German BEAT! DAS Portal rund um Beatles und Beat | Informationen zu aktuellen Buchveröffentlichungen

Der doppelte Robert

Frankfurt/Main (gbip/15.03.2005) - Das Lesen (und zum Teil Hören) zweier Biographien in den vergangenen Wochen hat uns zu der Buchbesprechung einer ganz besonderen Art hinreißen lassen. Hier werden die geschriebenen Worte zweier Künstler, die unterschiedlicher gar nicht hätten sein können und doch so seelenverwandt sind, gewürdigt: Robert Zimmerman alias Bob Dylan mit "Chronicles, Volume 1" und Robert "Robbie" Williams mit "Feel".

Was macht die beiden Bücher so lesenwert? Worin bestehen die Gemeinsamkeiten? Wer sagte: "Ich kam mir vor wie ein Stück Fleisch, das man den Hunden zum Fraß vorwirft."

Diesseits und jenseits des Zeniths

Im Fazit ist sich German BEAT! einig - mit "Feel" und "Chronicles" sind zwei Bücher erschienen, die es in sich haben. Auf insgesamt über 900 Seiten erfahren wir eine ganze Menge über die musikalischen Pole des Rock- und Popbusiness des ausgehenden Zwanzigsten Jahrhunderts.

Dabei sind die Erzählungen und Berichte weit weniger von Fakten getrieben als vielmehr durch Empfindungen. Dylan und Williams geben vielmehr über ihre künstlerischen Ambitionen preis, als es wahre Chroniken der Populärkultur hätten jemals machen können. Das jeweilige Publikum kann sich glücklich schätzen - bei 15 Euro für eine CD und 100 Euro für eine Konzertkarte - an der Musik und dem Entertainment teilzuhaben. Das ist Anspruch und Aufgabe genug - mehr von den Protagonisten zu fordern, ist nicht fair. Das Popgeschäft hat bereits einige zugrunde gerichtet - irgendwie war auch John Lennon eines seiner Opfer.

Übrigens der Satz "Ich kam mir vor wie ein Stück Fleisch, das man den Hunden zum Fraß vorwirft." stammt aus der Feder von Bob Dylan.

Doch schauen wir uns die Werke einmal näher an.

...............................................................................................................................................
Rezension

Bob Dylan: Chronicles, Volume 1
[Buch, VÖ: 5. November 2004]

Buchtitel (C) Hoffmann und Campe 2004.
Schreibmaschine geölt
statt Stimme genölt
© Hoffmann und Campe

Im Dunstkreis

Frankfurt/Main (gbip/04.03.2005) - Im gegenseitigen Einflußbereich haben sich zwei "Säulen" der Sixties begeben: Die Beatles und Bob Dylan. Mehr noch - der Einfluß Dylans war es vielleicht, der insbesondere Lennon darin bestärkte, die Kraft der Musik durch die Kraft der Worte nachhaltig zu vermitteln. Bereits am 5. November 2004 erscheinen bei Hoffmann und Campe zwei mit Spannung erwartete Bücher von eben diesem Bob Dylan: Alle Songtexte (in deutsch und englisch) und der erste Teil seiner Autobiografie. "Lyrics" und "Chronicles" heißen die beiden Werke bezeichnender Weise. Die Lebensgeschichte ist auf insgesamt drei Bände angelegt - von seiner Karriere über vier Jahrzehnte.

Bob Dylan räumt auf mit den Mythen und Legenden, die sich um sein Leben und Werk ranken, und erzählt seine Geschichte selbst. Wie er Anfang der sechziger Jahre nach New York kam, wo seine Karriere in den Folkclubs begann. Wie er zur Zeit der großen Unruhen in Amerika um seine künstlerische Identität kämpfen und seine Familie vor der Öffentlichkeit schützen mußte. Wie ihm ein alter Jazzsänger 1987 half, eine große musikalische Krise zu überwinden. Er blickt auf seine Kindheit zurück und schreibt leidenschaftlich über seine Musik, auch über die Einflüsse, die ihn geprägt haben, von Woody Guthrie bis hin zur Dreigroschenoper. So läßt uns der Klappentext zunächst glauben, man könne die Meterware an Dylan-Büchern ad acta legen. Die Wahrheit steht, wie bei Williams auch, irgendwo zwischen den Buchdeckeln. Doch der Meister legt ganz andere Schwerpunkte als man es von einer klassischen Biographie erwarten darf. Nur am Rande erfahren wir etwas von dem folgenschweren Motorradunfall, nach dem Dylan sich für die nächsten Jahre aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Der Folksänger verliert kaum ein Wort über seine anfänglichen phänomenalen Erfolge und seine Einflüsse auf die nachfolgende Musikergeneration. Mag sein, daß einer wie Bob Dylan mit einigen noch offene Rechnungen zu bgleichen hat. Auch darüber hüllt er den Mantel des Schweigens.

