More Than A "Spoonful" Of Cream
Cream: Royal Albert Hall
London May 2-3-5-6 2005
[CD und DVD, VÖ: 07.10.2005]

© Warner Music Germany 2005
Frankfurt/Main (gbip/23.09.2005) - Mehr noch als einer herbeigesehnten Wiedervereinigung der Beatles (in den Siebzigern) oder als den vollzogenen Reunions von Simon and Garfunkel sowie Pink Floyd hat das fachkundige Publikum Jahrzehnte lang einer erneuten Zusammenkunft von Cream entgegen gesehen: Es waren vier sehr erfolgreiche Nächte in der Royal Albert Hall, London (UK) im Mai 2005 - nun erscheint am 7. Oktober 2005 ein Zusammenschnitt dieses Konzertreigens auf DVD-Video und CD. Angekündigt war es als die Show, welche man in diesem Jahrzehnt unbedingt gesehen haben muss: Cream - bestehend aus Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton - kamen zum ersten Mal seit vielen Jahren der Trennung wieder zusammen. Die Auftritte dieser triumphalen Wiedervereinigung wurden erstklassig auf HD und 5.1 Surround Sound für die DVD-Video- und CD-Veröffentlichungen eingefangen. Auf der DVD sind verschiedene Aufnahmen der bekanntesten Songs zu sehen. Außerdem gibt es Interviews mit der Band über diese historische Zusammenkunft.
Cream entstand im Jahre 1966 und löste sich bereits im Jahr 1968 wieder auf. Doch in weniger als drei Jahren produzierte die Band drei einflussreiche Studioalben, "Fresh Cream" (1966), "Disraeli Gears" (1967) und "Wheels of Fire" (1968) und sicherte sich mit ihrer einzigartigen Musik weltweiten Ruhm und kommerziellen Erfolg. Während ihrer kurzen, aber bemerkenswerten Geschichte tourte die Band fast ununterbrochen und begeisterte ihre Fans. Es gab nach der Trennung nur einen einzigen Auftritt, dieser fand 1993 statt, als Cream in die Rock and Roll Hall Of Fame in Los Angeles (CA, USA) aufgenommen wurde.
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Rezension
Aber bitte mit Sahne
"Zieht man das addierte Lebensalter von 188 Jahren und die Biografien der drei Protagonisten in Betracht, dann mag man kaum glauben, was auf der DVD zu sehen und zu hören ist. Die Bandmitglieder sagen heute selbst, dass die Reunionkonzerte professioneller geprobt und auch durchgezogen wurden, als das, was sie in den sechziger Jahren geboten haben. Das lassen wir mal dahingestellt - auch in Respekt vor der Leistung von Bruce, Baker und Clapton. Fakt ist: Die drei Blues-Brüder bieten Rock vom Allerfeinsten. Der Soundmix aus Bass, Gitarre und Schlagzeug erreicht hier eine Klangfülle, die von solchen Formationen kaum erwartet werden darf. In dieser Arriviertheit und Professionalität hat sich der Bluesrock wieder erfunden, " davon ist German BEAT!-Herausgeber Sven überzeugt. "Es befinden sich ja noch ein paar DVD-Highlights in der Pipeline, wie zum Beispiel das 'Concert For Bangladesh', aber 'Cream Royal Albert Hall ...' ist ein heisser Kandidat auf den Titel 'DVD des Jahres'."
Frankfurt/Main (gbip/25.09.2005) - Lebende Legenden sind vergänglich, vor allem wenn ihr Ruhm bereits in frühen Jahren begründet wurde. Dies galt annähernd 37 Jahre lang auch für die einstige sogenannte britische "Supergroup" Cream. "N.S.U.", "I Feel Free", "Sunshine Of Your Love" oder "White Room" hießen ihre musikalischen Meilensteine. Ihr instrumentalischer Minimalismus ließ sie dort weitermachen, wo die Beatles 1966 aufgehört haben. Cream gelang es rasch zu den angesagtesten Liveacts aufzusteigen, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Protagonisten neue Ausdrucksventile schufen: Jack Bruce keierte improvisierte rhythmische Basslinien, Clapton setzte seine Gitarren minutenlang solo in Szene und Ginger Baker hat sich von Jazzmusikern inspririeren lassen und führte das Trommelsolo in die Rockmusik ein. Nix mehr mit "Yeah! Yeah! Yeah!" oder "If I Needed Someone" - die klassische Gitarrenbeatmusik war in neue Dimensionen aufgebrochen.
