John Lennon in Verden: Linse, Locke, Ledernacken

Verden zeigt "Many Faces of John Lennon"

Verden (gbip/06.04.2008) - Nach der feierlichen Einweihung des John-Lennon-Denkmals am Mühlentor wurde im benachbarten, ehemaligen Ackerbürgerhaus in der Strukturstraße 7 die Fotoausstellung "The Many Faces of John Lennon" eröffnet.

Die Fotoausstellung "Many Faces of John Lennon" zeigt 40 großformatige Fotos von vier verschiedenen Fotografen. Astrid Kirchherr, die seit 1960 mit den Beatles befreundet ist, porträtierte John Lennon mit einem besonderen Blick auf den Ausnahmemusiker. Peter Brüchmann fotografierte die junge Band 1961 in Hamburger Top Ten Club. Max Scheler und Astrid Kirchherr fotografierten die Beatles für eine Stern-Reportage 1964. Günter Zint begleitete John Lennon und die Beatles auf verschiedenen Stationen.

Fotoausstellung "Many Faces of John Lennon"
5. April bis 4. Mai 2008, jeweils Fr. - So. von 11.00 - 17.00 Uhr.
Strukturstraße 7 (ehem. Ackerbürgerhaus), 27283 Verden [Karte ].

Weitere Informationen, Bilder und Mietdaten zur Ausstellung siehe bei K&K Center Of Beat, Hamburg.

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Es ist vollbracht: Lennondenkmal in Verden eingeweiht

Verden (gbip/06.04.2008) - Eiligst erreichten die Reaktion am späten Samstag Nachmittag die ersten Fotos von der Einweihung des ersten John-Lennon-Denkmals in Verden. Das Exponat sieht im Original wirklich klasse aus. Die Bronzetafel bilden einen schönen Kontrast zum "lebendigen Steingrau" der Betonstelen. Das Denkmal zeichnet sich insgesamt durch eine schlichte Eleganz aus, die auch der Lennon-Witwe Yoko Ono gefallen dürfte.

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Verdener Lennonstelen Foto: A. Bellersen

Für den Entwurf und die Realisierung zeichnete Beatlesexperte Uwe Blaschke (www.beatlescollection.de) verantwortlich. Der Himmel trug Trauer, es regnete ... und trotzdem ist es schön, das Andenken eines der populärsten Künstler unserer Zeit in der Stadt an der Aller hochgehalten zu wissen.

Die Idee eines Lennondenkmals geht auf die Ausstellung des Pferdemuseum Verden in 2006 über John Lennon und die Dreharbeiten zu "Wie ich den Krieg gewann". Der damalige Beatle verbrachte 1966 einige Tage an der Aller. Mit Ausklang der Ausstellung wurde das Denkmalsprojekt vom Grafiker Uwe Blaschke vorgestellt und von Fans, öffentlichen Trägern und regionalen Unternehmen zügig vorangetrieben. Unsere Redaktion zeichnete dieses Vorhaben seinerzeit mit dem "German BEAT! M.B.E." aus.

Wir präsentieren im Folgenden den Bericht unseres Sulinger "Korrespondenten" Ansgar Bellersen, der Samstag vormittag vor Ort in Verden der Einweihung beiwohnte. Danke, Ansgar für diesen gelungenen Artikel und die Fotos.

"Rain ... I don't mind!" - Einweihung des John Lennon-Denkmals in Verden

Verden (ab/06.04.2008) Das niedersächsische Städtchen Verden liegt an der Aller. Überquert man den Fluss abseits der größeren Nordbrücke über den Klusdamm ist man schon an einem Schauplatz der Dreharbeiten des Anti-Kriegsfilms "Wie ich den Krieg gewann". Beatles-Regisseur Richard Lester ließ hier einige Passagen mit Michael Crawford und dem deutschen Schauspieler Karl Michael Vogler drehen. Doch es zieht niemanden wegen Karl Michael Vogler nach Verden. John Lennon (im Film in der Rolle des Musketeer Gripweed) war es, dem gestern eine posthume Ehrung zuteil wurde. Bei teils strömenden Regen versammelten sich am Verdener Mühlentor geschätzte 150 Menschen, um der Einweihung eines Denkmals beizuwohnen, das an John Lennons Besuch in Verden am 14. September 1966 erinnern soll.

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Gisela Fürle (links, Initiatorin der 2006er Lennon-
Ausstellung und Leiterin des Pferdemuseum),
Bürgermeister Brockmann (2.v.l.), Ideengeber Gerd
Coordes (3.v.l.), Landrat Bohlmann (3.v.r.),
Uwe Blaschke (2.v.r.) Foto: A. Bellersen

Vor dem Haus, hinter dessen Ecke sich John "Gripweed" Lennon mit seinen Co-Akteuren vor deutschen Soldaten in Deckung begab, wurde nun ein kleines, aber feines Monument eingeweiht, das unter Federführung des Mindener Grafikers und Beatles-Sammlers Uwe Blaschke entstand: Drei Beton-Stelen, auf deren Oberflächen Bronzeplatten angebracht sind. Die höchste dieser drei Säulen ziert ein stilisiertes Lennon-Porträt. In seiner Ansprache erklärte Blaschke seine Arbeit an diesem Motiv. Es zeigt - Lennons Zeichenstil nachempfunden - mit wenigen Strichen den Nickelbrille tragenden damaligen Beatle. Der Helm, den er trägt, ist quasi verschmolzen mit einer Friedenstaube, die gleichzeitig die Botschaft Lennons und die des Films "Wie ich den Krieg gewann" transportiert. Die Kontur einer Filmspule bildet den Hintergrund dieser gelungenen Grafik. Die beiden anderen Tafeln liefern knappe Informationen zum Denkmal und dessen Förderern. Zu diesen gehören neben einer Vielzahl von privaten Sponsoren auch die Stadt Verden und das Deutsche Pferdemuseum, denn schließlich ist Verden vor allem als Reiterstadt bekannt.