Stattdessen wird uns mit "Chronicles" ein authentischer Lebensroman geboten, der aus der Feder des Protagonisten drei wichtige Momentaufnahmen betrachtet:

  • Die Anfänge 1962 in New York
  • Der Rückzug 1966 aus dem Musikgeschäft
  • Die Wende in die Jetztzeit 1989 während der Aufnahmen zu seinem Album "Oh, Mercy"

Das Werk ist literarisch absolut gelungen. Dylan versteht - zuweilen schwärmerisch - seine künstlerischen Orientierungspunkte darzulegen. Er findet anerkennende Worte über die Beatles - über seine Freundschaft zu George Harrison schweigt sich Dylan (wir denken mal, noch) aus. Dem Titel widersprechend hebt "Chronicles" das Konzept einer Zeittafel aus den Angeln - aber zugunsten einer stringenten Beschreibung seiner über Jahrzehnte gradlinigen Treue zu sich selbst und zu seinen persönlichen Idealen, wie Musik und Familie. Das Besondere an seinem Buch sind die detailgetreuen Milieu- und Charakterstudien insbesondere aus seiner Anfangszeit als Musiker. Wunderbar und unvergessen bleiben seine Anmerkungen zur starken wie ebenso bezaubernden Joan Baez. Geradezu aufdringlich - im positiven Sinne - sind seine literarischen Reminiszensen. Er offenbart hier eine Nähe zum Bildungsbürgertum denn zu den "Prinzen der Protestbewegung - unzurechnungsfähig aussehende Gestalten, potthässliche Mädchen, Vogelscheuchen und Vagabunden, die einen drauf machen und die Küche plündern wollten." Er liebt Clausewitz, Honoré de Balzac oder auch William Faulkner. Dylan blickt im Übrigen auf einige Buchveröffentlichungen zurück, wie beispielsweise "Tarantula" (1971), "Writings and Drawings" (1973) oder "The Songs of Bob Dylan 1966-1975". Er ist Ehrendoktor der Universität von Princeton und wurde mehrfach für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.

German BEAT! fühlt sich leider nicht mal im Ansatz den "Dylanologen" zugehörig. Doch wenn man sich wie wir der Musik verbunden fühlt und eine Schwäche für gute Songs und Melodien empfindet, kommt man an "His Bobness" nicht vorbei - auch ohne den Mythos um die Person und das krude Verhältnis des Meisters zu seinem Live-Publikum jemals verstehen zu müssen. Auf dieser Erkenntnisstufe stehend, erfahren wir durch "Chronicles" zwar nicht soviel über Bob Dylan, aber wir lernen ihn besser kennen.

Bibliografisches

Chronicles - Volume one
von Bob Dylan (Autor) , Gerhard Henschel (Übersetzer) , Kathrin Passig (Übersetzer)
ISBN : 3-455-09385-X
Originalsprache : Amerikanisch
Originaltitel : Chronicles: Volume 1
Seiten : 304
Grösse : 16,5 cm x 25,4 cm
22,00 EUR (D) - 22,70 EUR (A) - 38,60 SFR (CH)
Erschienen am : 5. November 2004

Bob Dylan: Chronicles, Volume 1
[Hör-Buch, VÖ: 8. März 2004]

Foto: Kölscher Dylanologe: W. Niedecken (c) Capitol Music Germany 2005.
Kölscher Dylanologe Niedecken
© Capitol Music Germany

BAP-Frontman Wolfgang Niedecken liest Chronicles

Frankfurt/Main (gbip/15.03.2005) - Der Stoff, den Niedecken zum Besten gibt, ist dankbar: In der ersten Person Singular verfaßt, lyrische Stilleben, wenngleich nicht chronologisch dann doch stringent aufgebauter Plot - diese Inkredenzien sollten dem Erzähler Halt bieten und die Möglichkeit verschaffen, dem Vorlesestoff eine persönliche Note mit auf dem Weg zu geben.

