Horizontal Memories

Zürich, Migros Museum, 4. Juni bis 14. August 2005

Morning Beams/Riverbed; 1996/2005; Seile, Stahlplatten, Steine; Grösse variabel; aus der Sammlung der Künstlerin (C) Migrosmuseum 2005
Morning Beams/Riverbed: Furt zum Himmel
oder zur Hölle © Migrosmuseum

"Erstelle eine Liste mit den Themen,
die Dichtraurig machen.
Sammle die gleiche Anzahl von Steinen und häufe sie.
Lege jeweils einen Stein dazu, wenn Du wieder einmal traurig bist.
Verbrenne die Liste und erfreue Dich an dem Berg der schönen Steine.

Erstelle eine Liste von Themen, die Dich glücklich machen.
Sammle die gleiche Anzahl von Steinen und häufe sie.
Lege jeweils einen Stein dazu, wenn Du Dich glücklich fühlst.
Vergleiche diesen Berg von Steinen mit dem der Traurigkeit."

Cleaning Piece von Yoko Ono (1996; Übersetzung: German BEAT)

Zürich (gbip/21.07.2005) - Mit "Cleaning Piece", "Morning Beams" und "Riverbed" steht eine Installationstrilogie im Entree des Migrosmuseums, die das Lebensmotto der japanischen Künstlerin Yoko Ono zu sein scheint.

Das durch die Fenster eines ehemaligen Loftes eindringende Sonnenlicht sorgt für eine eindrucksvolle Illumination der Skulpturen. Im schlichtem Weiß gehalten, bilden die verschiedenen Räume nicht nur einen Themenpark durch Yoko Ono Werke sondern laden auch zum Mitmachen und -denken ein.

German BEAT Herausgeber Sven war am vergangenen Mittwoch in Zürich und fand sich in einer beeindruckenden Ausstellungsatmosphäre wieder. Hier folgt nun sein Bericht.

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Ausstellungskritik

Kunst im Kopf

Ausstellungsplakat: Yoko Ono Horizontal Memories / Yoko Ono steht für lebndige Kunst(C) migrosmueum Zürich 2005
Steht für lebendige Kunst
© migrosmuseum

Kunst findet man schön oder nicht. Kunst versteht man oder nicht. Über Kunst lässt sich streiten oder nicht. Kunst ist etwas Materielles und Immaterielles zugleich. Der Diskurs über Yoko Onos Werke und ihre musikalischen Qualitäten trennt wie ein Flussbett (Riverbed) ihre Anhänger von den Gegnern. Die Kritik orientiert sich dabei vorwiegend am Äußeren: "Simpel, obskur, schrille Stimme."

Doch Yoko Ono beweist mit ihrem Schaffen , dass Kunst nicht schön sein muss, dass Kunst nicht materiell sein muss. Dass Kunst somit in erster Linie im Kopf des Betrachters oder des Zuhörers stattfindet: Wenn Kunst wirklich verstanden werden will, muss sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar sein. Die Botschaft ist das Ziel, die Form das Transportmittel. So gibt es denn in Zürich auch keine Rembrandts zu sehen oder gediegenes Kunsthandwerk, sondern Steinhaufen - "Cleaning Pieces" (1996/2005; Steine auf Holzplatten; Größe variabel) - und zerlegte Möbelteile und Gebrauchsgegenstände - Half-a-Room (1967; Bearbeitete Readymades) - sowie spärlich beschriebene Instruktionen auf DINA3-Plakaten - Instructions (1995/1996; Offsetdruck; 23 Teile; je 40 x 60 cm).

Der "Rote Faden" durch Onos Werk ist die virtuelle wie physische Interaktion mit dem Besucher. Beeindruckenstes Exponat ist die gleichzeitige großflächige Projektion auf zwei gegenüberliegenden Wandseiten von "Cut Piece" aus den Jahren 1965 und 2003. In diesen Performances nahm das Publikum die Gelegenheit wahr, der japanischen Künstlerin jeweils kleine Fetzen aus der Ober- wie Unterbekleidung zu schneiden - in der Tat sind dies bedrückende Situationen für Ono wie für die anderen Beteiligten. Anno 65 saß die junge Protagonistin nahezu regungslos auf dem Boden. Es fällt auf, dass seinerzeit die mitwirkenden Zuschauer der Japanerin wenig Aufmerksamkeit schenkten. In der Jetztzeit nutzten viele Teilnehmer den kurzen Moment des Abschneidens für kleine Gesten, wie Augenkontakt. Sogar Küßchen gab's. Yoko Ono saß nicht ohne sichtbarem Vergnügen ebenfalls fast regungslos auf einem Stuhl. Sie sagte selbst einmal bezüglich des "Cut Piece Events 2003" in Paris: "Diesesmal bat ich das Publikum den jeweils errungenen Kleiderfetzen an eine liebe Person zu setzen. Als ich das 40 Jahre zuvor begann - 40 Jahre, ich kann's kaum glauben - steckte ich noch voller Angst und Wut im Bauch, doch dieses Mal empfand ich ein unglaubliches Gefühl von Liebe für die Welt."

