heimkehr zum inneren Frieden und über eine Kulturszene, die buchstäblich ihre gemeinsame Heimat verloren hat:
- Back To The Roots: Die Beatles kehren im Rahmen der Ausstellung "Hamburg Sound" vom 3. Juli bis zum 5. November 2006 als Erinnerungen, virtuell in Vertretung durch ihre Freunde und Kollgen und in Form ihrer Musik an ihre einstige Wirkungsstätte zurück. Wir berichten über die Hamburg-Sound-CD und die Planungen zum Beatlesfestival
- Back Home: Seine aktuelle Europatour führt Eric Clapton auch nach Deutschland. Jahrzehntelang "reiste" der Meister durch die Irrungen des Lebens - endlich fand er zu sich und weiß eine junge Familie hinter sich. Wir berichten über Claptons Tourauftakt in Europa.
- Back To The Future: Jahrelang tobte auf dem Balkan staatlich organisierter Mob, der viele Opfer und eben so viele Gräben zwischen die Menschen getrieben hat. Die einstige innovative wie gemeinsame Kulturszene beginnt sich neu zu finden. Wir berichten über die Rockszene im ehemaligen Jugoslawien.
- Back To Stage: Nach 28 Jahren kehrt Yusuf Islam (vormals bekannt unter dem Künstlernamen Cat Stevens) mit neuem Album zurück. Wir präsentieren die Pressemitteilung seiner neuen Plattenfirma Polydor.
- Get Back To Where You Once Belong: Fans erinnern sich an Beatles, Beat, Blitztournee und Ballkontakte. Wir berichten über aktuelle Initiativen in Glauchau und Siegen.
Aus aktuellem Anlass: "She's Leaving Home ... Bye, Bye"
Frankfurt/Main (gbip/27.05.2006) - Gibt es eine Meinung von German BEAT zum Thema "Trennung im Hause McCartney"? Ja, die gibt es - aber die tut hier nichts zur Sache. Nur soviel, es ist immer traurig, wenn Ehen scheitern - vor allem, wenn noch Kinder im Spiel sind. Es schien so, dass die McCartneys eine ganze Reihe von gemeinsamen Zielen im Auge hatten und über dies jeder seinen weiteren Passionen nachgehen konnte. Auf eine gewisse Art haben beide das weitergelebt - wenn gleich auch mit viel subtileren Mitteln und für etwas andere Ziele - was John und Yoko Lennon mit ihren Aktionen für Frieden und Freiheit vorgemacht haben. Dass diese gemeinsame Sache vor dem Aus steht, finden wir schade.
Alles andere sollte doch Privatsache des Inner Circles von Mills & McCartney bleiben wie auch die Frage, ob noch weitere Gründe für die Trennung ausschlaggebend waren, als das übersteigerte Interesse am Privatleben des Paares.
Die Redaktion hofft, dass die junge Familie - jeder für sich - psychisch gut aus der Sache rauskommt. Denn - und das ist für die Öffentlichkeit von Belang - am Ende ist entscheidend, dass weiterhin der eine gute Musik macht und die andere beispielsweise Fundraising für das Wegräumen von Landminen betreibt.
Übrigens ... 2:1 Gewonnen!
Manchester/Köln (ots/29.05.2006) - Kapitän Robbie Williams und seine Mannschaft - darunter auch David Gray - haben für England den Sieg eingefahren. Mit 2:1 konnte sich die Promi-Mannschaft gegen Weltklasse-Spieler wie Diego Maradona, Lothar Mattheus und Marcel Desailly durchsetzen. Die Tore wurden von Les Ferdinand und Robbies bestem Freund Jonathan Wilkes geschossen. Der Argentinier Maradona landete den Treffer für die gegnerische Mannschaft. Die Benefizveranstaltung "Soccer Aid" spielte mehr als 12,8 Millionen Euro für das Kinderhilfswerk der Unicef ein.
Quelle: EMI Music Germany | www.robbiewilliams.de
"Hamburg Sound" [Ausstellung/ 3. Juni bis 5. November 2006]
Frankfurt/Main (gbip/28.05.2006) - In wenigen Tagen soll eine der aufregendsten Ausstellungen der Nach-Beatära in Hamburgs Innenstadt eröffnet werden: The Hamburg Sound - Beatles, Beat & Große Freiheit. Fünf Monate erinnert das Hamburgmuseum [Karte
] an einen bewegten Aufbruch, der eine ganze Generation inspirierte und die Grundlagen der heutigen Popkultur legte.