Wolfgang Niedecken trotzt diesen Elementen. Als Kölscher Dylanologe anerkannt - ringt ihm das Hörbuch-Projekt zuviel Ehrfurcht ab, als daß er für die Zeit des Erzählens den Versuch unternehmen würde, in die Rolle von "His Bobness" zu schlüpfen. Den lyrischen Beschreibungen fehlt der nötige Pathos. Wenn der Meister über Joan Baez oder Woody Guthrie schreibt, sieht man das Herzblut förmlich fließen - jedoch hört man es kaum. Im Übrigen trifft dies auch auf das amerikanische Original zu, wie der Beispielauszug über Woody Guthrie - gesprochen vom Hollywood-Schauspieler Sean Penn - dokumentiert. Doch diese Art von Understatement läßt offenbar Methode vermuten. Wie das Druckwerk folgt auch das Hörbuch der Devise: Möglichst wenig von Dylan verraten, um ihn besser kennenlernen zu dürfen.

Daß die sechs Stunden "Robert Zimmerman pur" dennoch nicht langweilig werden, ist Wolfgang Niedecken zu verdanken. Keinesfalls kann man dem kölschen Sänger vorwerfen, er leiere das Buch herunter. Im Gegenteil, seine warme, tiefe Stimme klingt gut und er besitzt auch die nötige Präsenz. Der BAP-Mann hat - vor dem Hintergrund der selbstauferlegten Zurückhaltung - noch das Beste aus dieser hervorragenden deutschen Übersetzung gemacht - kein leichter Job für Niemand. Es scheint so, als käme das Thema Dylan so noch mit der höchst möglichen Authentizität 'rüber.

Übrigens, Wolfgang Niedecken tritt dieser Tage noch dreimal live mit seinem Hörbuchprogramm auf:

  • 17. März 2005 um 15:00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse am 3sat-Stand, Näheres hier ...
  • 17. März 2005 um 21:00 Uhr im Schauspiel Leipzig, Infos hier ...
  • 18. März 2005 um 19:30 Uhr im Landestheater Eisenach, Infos hier ...

Chris Heath: Feel - Robbie Williams
[Buch, VÖ: 18. Oktober 2004]

Cover: Chris Heath 'Robbie Williams: Feel' (C) Rowohlt 2004.
"The truth is in here - sowewhere"
© Rowohlt

Wieviel Popstar soll's denn sein?

Frankfurt/Main (gbip/04.03.2005) - Ein ganz anderes Verhältnis zum Bürgertum - besser gesagt zu deren Töchtern - pflegt der andere Robert - Robbie Williams. Im Oktober 2004 erschien bei Rowohlt die 600 Seiten starke Biographie "Feel". Das Werk stammt aus der Feder von Chris Heath. Der Brite ist ein angesehener Musikjournalist und schreibt unter anderem für Rolling Stone, Telegraph und Sunday Times. Er begleitete den exzentrischen Popstar zwei Jahre lang durch den Alltag. "Feel" ist zwar keine Autobiografie - kommt dieser aber aufgrund der vielen O-Töne Williams sehr nahe. Heath konzentriert sich auf die Rolle des Chronisten und nur selten auf die des Kommentators. Er war dabei - auch in der Zeit, in dem es Robbie Williams wohl am schlechtesten ging und er in Los Angelos den Abstand suchte, ehe er mit dem Album "Escapology" zu weiteren Ufern aufbrach. "Robbie provoziert und verführt - und ist oft verwundert, wenn sein Erfolg zur Falle wird", heißt es in der Presseankündigung zum Buch.

Doch genau wie Dylan ist auch Williams stets bemüht, seine künstlerischen Ambitionen darzulegen. Während der Meister des Folks seine Unabhängigkeit in literarischer Epik einzufordern weiß, bleibt einem wie dem englischen Popstar gar nichts anderes mehr übrig, als diese lauthals mit bis zuweilen drastischen Worten zu beanspruchen. Als Leser angesprochen, fragt man sich unweigerlich, wieviel Popstar man für den Preis einer CD oder einer Konzertkarte erwirbt?

Für Robbie Williams ist das implizit die Kernfrage, die ihn fortwährend bewegt. "Feel" legt den Schwerpunkt auf den öffentlichen "Rob" (wie er im Buch konsequent genannt wird), der verzweifelt auf der Suche nach privater Abgeschiedenheit und persönlichem Glück ist. Sogenannte Fans und die für die allgemeine Öffentlichkeit eintretende Presse versuchen immer wieder, den Künstler ganz und gar für sich einzunehmen.