Von eben solch bedrückender Partizipation zeugt auch die Installation "Horizontal Memories (Shattering Glass)", die der Zürcher Ausstellung ihren Namen gabe. So lädt diese Installation (1997/2005; Kunststoffboden, beschichtetes Glas, Fotografien) dazu ein, auf Fotos von unbekannten Personen zu treten und dabei billigend in Kauf zu nehmen, dass die schützende Glasscheibe darüber bricht. Metaphorisch macht uns diese Bodenplastik auf unsere eigene Existenz und unser Verhältnis zu anderen Menschen aufmerksam: Wer sind wir - noch -, wenn später nur noch eine Fotografie von uns übrig bleibt. So folgt der Einladung eine ambivalente Tat.

Accessiores für den Besucher (C) 2005 Ono 2005, Foto: (C) German BEAT 2005
Accessiores für den Besucher
Foto © German BEAT

Andere Formen der Besuscherbeteiligung fallen versöhnlicher aus: Breath/Touch/Dream (1996-1997; Broschen aus Metall; Durchmesser: 3,07 cm) oder Onochord (2004; Installation; DVD Loop; Taschenlampen; Größe variabel). Kleine Geste der Veranstalter: Die Buttons wie auch die Ono-Lampe verbleiben als kleine Souvenirs beim Besucher (siehe Bild rechts). Doch es gibt mehr mitzunehmen. Die Werkschau der gebürtigen Japanerin demonstriert in insgesamt 9 Räumen; dass Kunst in erster Linie auf Ideen und Konzepten basiert, deren Materialisierung sich wiederholt in beliebiger Form - und das ist das Bestechende daran - von jederfrau und jedermann umsetzen läßt.

In Oslo ging die Ausstellung noch einen Schritt weiter und band nicht nur elektronische Medien, wie Radio, Internet oder SMS in die Veranstaltungsreihe mit ein, sondern auch eine Plakataktion in der gesamten Stadt. Zürich konzentrierte sich auf das Wesentliche.Wer Onos Kunstbegriff von progressiven wie sinnstiftenden Botschaften in simpler Darbietung verstehen möchte, dem bietet "Horizontal Memories" dort einen nahezu vollständigen Ansatz. Die Ausstellung ist im Migrosmuseum für Gegenwartskunst noch bis zum 14. August geöffnet.

Ausstellungskatalog

Zürich hat keinen eigenen Ausstellungskatalog aufgelegt, sondern greift auf die detaillierten Vorarbeiten der norwegischen Museumskollegen zurück. Der Band beschreibt sehr ausführlich die einzelnen (in Oslo) gezeigten Exponate und deren kunstgeschichtliche Einordnung. Weitere Themenschwerpunkte sind Onos Gedanken zu den "Instructions" sowie zwei Abhandlungen ihres musikalischen und filmischen Ansatzes.

Titel: Yoko Ono - Horizontal Memories
Herausgeber: Astrup Fearnley Museum of Modern Art.
Erscheinungsort/-jahr: Oslo 2005.
Seiten 173 mit vielen Werkbeschreibungen und Werkdarstellungen (als Fotos oder Darstellungen).
Bezugsquelle: www.afmuseet.no

Im übrigen stammen alle Zitate im englischen Original aus dem Ausstellungskatalog.

Apropo - Oslo

Frankfurt/Main (gbip/21.07.2005) - Vom 22. Januar bis 8. Mai 2005 gab Yoko Ono erstmals seit ein paar Jahren wieder mit einer umdassenden Austellung in Europa ein Stelldichein. "Horizontal Moments" fand einen enormen Zuspruch unter den Kunstinteressierten in Norwegen. Eine Sprecherin des Astrup Fearnley Museum of Modern Art in Oslo erklärte gegenüber German BEAT: "The exhibition was a tremendous success for the museum with a new visitior’s record! The general impression was that people was very much impressed by her art, many people didn’t know the quality of Yoko Ono’s art before they saw the exhibition 'Horizontal Memories' here in the museum.