Mit Originalobjekten, Inszenierungen, Fotos, Filmen, Dokumenten und natürlich mit dem Sound jener Zeit werden die Entstehung der Beatmusik in Hamburg, ihre berühmten und weniger bekannten Vertreter und die Orte ihrer Auftritte in der Ausstellung präsentiert. Das ganze Spektakel wird mit einem Beat-Festival, das vom 3. bis 5. Juni stattfinden soll, eingeleitet. [Weitere Informationen hier ...]
Übrigens das Deutschlandradio berichtete über die Ausstellung "Hamburg Sound - Beatles, Beat und Grosse Freiheit" bereits am 9. Mai 2006. Der Bericht kann [hier nachgehört] werden.
Das Oldie- und Beatlabel Bear Family veröffentlichte aus diesem Anlass Ende März zwei CD-Ausgaben: Eine Musikcompilation sowie eine Hördokumentation. Weitere Rezension siehe auch auf den Seiten des Mediendienstes hamburg.de.

Various Artists: The Hamburg Sound - Beatles, Beat & Grosse Freiheit [CD/20. März 2006]
Streng genommen gibt es den in den Sechziger Jahren eigens kreierten "Hamburg Sound" gar nicht. Es war dem unbändigen Verlangen des Hamburger und internationalen Publikums nach Rock'n'Roll auf St. Pauli zu verdanken, der unzähliche - zunächst englische - Bands in die Hafenstadt verschlug. Die Gruppen brachten ihre eigene wie auch die Musik ihrer Idole mit, die wiederum häufig aus den USA kamen. So entstand ein Klima der gegenseitigen Beeinflussung und der damit einhergehenden stetigen Professionalisierung. Binnen weniger Jahre, und nicht zuletzt auch durch den Siegeszug der Beatles bedingt, wurden Hamburg und seine berühmten Lokale, wie der Star-Club oder das Top Ten zum Dreh- und Angelpunkt der kontinentalen Beatmusik. Es war also auch wiederum nur eine Frage von Zeit, dass die großen amerikanischen Acts dort auftraten.
Und so steckt in vielen großen internationalen Hits der damaligen Zeit ein Stück Hamburg, ein Stück Star-Club, ein Stück harte Bühnenarbeit vor kritischen Publikum oder die Tuchfühlung unbekannter Gruppen mit ihren Idolen drin - alles Inkredenzien für den typischen "Hamburg Sound".
Die CD "The Hamburg Sound - Beatles, Beat und Grosse Freiheit" legt musikalisches Zeugnis über die Beatära in der Hansestadt ab. Mit 30 Songs ist die CD randvoll bepackt, für deren Zusammenstellung der Beatexperte und "Hamburg Sound"-Kurator Ulf Krüger verantwortlich zeichnet. Eigentlich alles Material, das in jede Sechziger-Jahre-Jukebox gehört. Und so werden viele Beatfans bereits abwinken - mit Verweis auf ihre gut bestückte Sammlung. Und was die Beatles angeht - so finden wir die üblichen Polydor-Blockbuster "My Bonnie" und "Ain't She Sweet" vor. So what! Das tut der Qualität und Authentizität der Zusammenstellung keinen Abbruch. In nahezu chronologischer Folge offenbart sich der Hörerschaft eine homogene Studie über die Anfänge der Beatmusik im Star-Club bis zum Untergang dieser Art von Clubszene Ende der Sechziger Jahre.
In puncto Sound basiert das Album auf den bewährten Standards von Bear Family. Darin mag auch der Verzicht Ulf Krügers auf die eine oder andere Liveaufnahme aus dem Programm des Star-Club-Labels begründet liegen. "Sweets For My Sweet" von den Searchers klingt live schon etwas flach - hingegen sind die Bühnenaufnahmen von "Great Balls Of Fire" mit Jerry Lee Lewis oder auch vom "Ya Ya Twist" mit Joey Dee and the Starlighters einfach frisch und genial. Insgesamt weist die CD keine Schwächen auf.