"Feel" ist amüsant geschrieben und taucht ein in das private Leben und Denken von Rob. Das Buch ist zugleich die Aufarbeitung des Aufstiegs vom "Take-That-Bandmitglied" zum europäischen Entertainer. Williams strickt fleißig an seinem Alter Ego "Pure Francis", um sich vom Popstar-Image freischwimmen zu können. Das verschafft ihm hoffentlich den nötigen Abstand und die künstlerische Freiheit. Zeitgleich mit dem Buch "Feel" erschien im letzten Herbst bei EMI Robs "Greatest Hits"-Album.

Bibliografisches

Feel Robbie Williams
von Chris Heath (Autor)
ISBN : 3-498-02980-0
Originalsprache : Englisch
Seiten : 608
16 s/w Abbildungen im Text - Fotostrecke mit farbigen Fotos, gebunden
22,90 EUR (A/D) - 39,80 SFR (CH)
Erschienen am : 18. Oktober 2004

...............................................................................................................................................
Verlosung

Bob Dylans "Chronicles, Volume 1" zu gewinnen

Cover: Oh, Mercy (C) Columbia/Sony 1989.
Cover zu "Oh, Mercy"
© Columbia/Sony

Frankfurt/Main (gbip/15.03.2005) - Bob Dylan hat 1989 zusammen mit Daniel Lanois - dem Produzenten von U2, Peter Gabriel und anderen - ein viel beachtetes Album veröffentlicht. Wie heißt dieses Album?

Na, klar - "Oh, Mercy" heißt die Platte. War auch nicht weiter schwer. Der Gewinner der Buchausgabe von Bob Dylans "Chronicles, Volume 1" aus dem Hause Hoffmann und Campe ist benachrichtigt.

Schaut man sich ein wenig unter den Kritiken (hier nur als Beispiel die Rezensionen der Fachpresse und Fans bei Amazon.de oder bei Amazon.com) um, so ergibt sich kein eindeutiges Meinungsbild zu dieser Veröffentlichung:

Das Spektrum reicht von "Oh, Mercy ... Some Terrific Moments" bis "Dylan's Big Comeback" - Von "Stimmungsvoll" bis "Reicht nicht an die großen Alben heran". Fakt ist nur, daß Dylan etwas ganz Besonderes mit diesem Album verbindet: Ende der achtziger Jahre faßte Bob neuen Mut, fand nach eigenem Bekunden irgendwie zu alter Leichtigkeit zurück.

Dylan war "mit einer Ideenkakophonie angereist und (hätte) unter den wachsamen Augen der Götter alles gegeben, was (ihm) zu Gebote stand ... Am Ende muß man immer ein paar Abstriche von den eigenen Vorstellungen machen und Kompromisse schließen, und so war es auch gekommen, aber ich war zufrieden mit der Platte und Danny (Lanois) ebenfalls. Ich kann nicht sagen, ob es die Platte war, die wir uns jeweils gewünscht hatten." Bob räumt in seiner Biographie auch ein, daß man für Songs wie "Hard Rain" die Kraft braucht, "Geister zu beschwören ... Einmal war es mir gelungen, und das sollte genügen."

Doch überzeugt euch selbst ... Bob Dylan hält - wie für alle anderen Alben auch - die Anspieltakes von Oh, Mercy auf einer eigenen Webseite http://bobdylan.com/albums/ohmercy.html parat.

...............................................................................................................................................
German BEAT! berichtet

Dylanologe Greil Marcus wartet mit Songbiographie auf

Cover: Greil Marcus 'Like a rolling stone' (C) Kiepenheuer & Witsch 2005.
Cover zum neuen
Greil-Marcus-Buch
© KiWi

Frankfurt/Main (gbip/15.03.2005) - Am 29.3.2005 erscheint in den USA "Like A Rolling Stone - Bob Dylan at the Crossroads". Die deutsche Erstausgabe soll im Mai bei Kiepenheuer & Witsch unter dem Titel "Like A Rolling Stone - Die Biographie eines Songs" als Taschenbuch erscheinen. Das Werk wird 200 Seiten umfassen und Euro (D) 7,90 (sFr 14,60 / Euro (A) 8,10) kosten.

Greil Marcus gilt als einer der bedeutendsten Musikkritiker der Welt. Bob Dylan gehört zu den einflussreichsten Musikern der letzten 40 Jahren. Und "Like a Rolling Stone" ist eines der bekanntesten Musikstücke aller Zeiten. Für Greil Marcus markiert der Song einen tiefen Einschnitt in der amerikanischen Geschichte, aber auch in der künstlerischen Entwicklung von Bob Dylan. Ausgehend von den sagenumwobenen Aufnahmen zu "Like a Rolling Stone" bricht Marcus auf, in der Biographie eines Songs die Geschichte einer ganzen Generation einzufangen.