As well as the artworks in the Astrup Fearnley Museum of Modern Art, people could also get 10 of her instructions as badges, and they had her instructions and films available on mobile phone. This was a tremendous achievement for the museum and the mobile phone company that works for us! The technology to show films on mobile telephones is quite new, and Yoko Ono herself was very impressed by this.

The performance that Yoko Ono held in the Cinemateket (next to the museum) the day before the opening was also a tremendous success. She performed some of her instructions, did singing and dancing (some of it together with her son, Sean), and also an interview-performance.

The exhibition received a lot of interest from the Norwegian media, both radio, television and all the newspapers.

The museum is very pleased that the Migros Museum für Gegenwartskunst shows the exhibition in Zürich. Grete Arbu (curator in Oslo) went there for the installation, and the director from Astrup Fearnley Museum of Modern Art went for the opening last month. They were both very pleased with the way the exhibition ended up in Migros. Also the event in the art school in Frankfurt was very successful! The exhibition will be traveling to more places in Europe and America in the time to come."

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Ausstellungsinformationen

Aus Besucher werden Beteiligte

Katalog-Cover von Horizontal Memories Ausstellung in Oslo (C) 2005 Astrup Fearnley
Katalog-Cover aus Oslo
© Astrup Fearnley

Zürich (ots/Mai 2005) - Mit einer umfassenden Einzelausstellung im migros museum für gegenwartskunst wird die japanische Künstlerin Yoko Ono (*1933) das erste Mal einem grösseren Publikum in der Schweiz vorgestellt. Bereits in den 1950er Jahren veranstaltete Yoko Ono erste Happenings und Performances und zählte später zu einer der treibenden Kräfte der Fluxus-Bewegung. Die Ausstellung verbindet ihre wichtigsten Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre mit neueren Werken und bildet einen Schaffensüberblick. Gezeigt werden Installationen, Skulpturen, Filme, Fotos sowie ihre bekannten Instructions (Anleitungen). Ebenfalls wird ein Schwerpunkt auf das musikalische Werk der Künstlerin gelegt.

"Kunst ist eine Art des Überlebens" - Yoko Ono

Die Ausstellung, die einen retrospektiven Charakter aufweist, zeigt die Diversität der Künstlerin Yoko Ono auf, die anhand von ausgewählten Arbeiten aus den letzten fünfzig Schaffensjahren dargestellt wird. Im Verlauf der Jahrzehnte wurde sie in Zusammenhang mit verschiedensten Kunstrichtungen wie der Concept Art, der Fluxus-Bewegung oder der Body Art gestellt, sie blieb jedoch immer unabhängig und pionierhaft. Die Fragestellung nach dem "Konzept" in der Kunst und dem Kunstobjekt zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach dem Betrachter und seiner Aufgabe. Die Ausstellung präsentiert viele Arbeiten, die ein aktives Partizipieren des Besuchers einfordern, um den kreativen Prozess des Kunstwerks voranzutreiben. Durch die Multimedialität bzw. Intermedialität innerhalb ihres Schaffens zeigt sich, dass Yoko Ono immer wieder versucht hat, die klassischen Gattungsgrenzen innerhalb der Künste aufzubrechen und neu zu formulieren. Andere Arbeiten verbinden eine poetische Narration, spiegeln aber gleichzeitig die kritische Weltreflexion Yoko Onos wieder. Für die Arbeit Water Event (1971/2005), deren Wiederaufnahme in Zusammenarbeit mit dem Kurator Hans Ulrich Obrist entstanden ist, wurden fünfzig Künstlerinnen und Künstler eingeladen je eine Skulptur oder ein Konzept für einen Wasserbehälter nach ihrer Instruktion zu kreieren.

Yoko Ono wächst unter einer traditionellen Gesellschaftsordnung in den 1930er Jahren in Japan auf. Bereits im frühen Kindesalter erhält sie Klavier- und Gesangsunterricht mit der Erwartung ihres Vaters, dass sie später einst eine Musikkarriere einschlagen wird. 1952 beginnt Yoko Ono als erste Frau mit einem Philosophie-Studium an der Gakushuin Universität in Tokio. Dort kommt sie mit den Diskursen über den Marxismus und Existentialismus in Berührung. Zusammenfallend mit dem Umzug der Familie nach Scarsdale, New York bricht Yoko Ono enttäuscht vom "akademisierten" Diskurs über Philosophie das Studium ab und nimmt am renommierten Sarah Lawrence College das Studium der zeitgenössischen Komposition und Poesie auf. Besonders die Wiener Schule von Arnold Schönberg und Anton Webern und ihrer Zwölftonlehre prägen die Künstlerin für ihr späteres Schaffen.