Unsere Anspieltipps sind neben den beiden genannten Sheridan-/Beatles-Stücken "Till The Following Night" von Screaming Lord Sutch, "Ectasy" von Lee Curtis & The All Stars, "He's About A Mover" von The Liverbirds und "Come On And Sing" von The Rattles.
Das Booklet liefert auf insgesamt elf Seiten Linernotes von Ulf Krüger. Der Hamburg-Sound-Kurator schreibt über die Anfänge der Musikszene mit Tony Sheridan und über die Beatles in Hamburg. Der Star-Club spielt später die zentrale Rolle bei der Entwicklung und Verbreitung des "Hamburg Sounds". "Nirgendwo auf der Welt gab es eine bessere 'Show-Akademie' als in Weissleders 'Beatschuppen'." Krüger berichtet von den großen Stars aus Amerika und davon, wie die drei ortsansässigen Plattenfirmen versuchen, die Musikacts labelmäßig aufzuteilen. Deutsche Gruppen entstehen im Dunstkreis dessen. Die Star-Club-Idee expandiert, aber Hallenkonzerte und "neuartige" Diskotheken leuten das Ende der "Beatschuppen" ein. Silvester 1969 schließt der Star-Club seine Pforten. Doch Krüger bemerkt versöhnlich: "Wer heute ... auf Musikliebhaber trifft, löst mit der Nennung des Namens seiner Heimatstadt Hamburg fast immer folgende Reaktion aus: drei Worte - 'Reeperbahn', 'Star-Club' und 'Beatles."
18 weitere Seiten des Booklets zieren die Protagonisten dieser Compilation: Für die Besucher des Beatfestivals vom 3. bis 5. Juni in Hamburg die Gelegenheit, darin einige Autogramme von prominenten Gästen verewigen zu lassen.
Hier folgt die ausführliche Trackliste der CD:
1. SHERIDAN, Tony & BEAT BROS : My Bonnie
2. BEATLES : Ain't She Sweet
3. VINCENT, Gene : Be Bop A Lula
4. GERRY & THE PACEMAKERS : Ferry Across The Mersey
5. KING SIZE TAYLOR & DOMINOES : Stupidity
6. HALEY, Bill & HIS COMETS : See You Later Alligator
7. BENNETT, Cliff & REBEL ROUSERS : One Way Love
8. SCREAMING LORD SUTCH : Til The Following Night
9. KIDD, Johnny & THE PIRATES : Shakin' All Over
10. BERRY, Chuck : Roll Over Beethoven
11. SEARCHERS : Sweets For My Sweet
12. TORNADOS : Telstar
13. ROADRUNNERS : You'd Better Move On
14. DEE, Joey & STARLIGHTERS : Ya Ya Twist
15. CURTIS, Lee & ALL STARS : Ecstasy
16. DOMINO, Fats : Sick And Tired
17. EVERLY BROS : Bird Dog
18. IAN & THE ZODIACS : Ride Your Pony
19. ROE, Tommy : Sheila
20. LIVERBIRDS : He's About A Mover
21. LEWIS, Jerry L. & NASHVILLE T. : Great Balls Of Fire
22. PRETTY THINGS : Cry To Me
23. RATTLES : Come On And Sing
24. REMO FOUR : Peter Gun
25. SAM THE SHAM & PHARAOS : Woolly Bully
26. SMALL FACES : Sha-La-La-La-Lee
27. EQUALS : Baby Come Back
28. WALKER BROS : The Sun Ain't Gonna Shine Anymore
29. GUN : Race With The Devil
30. CREAM : I Feel Free
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten, siehe auch bei Bear Family.

Herbert Hoven, Hans Jacobshagen: Beat in Hamburg: Die große Freiheit [Do-CD/20. März 2006]
Die WDR-Autoren Herbert Hoven und Hans Jacobshagen haben bereits 2002 diese Hörfunkdokumentation über den "Beat in Hamburg" auf die Beine gestellt. Doch dadurch hat die Produktion nicht an Aktualität eingebüßt - im Gegenteil: Sie gelangte rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung in den Bear-Family-Katalog. In mehr als 114 Minuten kommen kompetente Akteure und Zeitzeugen der "Roaring Sixties" zu Wort, wie Spencer Davis, Pete York (beide Spencer Davis Group), Frank Dostal (The Rattles), Mary McClory (The Liverbirds), die Star-Club-Enthusiasten Ulf Krüger, Kuno Dreysse oder Bernd Matheja sowie die "üblichen Verdächtigen" Astrid Kirchherr und Tony Sheridan.