Wer glaubt - von Cream ist nach Jahzehnten der einzelnen Parallelkarrieren von Claton, Bruce und Baker nichts mehr übrig - der wurde Anfang Mai dieses Jahres eines Besseren belehrt. Der Spiegel schrieb über die Reunion-Konzerte in London: "The Cream, für viele die erste und beste Supergruppe der Popgeschichte, lieferte das erste Jahrtausend-Konzert der Methusalem-Generation." Und dabei hat die Gruppe auf heutzutage üblichen Schnickschnack wie aufwendige Licht- und Bühnentechnik verzichtet. Wie bereits weiland beim "Concert For George" gibt die Royal Albert Hall mit den vielen tausend roten Sesseln und dem historischen Ambiente bereits so viel Atmosphäre ab, dass es ausreicht, das Licht zu dimmen und im Hintergrund halbhoch psychedelische Blasenbilder computeranimiert ablaufen zu lassen.
Sowohl die Playlist der DVD als auch die der CD folgen streng dem Set der einzelnen Konzerte. Für den Zusammenschnitt bedienten sich die Produzenten aus dem Material vom 3. und 6. Mai. Dennoch bleibt die Dramaturgie einer ganzheitlichen Veranstaltung gewahrt. Allein in der Wahl der Höhepunkte bleibt das Bild diffus: Ist es der Opener "I'm So Glad", Jack Bruces klare Performance von "Sleepy Time Time", Ginger Bakers rund acht Minuten Schlagzeugsolo in "Toad" oder die "Slowhand"-Gitarrensoli in "Badge", "Stormy Monday" oder "Crossroads"? Sichtlich Mühe hatten die Drei eigentlich nur mit dem Stück "Pressed Rat And Warthog" - Baker nuschelte seine Vocals runter, es gelang dem Drummer nicht, seine Kollegen an den Saitenimstrumenten zusammenzuhalten. But, who cares?
32.000 Zuschauer insgesamt traten Anfang Mai den Weg zu den historischen Gefilden an. Artig - wie es sich für heutige Bluesrock-Konzerte gehört, nahmen die Fans auf den roten Sesseln Platz und wagten sich erst nach "Toad" in Richtung Bühne aufzustehen. Dennoch der Eindruck der Ruhe und Behäbigkeit täuscht: Das Publikum - jung (!!!) wie alt - war sichtlich begeistert und ergriffen zu gleich. "Aber wie sich doch die Zeiten gewandelt haben. Die Zuschauer sitzen auf Stühlen und geben sich ruhig, gelassen der Musik hin", so schrieb ein Leser im Beatles-Forum Erdbeerfelder. Der Spiegel hat zugleich eine Erklärung dafür: "Die Babyboomer (haben) ihre Kultur einfach mitgenommen und ... (sind) entschlossen, sich in den westlichen Überalterungsgesellschaften weiter zu amüsieren, wenn auch gelassener und todesnäher." Cream hat es zu recht nochmal allen gezeigt. Das macht deren jugendjahre nicht obsolet. Ihre Studioalben bleiben Meilensteine der Rockmusik. Mit "Royal Albert Hall London, May 2-3-5-6" hinterlassen sie ein vorläufiges Vermächtnis, dass nachfolgenden Bluesrock-Generationen Vorbild und Hoffnung zugleich ist.
Fazit
Die Brillanz der Bilder und der exzellent abgemischte Ton sorgen dafür, dass der Funke - soweit dies überhaupt möglich ist - auch im heimischen Wohnzimmer überschlägt. Die warmen Farben, das abgedunkelte Ambiente sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre - Bluesrock wird heutzutage "clean" verabreicht und auch konsumiert. Unser Tipp lautet daher ganz deutlich: "Ein MUST HAVE für Sixties-Fans." Die DVD ist einer der Favoriten für den Titel "Video-Album des Jahres".
Die CD ist hier aber nur scheinbar im Hintertreffen - Auf der CD-Edition wird das Maximale geboten, was heutzutage von einem Live-Konzert überhaupt noch "rübergebracht" werden kann. Beide Ausgaben werden in einem Schmuckschuber angeboten - das Booklet ist aber nur ein Faltblatt mit Trackangaben, Credits und wenigen Bildern.
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Offizielle Presseinformationen
Cream: Royal Albert Hall London, May 2-3-5-6
![Cream: Vom Fachpublikum herbeigesehnt ... diesen Augenblick [6. Mai 2005], v.l.n.r. Jack Bruce, Ginger baker, Eric Clapton(c) Warner Music Germany 2005](images/Cream_Foto_01.jpg)
Hamburg (wmgg/29.09.2005) - Es war mehr als ein Konzert, als Ginger Baker, Jack Bruce und Eric Clapton im Mai dieses Jahres in der Londoner Royal Albert Hall auf die Bühne gingen - es war ein historisches Ereignis. 37 Jahre nach der Auflösung feierten Cream für 4 Nächte in der Royal Albert Hall eine sensationelle Reunion. Und mit ihnen Tausende von Fans aus jeder Generation und in fast jedem Alter.