Während dieser Zeit bewegt sich Yoko Ono in den Kreisen um John Cage, David Tudor und dem living theatre, das massgeblich an der Entstehung einer off Broadway Theaterszene beteiligt war. 1955 heiratet sie den japanischen Pianisten und Komponisten, Ichiyanagi Toshi, ein Schüler von John Cage. Der avantgardistische Gesellschaftskreis in dem sich Yoko Ono bewegt, sieht sich direkt als Antipode zu dem "heroisch" gewordenen Abstrakten Expressionismus - mit Happenings und Performances. Kunst soll nicht mehr als statisches Gebilde, sondern als Prozess des Entstehens, als Aktion verstanden werden. So wurde die Performance Lighting Piece von 1955, in der Yoko Ono ein Streichholz anzündet und die Konzentration des Betrachters auf dessen Verbrennung lenkt, schnell zur Ikone ihrer Instruction-Serie, die sie 1964 in ihrer Publikation Grapefruit zusammenfasst. Die Instructions isolieren meist eine alltägliche Handlung (wie eben zum Beispiel das Anzünden eines Streichholzes) und geben dieser eine vollständige Aufmerksamkeit, die sich gleichzeitig nach zen-buddhistischer Lehre mit dem "Selbst" verbindet. Nebst dem bewussten Erkennen der Handlung soll auch das eigene Subjekt dadurch wahrgenommen werden. Das Publikum bleibt nicht bloss passiver Betrachter des Geschehens, sondern wird zu einem erfahrenden, einem lehrenden Teil des Geschehens. Im gleichen Verfahren soll auch das Werk Instructions for Paintings (1961/1962) behandelt werden, der Betrachter wird aufgefordert die Bilder imaginär in ihrer Weiterführung zu gestalten.

Für grosses Aufsehen sorgt Yoko Ono schliesslich mit ihrer Performance Cut Piece (1964/1965), die sie in Kioto, Tokio, New York und London hält. Diese sichert sich wie keine andere in der Kunstgeschichte der Performance einen Platz. Emotionslos kniet Yoko Ono in traditioneller japanisch-weiblicher Pose vor das Publikum hin und fordert jeden Betrachter auf, mit einer Schere ein Stück ihrer Kleidung abzuschneiden. Nach ungefähr vierzig Minuten sitzt die Künstlerin - immer noch mit versteinerter Miene - entblösst vor dem Publikum. Die Performance wird heute als protofeministischer Konzeptualismus beschrieben.

1964 lässt sich Yoko Ono von Ichiyanagi Toshi scheiden. Gemeinsam mit ihrem zweiten Ehemann, Anthony Cox, wird sie Teil einer Erneuerungsrevolte gegen die Filmkonventionen der 1960er Jahre. Sie proklamieren eine alternative Filmästhetik, Offenlegung und Anerkennung der Materialität sowie des künstlichen Produktionsprozesses von Film. Zwischen 1966 und 1982 produziert Yoko Ono sechzehn Filme, wobei die jüngeren oftmals eine Gemeinschaftsproduktion mit John Lennon sind. Diese Filme teilen formale Anforderungen der unabhängigen Filmszene. In den Filmen No. 4 (Bottoms) (1966-1967) und Fly (1970) werden nackte Menschenkörper durch Einzelbildkompositionen auf eine komische und asexuelle Art und Weise gezeigt. Die starke physische Präsenz der Körper, die jedoch abgelöst von jeder Handlung und Charakterisierung sind, zeichnet diese Filme aus.

Half-A-Room; 1967; Bearrbeitete Readymades; aus der Sammlung der Künstlerin (C) Migrosmuseum 2005
Der Mensch ist auch nur eine Hälfte
© Migrosmuseum