Die Protagonisten tischen interessante, lebendige vielleicht auch ein wenig romantisierende Schilderungen der Hochzeit der Hamburger Beatszene auf. Es gelingt allen sehr gut, die Hörerschaft für knapp zwei Stunden in die damalige Zeit zurück zu beamen. Garniert wird das ganze mit reichlich Musikschnipseln aus jenen Tagen. Der Plot ist chronologisch aufgebaut, so dass es leicht fällt die vielen Fakten richtig zu ordnen.
Die Produktion setzt einen Fokus auf die besondere Atmosphäre, in der die zumeist britischen Künstler arbeiteten und sich gegenseitig beeinflußten. Spencer Davis und Pete York berichten über ihre musikalischen Ursprünge aus dem Jazz oder dem Blues, die sie unter dem Eindruck des Rock'n'Roll der spätem Fünfziger Jahre zu DEM Hamburger Beat kaprizieren. Während Krüger, Dreysse und Matheja sich dem Star-Club-Gedanken über die Gründerzeit hinaus als Gäste, später als Betreiber und heute quasi als "Statthalter" verpflichen. Ihnen folgten dann später in den Siebziger Jahren im berühmten Onkel Pö die zweite Beatgeneration mit Acts wie Leinemann, Udo Lindenberg, Inga Rumpf oder auch Otto Waalkes. Sie alle haben nachhaltig von Hamburg aus Deutschlands Musik- und Unterhaltungsszene geprägt. Al Jarreau und Helen Schneider begannen von der Elbestadt aus ihre Weltkarrieren.
Das Booklet fällt mit zehn Seiten Begleittext und einigen Fotos - gemessen an der Fülle des gesprochenen Wortes - extrem mager aus. Zumal man beim Hören der Produktion Gefahr läuft, die O-Töne nicht immer den richtigen Personen zuordnen zu können. Die Extrakte aus Musikstücken werden nicht extra angesagt, ergeben sich mitunter nur aus dem Kontext. Es wäre hilfreich gewesen, die einzelnen Teile und Wortbeiträge der Dokumentation wie auch die Musikexzerpte im Booklet aufgelistet zu sehen.
Für Beatmusikfans, die sich frisch an die Thematik begeben, ist diese Doppel-CD eine wahre Fundgrube von Augen- und Ohrenzeugenberichten. Gut, die Geschichte des Hamburg Sounds muss mit dieser Veröffentlichung nicht neu geschrieben werden. Aber aufgrund ihrer Zusammenstellung und breitgefächerten Darstellung (denn Beatmusik ist nicht gleichzusetzen mit Beatlesmusik) verspricht sie ein ideales Begleithörbuch für die kommende Ausstellung zu sein.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten, siehe auch bei Bear Family.
Eric Clapton: Back Home Tour 2006
[D,A im Juni und Juli 2006]

© Van Almsick 2005
Der Journeyman ist zurück - Offenbar geglückter Tourstart
Frankfurt/Main (gbip/21.05.2006) - Er ist eine Legende der Blues- und Rockmusik, der größte Gitarrist aller Zeiten und unübertroffen, wenn es um Bühnenpräsenz geht! Im Sommer 2006 kommt Eric Clapton endlich wieder live nach Österreich und Deutschland. Der Brite spielt im Rahmen seiner BACK HOME TOUR 2006 in Frankfurt, Stuttgart, Leipzig, Berlin, Köln, Dortmund, München, Mannheim, Hamburg und Wien.