Off The Topic - But Beautiful - ein (Hör-)Buch über Jazz

Cover: But Beautifil(C) Roofmusic 2004.
Hörbuch-Cover: But Beautifil
© Roofmusic

Als wir der Dylan-Chronik lauschten fiel uns dennoch unweigerlich das Hörbuch "But Beautiful - ein Buch über Jazz" von Geoff Dyer wieder ins Gedächtnis. Die CDs basieren auf das gleichnamige Bestsellerbuch aus den Jahre 1991. "But Beautiful" handelt von der einzigartigen Musik und den Männern, die diese Gattung nicht nur spielen sondern auch leben. Dabei beläßt es Dyer nicht beim Beschreiben. Er verwandelt Fakten und Fiktion zu einer literarischen Symbiose. Mathias Brandt hat sich in engagierter Weise dieses Werkes angenommen. Mit sympathischer Stimme liest Brandt aus dem Buch - gar ein wenig in sich gekehrt - gerade so wie ein moderner Jazz-Solist. Das 3-CD umfassende Hörbuch ist bei Roofmusic erschienen.

...............................................................................................................................................
Offizielle Pressemitteilung

Wolfgang Niedecken liest Bob Dylan

Cover (C) Chantal 2004
Dylan-Hörbuch: Nicht genölt. © Hoffmann & Campe

Hamburg (ots/17.02.2005) - "Bob Dylan war für mich wie ein Urknall. Der Sänger unserer Schülerband, bei der ich Bassist war, kam eines Tages an und hatte den Text von Like a Rolling Stone dabei. Von da an war nichts mehr wie bisher. Ohne Bob Dylan wäre mein Leben anders verlaufen. Ich wäre wohl nie Musiker geworden.", so Wolfgang Niedecken.

Chronicles-Hörbuch erscheint in deutscher Sprache

Vielleicht hätte Wolfgang Niedecken (geboren 1951 in Köln) ohne Bob Dylan nie den Mut gefunden, Musiker zu werden und eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Rockbands zu gründen. Der Frontmann und Sänger von BAP ist bis heute aber ebenso anerkannter Künstler und Maler, der erst jüngst durch eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle geehrt wurde. Auch wenn er neben seinen künstlerischen Produktionen immer wieder politisch Flagge zeigt, sei es durch das "Arsch huh Konzert gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus" (1992) oder durch sein Engagement als Botschafter von "Gemeinsam für Afrika" (2004), will sich Wolfgang Niedecken wie Bob Dylan nicht als geistiger oder politischer Wortführer einbinden lassen. Vielleicht deshalb gehört Dylans My Back Pages zu einem seiner Lieblingslieder. Auf seinem Soloalbum "Leopardefell" (1995) - einer Hommage an sein Vorbild - ist es in der Version "Viel passiert" zu hören. Und nicht umsonst ist der BAP-Kinofilm von Wim Wenders nach eben diesem Titel benannt.

"Bob Dylan ist für mich wirklich der 'Einstein der Musik'.", reüssiert Niedecken.

Wolfgang Niedecken liest und singt Bob Dylan - Live-Präsentation

Der BAP-Sänger live: er stellt die erste Autobiografie seines großen Vorbilds Bob Dylan vor und singt dessen Songs. [Die aktuellen Veranstaltungstermine siehe hier ...]

Dylans Musik hat nicht nur ihn, sondern eine ganze Generation geprägt, seine Lieder gehören zu den meist gehörten aller Zeiten und dürfen heute genau wie damals in keiner Plattensammlung fehlen. Bob Dylan räumt auf mit den Mythen und Legenden, die sich um sein Leben und Werk ranken, er erzählt seine Geschichte selbst, blickt auf seine Kindheit zurück, schreibt leidenschaftlich über seine Musik und über die Einflüsse, die ihn geprägt haben.

Das Hörbuch erscheint am 8. März 2005
Gekürzte Fassung / Lesung
mit Wolfgang Niedecken
5 CDs, 12-seitiges Booklet
Gesamtlaufzeit 362 Minuten - Euro 30,00 - Euro 31,10(A) und sFr 55,10 (CH)
Produktion Hoffmann und Campe 2005
ISBN 3-455-30361-7

Weitere Informationen zum Hörbuch gibt es auf der Webseite von Hoffmann und Campe.

...............................................................................................................................................
Weitere Informationen und Links

Links

...............................................................................................................................................
Zurück zum Seitenanfang