Schliesslich zieht Yoko Ono 1967 nach London. Im gleichen Jahr präsentiert sie dort in der Lisson Gallery, ihre Installation Half-A-Room (1967). Die Installation gibt ein spartanisch eingerichtetes Zimmer wieder, in welchem jeder Gegenstand fein säuberlich in der Mitte auseinander geschnitten und weiss gestrichen ist. Die Installation untersucht den Begriff der "Halbierung" sowohl der physischen als auch psychischen als eine Bedingung der menschlichen Existenz. Der Raum soll nicht als unvollständig betrachtet werden, sondern lässt wiederum Imaginationsraum zur Vervollständigung. Gleichzeitig spielt dieser auf das philosophische "Konzept" des halbleeren bzw. halbvollen Wasserglases an. Als Reaktion auf ein Dokumentationsfoto der Ausstellung mit Yoko Ono im Raum, soll jemand die Frage gestellt haben, warum da nicht auch nur ein halber Mensch im Raum sei. Sie antwortete lakonisch, dass jeder Mensch nur eine Hälfte sei. 1969 findet Yoko Ono ihre andere Hälfte in John Lennon. Die Love and Peace-Aktionen zusammen mit John Lennon machen Yoko Ono in kürzester Zeit zu einer der bekanntesten Frauenfiguren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Die Arbeiten, die in den 1990er Jahren entstanden sind, zeigen weiterhin den kritischen Blick Onos auf unsere Gesellschaft, verbinden sich aber immer wieder mit dem Vokabular der Poesie, das sich Yoko Ono über die Jahrzehnte hinweg aufgebaut hat. In der Arbeit Wish Tree (1996/2005) wird der Besucher aufgefordert nach alter Shinto Tradition seine Träume auf Papier niederzuschreiben, und an einen Baum zu hängen - in einer Gesellschaft, die das Träumen nicht mehr als essentiell ansieht, wird so ein kollektives Verlangen nach einer Zukunft geschaffen. Mit den Arbeiten Morning Beams (1996/2005) und Riverbed / Cleaning Piece (1996/2005), die an einen japanischen Steingarten in der Morgensonne erinnern, wird dem Besucher ein Ort der meditativen, zen-buddhistischen Ruhe geschaffen.

In der Ausstellung werden folgende Arbeiten gezeigt: Instructions For Paintings (1961/1962), Sky Machine (1966), Half-A-Room (1967), Amaze (1971/2003), Vertical Memories (1997), Horizontal Memories (1997/2005), Sky TV (1966/2005), Wish Tree (1996/2005), Morning Beams (1996/2005), Riverbed / Cleaning Piece (1996/2005), Crickets (1998), Water Event (1971/2005). Sowie die Filme Film No. 1 (Match) (1966), Film No. 4 (Bottoms) (1966-1967), Film No. 5 (Smile) (1968), Rape (1969), Fly (1970), Freedom (1970), Apotheosis (1970), Erection (1971) und die Musikarbeiten: Cough Piece, Fly, A Blueprint for The Sunrise.

Performance mit Yoko Ono

Yoko Ono wird am Donnerstag, 2. Juni 2005 um 19 h in der Schiffbauhalle eine Performance halten.

    Eintrittspreise (nummerierte Plätze): 1. Kategorie 2. Kategorie
    Regulärer Preis: 35.- CHF 25.- CHF
    Legi: 25.- CHF 15.- CHF

Der Vorverkauf der Tickets beginnt am 15.5.2005. Mehr Informationen unter: www.schauspielhaus.ch

Eine gemeinsame Veranstaltung des migros museum für gegenwartskunst Zürich und des Schauspielhauses Zürich.

Informationen zur Ausstellung

Kinder-Workshop am 4./5./11./12. August, je 10-13 Uhr: Gemeinsames 'Zürcher Ferienpass'-Angebot Nr. 20b von migros museum für gegenwartskunst und Daros Exhibitions, Infos: brigitmeier@bluewin.ch

Öffentliche Führungen: Jeden Sonntag jeweils um 15 h.

Di / Mi / Fr 12 -18 h, Do 12 - 20 h, Sa / So 11 - 17 h.
Sonntag 12. Juni: Special Reception von 16 - 19 h mit Drinks.
Montag 13. Juni: Das Museum wird anlässlich der ART Basel von 10 - 16 h geöffnet sein.

migros museum für gegenwartskunst
Limmatstrasse 270
8005 Zürich
T. +41 44 277 20 50 | F. +41 44 277 62 86
Mail: info@migrosmuseum.ch | WWW: www.migrosmuseum.ch

Quelle: Migros Museum, Zürich

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Ausstellungsinformationen

Herstory
- Basel, Galerie Ruethmueller, 4. Juni bis 30. Juli 2005

Frankfurt/Main (gbip/09.06.2005) Zeitgleich mit der Yoko Ono-Retrospektive im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich zeigt die Baseler Galerie Leonhard Ruethmueller im Rahmen einer der Ausstellung "Herstoy" weitere Bilder, Zeichnungen, Fotografien und Objekte der japanischen Künstlerin.

Ausstellungsinformationen:
Leonhard Ruethmueller | Contemporary Art
Gerbergasse 3
CH-4001 Basel

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag: 16.00 bis 18.30 Uhr
Samstag: 11.00 bis 16.00 Uhr

Weitere Informationen im Web unter:

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Weitere Informationen

Links

Aktuelle Presseberichte über die Zürcher Eröffnungsveranstaltung und Ausstellung "Horizontal Memories":

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