Die Frankfurter Rundschau befand kürzlich, dass Clapton seit seinem Album "Unplugged" (1992) für viele alte Fans als verloren gelte: "Eric Clapton - das ist die seichte Klangkulisse für teure Coktaillounges, in denen gelangweilte Banker am Strohhalm schlürfend ihr pralles Portemonnaie erleichtern." Weiter heißt es, dem Meister "ficht all das nicht an, jedenfalls nicht wirklich. Wer ihn auf seiner gegenwärtigen Tournee hört, darf sich ohnehin über seine neue-alte Lust an rauen Klängen freuen ... er hat ihn nicht verlernt, den Blues, er spielt den Blues, er singt den Blues, er ist der Blues ... Und der gestaltet sich nicht länger blues-folkloristisch, also stolpernd und stampfend, sondern funkig und tanzbar."
Die Setlist fängt schon mal mit einem Hammertitel an: "Pretending" - dem Opener des 1989er Albums "Journeyman". Bemerkenswert ist der hohe Anteil von Rocktiteln. Vom aktuellen Album "Back Home" wird nur wenig geboten, stattdessen ältere Stücke wie "Anyday", "Everybody Oughta Make A Change", "Motherless Children", "After Midnight" und weiteren üblichen "Verdächtigen" bis hin zum Schlusstitel "Crossroads" gelegentlich mit Robert Cray als Counterpart. Aufgelockert wird das Ganze durch einen Akustikpart in der Mitte des Sets. In Foren und Berichten wird der geringe Anteil von Titeln aus Claptons letztem Album "Back Home" mehr oder weniger begrüßt. "Das Album ist meines Erachtens großartig arrangiert und klingt gigantisch", so lautete German BEAT!-Herausgeber Svens Empfehlung. "Es ist schön zu hören, dass ein Mann - der jahrzehntelang durch die Irrungen des Lebens 'gereist' ist - endlich zu sich gefunden hat und eine junge Familie hinter sich weiß. Wer hätte 1992 gedacht, dass Eric jemals wieder ein Lied wie 'So Tired' hinbekommen würde."
Weitere Hintergrundinformationen, Tourberichte, Fotos und Links siehe [hier ...]
Stefan Pürner: Balkan BEAT!
Brüderlichkeit, Einheit und "Goldene Akkorde"

© Celero-Verlag 2006
Frankfurt/Main (gbip/23.05.2006) - Kürzlich fand der diesjährige European Songcontest in Athen statt. Die finnische Gruppe Lordi stellte alles Dargebotene buchstäblich in den Schatten. Doch auch die Balkanstaaten konnten - leider anders als der deutsche Beitrag von Texas Lightning - Achtungserfolge einheimsen. Für viele "westliche" Zuschauer eine der wenigen Gelegenheiten mit "östlicher" populärer Musik Tuchfühlung aufzunehmen. Auf der anderen Seite bringen sehr viele jugendliche Migranten aus dieser Region diese Musik auf die hiesigen Abspielgeräte. Gerade die südslawischen und balkanischen Ethnoelemente sind dabei das ganz Spezielle an der nach wie vor als Jugorock (YU-Rock) bezeichneten Stilrichtung.
German BEAT! präsentiert exklusiv das umfangreichere Essay über die Beatmusik vom Balkan von Stefan Pürner. Der Rechtsanwalt, Autor und Jugoslawienexperte versteht es ausgezeichnet, uns diese Region - mal aus einem ganz anderen Blickwinkel heraus betrachtet - näherzubringen. German BEAT!-Herausgeber Sven freut sich: "Pürners Artikel macht 'Appetit' auf YU-Rock." [Hier geht's zum Essay ...]
Nach 28 Jahren kehrt Yusuf Islam mit neuem Album zurück

Adopt-A-Minefield-Gala in Düsseldorf
© Beatlemania
Berlin (ots/22.05.2006) - Im kommenden Herbst wird die Singer/Songwriter-Legende Yusuf Islam nach fast dreißig Jahren ein neues Album veröffentlichen. Yusuf Islam dazu: "Im Jahr 1979 gab es Hunderte von Gründen, der Musikindustrie den Rücken zu kehren? nicht zuletzt war entscheidend, dass ich in spiritueller Hinsicht das gefunden hatte, wonach ich auf der Suche gewesen war. Heute allerdings gibt es mindestens ebenso viele gute Gründe, die dafür sprechen, in solch einer gebrechlichen Welt wieder Musik zu machen und über das Leben zu singen."