Cream existierten nur wenig länger als zwei Jahre, von 1966 bis Mitte 1968, aber in dieser Zeit veränderten sie die Welt des Rock für immer. Eric Clapton hatte sich bei den Yardbirds und bei John Mayalls Bluesbreakers den Ruf als hervorragender Gitarrist erspielt, Jack Bruce und Ginger Baker dienten als perfekter Groovemotor bei Graham Bond. Bruce fand man unter anderem auch in Manfred Mann's Earth Band und mit Clapton zusammen bei John Mayall, mit Baker gründete Clapton später die ebenfalls hochgehandelten Blind Faith.
Zu dritt wurden Baker, Bruce und Clapton zu den ersten Superstars der Rockgeschichte, und es war in jener Zeit, dass Fans die Hauswände in London mit der Parole "Clapton is God" bedeckten. Noch heute gelten sie als die Supergroup schlechthin. Ihren improvisationsfreudigen Bluesrock präsentierten sie auf höchstem Niveau und mit allergrößter Virtuosität. Der Rock war erwachsen geworden, und nach Fresh Cream (1966), Disraeli Gears (1967) und Wheels Of Fire (1968) konnte nichts in der Rockmusik bleiben, wie es einmal war.
Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Band wie Cream vor allem live zu ihrer besten Form findet, und so befand sich das Trio während seiner kurzen und bemerkenswerten Geschichte bis zu seiner Auflösung ununterbrochen auf Tournee. Eine Sensation war dann im Jahre 1993 die Meldung, dass Cream aus Anlass ihrer Aufnahme in die Rock and Roll Hall Of Fame zum ersten Mal nach der Trennung wieder gemeinsam auf die Bühne gingen. Doch der wahre Höhepunkt in der Geschichte Creams erfolgte im Mai dieses Jahres an jenem Ort, an dem sie 1968 ihr Abschiedskonzert gaben: in der Royal Albert Hall.
Die Konzertserie vom 2., 3., 5. und 6. Mai 2005 wurde in erstklassigem, hochqualitativem 5.1 Surround Sound auf HD mitgeschnitten und liegt nun als einzigartiges Dokument vor. Zwar sieht man den Musikern die verstrichenen Jahre an - hören kann man es nicht: Baker, Bruce und Clapton rocken wie eh und je, mit Herz und Seele voll in ihrer Musik aufgehend, virtuos und mit einer technischen Brillanz, die auch heute noch selten zu finden ist.
Mehr als zwei Stunden Cream live bietet "Royal Albert Hall London, May 2-3-5-6" auf zwei DVDs. In einem gelungenen Zusammenschnitt aus allen vier Tagen werden 19 Songs - von "I'm So Glad" und "Spoonful" über "N.S.U.", "Stormy Monday" bis hin zu "White Room" und "Sunshine Of Your Love" - präsentiert, flankiert von drei alternativen Bonustakes von "Sleepy Time Time", "We're Going Wrong" und "Sunshine Of Your Love". Zusätzlich bietet die Doppel-DVD ein 16-minütiges Interview-Special, in dem Baker, Bruce und Clapton über die Band und die Entstehung der viertägigen Wiedervereinigung berichten - optional abspielbar mit Untertiteln in 7 Sprachen und wahlweise in Stereo oder in DTS 5.1 Surround Sound.
Zeitgleich veröffentlicht WSM/Warner Music Group die gleichnamige Doppel-CD mit dem musikalischem Repertoire und einer exklusiven Bonusversion von "Sleepy Time Time".
Quelle: Warner Music Group Germany
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Weitere Informationen
Trackliste
Disk 1
I'm So Glad
Spoonful
Outside Woman Blues
Pressed Rat & Warthog
Sleepy Time Time
N.S.U.
Badge
Politician
Sweet Wine
Rollin' & Tumblin'
Stormy Monday
Deserted Cities Of The Heart
Born Under A Bad Sign
We're Going Wrong
Bonustracks (Sleepy Time Time, We're Going Wrong)
Disk 2
Crossroads
Sitting On Top Of The world
White Room
Toad
Sunshine Of Your Love
Bonustrack (Sunshine Of Your Love)
Special (Interviews mit Clapton, Bruce und Baker)
Technische Daten
Bestellnummer: 0349 70421-2
Box: Double Amaray With Embossed Slipcase + Booklet
Label: Warner Music
Genre: Live Performance + Bonus Material
EAN: 6 0349 70421-2 8
VÖ: 07.10.2005
Länge: ca. 167 Minuten
FSK: o.A.
Sprachen: Englisch
Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch
Tonformat: DTS 5.1 + L-PCM Stereo
Bildformat: 16:9
Disc-Type: 1 x DVD-9 + 1 x DVD-5
Länder-Code: 2/3/4/5
Spec. Feat. DVD: Band Interviews / Bonustracks
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