Das Album ist eine Kombination aus brandneuen Songs und einigen aufbereiteten Ideen, die seit Jahrzehnten in Yusufs musikalischem Gedächtnis schlummerten und für dieses Album endlich fertiggestellt wurden. Sämtliche Stücke wurden innerhalb des vergangenen Jahres gemeinsam mit dem renommierten Produzenten Rick Nowels aufgenommen.
Yusuf Islam ist einer der wichtigsten Musiker Großbritanniens. Als Cat Stevens feierte er gleichermaßen in den Sechzigern und Siebzigern riesige internationale Erfolge. 1977 konvertierte Stevens zum islamischen Glauben, nannte sich von nun an Yusuf Islam und nahm eine Auszeit von seiner Karriere als Musiker.
Zufällig wird das kommende Album zum 40. Jahrestag der Veröffentlichung seines Debütalbums erscheinen: "I Love My Dog" von Cat Stevens erschien auf Deram im November 1966.
"Vieles hat sich im Laufe der Zeit verändert, aber heute befinde ich mich in der einzigartigen Position, in der ich wie ein Spiegel fungieren kann: Muslime können den Westen in mir erkennen, der Westen kann in meinem Werk über den Islam lernen", berichtet Yusuf. "Ich finde es wichtig, auch kulturelle Gräben zu queren, vor denen sich andere vielleicht fürchten."
Im Lauf der Jahre wurde Yusufs künstlerisches Schaffen mit einer Reihe von Auszeichnungen gewürdigt. 2004 bekam er den "Man for Peace"-Preis, der durch ein Komitee von Friedensnobelpreisträgern verliehen wird. Im Folgejahr wurde er für seine humanitären Hilfsmaßnahmen zum Ehrendoktor der Universität von Gloucestershire erklärt.
Yusuf Islam hat einen neuen Vertrag bei Polydor Records unterzeichnet, um dort voraussichtlich im September das bis dato noch unbetitelte Album zu veröffentlichen.
Quelle: Universal Music Germany
Linktipps:
Aktuelles aus dem BEAT ARCHIV Glauchau
Frankfurt/Main (gbip/23.05.2006) - Edmund Thielow und seine Freunde vom Fanclub "Sgt. Peppers Club e.V." stecken in den letzten Vorbereitungen zum "BEATLESFESTIVAL 2006", das am 3. Juni ab 14:00 Uhr im Hof des Schlosses Hinterglauchau [Karte
] stattfinden wird. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro. Im Programm sind vorgesehen: Media-Börse, Talk- u. Signierrunden mit Ehrengästen und Konzerte u.a. mit den "The John Lennons Quarrymen".
Weitere Gäste sind Autor Rainer Bratfisch und die Beatles-Coverband "The Strawberries".
Kontakt und nähere Informationen: Beatlesfanclub "Sgt. Peppers Club e.V." | BEAT ARCHIV Glauchau | Telefon: +49 (37 63) 78 85 85
Anzeige | Sgt. Peppers Club e. V.
Kleinstes Beatles Museum in Siegen

(samt T-Shirt) © H. Krämer 2006
Harold, wo bitte schön hast Du dieses tolle T-Shirt her?
Frankfurt/Main (gbip/23. Mai 2006) - Am Freitag, 5. Mai 2006 ging das Magazin "Planet-Wissen" mit dem Thema "Beatles" erstmals im WDR Fernsehen auf Sendung. Mit dabei waren die beiden Beatlesexperten Klaus Voormann und Harold Krämer.
Die vier Pilzköpfe aus Liverpool gelten als die erste Boygroup der Musikgeschichte. Bereits in jungen Jahren setzen die Beatles nicht nur durch ihr durchgestyltes Outfit neue Maßstäbe in der Musikwelt. Es ist ihr "Beat", der Rhythmus ihrer Musik, der die Jugend weltweit in Ekstase versetzt. Unter dem Motto "Die Beatles - Musik einer Generation" wurde das Musikphänomen der Fab Four in "Planet-Wissen" diskutiert, dokumentiert in Filmbeiträgen und garniert mit Beatles-Requisiten aus dem Siegener Beatles-Museum.
Harold Krämer, Inhaber des kleinsten Beatles-Museums der Welt in Siegen, hatte dabei das Vergnügen, als Studiogast mit dem Beatles-Zeitzeugen Klaus Voormann (Musiker, Grafiker, Autor und Beatles-Freund) an der Sendung teilzunehmen.
Voormann war u.a. mit Eric Clapton und Alan White Gründungsmitglied von John Lennons "Plastic Ono Band", er wirkte mit bei den Songs "Imagine" und "All Things Must Pass" und er spielte mit George Harrison beim legendären "Concert For Bangladesh" 1971 in New York. Klaus Voormann entwarf auch das Cover der Beatles-LP "Revolver", für das er 1966 einen Grammy erhielt.
Krämer erhielt durchweg positive Reaktionen. Eine Frau aus Island rief kürzlich bei ihm an, und fragte, wo er denn sein Beatles-T-Shirt gekauft habe. Der Museumschef war schon erstaunt, dass die Sendung dort überhaupt gesehen würde. Die Zuschauerin sagte, sie würde sich viele deutsche Sendungen über Satellit ansehen. Das T-Shirt wolle sie dem Bürgermeister schenken, der ein großer Beatles-Fan sei. Harold Krämer wusste jedoch nur soviel, dass er das T-Shirt beim Estrel-Beatles-Festival in Berlin von irgendeinem Händler aus Liverpool gekauft hatte.

© H. Krämer 2006
Beatles - Back in the BRD
Siegen (ots/28.05.2006) - Vor 40 Jahren waren die Deutschen Teens und alle Fans der "Fab Four" von einem Musikereignis der besonderen Art in den Bann gezogen. Und mit diesem Ereignis ist die Stadt Essen, besser gesagt die "Grugahalle" am 25. Juni 1966 (Jubiläum steht bald an!) in die Musikgeschichte gegangen.
Aber nicht nur Essen, sondern auch München und Hamburg.
Was war passiert?
Im Juni 1966 ist es soweit. Die Beatles kommen erstmals nach ihren Auftritten Anfang der 60er Jahre in Hamburg nach Deutschland zurück. Auf ihrer BRAVO-BEATLES-BLITZTOURNEE (Produktion: Karl Buchmann) geben sie jeweils zwei Konzerte am 24. Juni im "Circus Krone-Bau" in München, am 25. Juni in der "Grugahalle" in Essen und am 26. Juni 1966 in der "Ernst-Merck-Halle" in Hamburg. Und John, Paul, George und Ringo fahren zu den Veranstaltungsorten quer durch die Republik mit der Bahn.
Als Vorgruppen spielen "Cliff Bennett And The Rebel Rousers", "The Rattles" und "Peter And Gordon". Insgesamt besuchen über 34.000 junge Leute die Konzerte.
Wo gibt's das alles zu sehen?
Die BRAVO-Blitztournee-Memorabilia wie auch die vielen Ausstellungsstücke aus der Fernsehsendung "Planet-Wissen" gibt's "Live" in Harold Krämers Beatles-Museum in der Solbacher Straße 24 in Siegen [Karte
] zu besichtigen.
Linkstipps:
"Dann macht es bumm"

© Rockmuseum 2006
Siegen (ots/18.05.2006) - Seit dem 15. Mai 2006 hat die Siegener Oberstadt ein weiteres Museum - zumindest bis zum 30. Juli 2006. Solange läuft die Ausstellung des Siegener Rock-Museums von Maria und Wolfgang Thomas zur Fußball-WM mit dem Titel "Dann macht es bumm".
Veranstaltungsort: Burgstraße 19 (in der ehemaligen Blindenwerkstatt am Oberen Schloss) in Siegen [Karte
].
Wer sich für Fußball und Musik (und wer tut das nicht?) interessiert, sollte sich diese Ausstellung ansehen. Gerd Müller, Kaiser Franz Beckenbauer, "Uns" Uwe, Paul Gascoigne, "Radi" Radenkovic, Julio Iglesias (der schön singt und war auch wirklich mal ein richtiger Fußballspieler!) u.v.a. lassen grüßen.
Weitere Infos unter www.rock-museum.de
Quelle: Kleinstes Beatlesmuseum der Welt in Siegen
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