So wie John Lennon in seiner Beatles-Komposition "Rain" schon sang, schien im Beisein von etlichen Medienvertretern vielen Fans, Interessierten aus dem Umland und Verdener Bürgern das norddeutsche Schmuddelwetter egal zu sein: Der Bereich rund um das Denkmal war sehr gut gefüllt. Gegen 11:00 Uhr begann die Einweihung mit einer Rede des Verdener Bürgermeisters Lutz Brockmann, der sich Worte des Landrates Peter Bohlmann anschlossen. Der Lokalpolitiker leistete sich einen Fauxpas mit der Aussage, Lennon habe hier am Film "Wie ich den Krieg begann" mitgewirkt, bekam dann jedoch wieder die Kurve und endete mit einem übersetzten Textstelle aus "Imagine". Nach den Ausführungen Uwe Blaschkes wurde allen Anwesenden der Besuch des ehemaligen Ackerbürgerhauses empfohlen. Passend zum Anlass war hier die Fotoausstellung "Many Faces Of John Lennon" zu sehen, die mit jazzigen Beatles-Interpretationen vom "Dirk-Güllemann-Trio" musikalisch begleitet wurde.

Viele Fans, die schon lange auf die längst überfällige Fertigstellung des Hamburger Beatles-Platzes warten, gewannen gestern die Einsicht, dass hier - freilich in kleinerem Rahmen - relativ schnell und unkompliziert eine würdige Erinnerung an John Lennon in Deutschland verwirklicht wurde.

Text (AB) und Fotos: © Ansgar Bellersen (www.erdbeerfelder.de | www.ex-beatles.de), 2008.

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Am 5. April ist es endlich soweit

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Verdener Lennontafel
© Uwe Blaschke

Verden (ots/02.03.2008) - Endlich ist es so weit! Die Enthüllung des John Lennon Denkmals in Verden findet mit einem kleinen, aber feinen Rahmenprogramm am Samstag, den 5. April um 11.00 Uhr statt.

Die Idee hierfür entstand während der Sonderausstellung "John Lennon - ein Beatle in Verden", die im Jahr 2006 im Deutschen Pferdemuseum zu sehen war.

Anlass dieser Ausstellung war das 40-jährige Jubiläum der Dreharbeiten zu dem Antikriegsfilm "How I Won the War" mit John Lennon. 1966 wurde unter der Regie von Richard Lester an mehreren Tagen in Verden, im Landkreis Verden, in der Lüneburger Heide und Spanien gedreht. Zahlreiche Fotos zeigen John Lennon an verschiedenen Orten in Verden. Ein markanter Punkt ist das "Mühlentor" in der Altstadt. Die im Film zu sehende Häuserzeile besteht immer noch und Anwohner, die vor 40 Jahren die Dreharbeiten gewissermaßen vor ihrer Haustür erleben konnten, erinnern sich noch heute gerne daran. Genau in dieser Straße "Mühlentor" mit dem Stichweg zur Aller wird das Monument stehen, das an dieses bedeutende Ereignis für Verden erinnert.

Der Grafiker und Beatles-Spezialist Uwe Blaschke aus Minden führte Entwurf und Design aus.

Vor zwei Jahren spendeten viele begeisterte Besucher der Sonderausstellung für das Monument, das nun am 5. April um 11.00 Uhr in der Straße "Mühlentor" enthüllt wird. Die Realisierung des Projektes erfolgte ausschließlich mit diesen Spendengeldern von Privatpersonen und Unternehmen, die sich John Lennon verbunden fühlen.

Nach der feierlichen Einweihung am ehemaligen Drehort spielt das "Güllemann Trio" im benachbarten, ehemaligen Ackerbürgerhaus in der Strukturstraße 7 (50 m vom Denkmal entfernt). Dort wird auch die Fotoausstellung "The Many Faces of John Lennon" präsentiert.

Das Dirk-Güllemann-Trio spielt Beatles-Songs und insbesondere Werke von John Lennon als Eigeninterpretationen im Jazz- und Swingstil. Dirk Güllemann ist ein Virtuose auf dem Klavier und wird von dem Bassisten Joachim Fitzon und dem Schlagzeuger Rolf Thiele begleitet. Neben der Liebe für den Jazz schlägt bei den Musikern das Herz natürlich auch für die unvergesslichen Beatles.

Die Fotoausstellung "Many Faces of John Lennon" zeigt 40 großformatige Fotos von vier verschiedenen Fotografen. Astrid Kirchherr, die seit 1960 mit den Beatles befreundet ist, porträtierte John Lennon mit einem besonderen Blick auf den Ausnahmemusiker. Peter Brüchmann fotografierte die junge Band 1961 in Hamburger Top Ten Club. Max Scheler und Astrid Kirchherr fotografierten die Beatles für eine Stern-Reportage 1964. Günter Zint begleitete John Lennon und die Beatles auf verschiedenen Stationen.

Fotoausstellung "Many Faces of John Lennon"
5. April bis 4. Mai 2008, jeweils Fr. - So. von 11.00 - 17.00 Uhr.
Strukturstraße 7 (ehem. Ackerbürgerhaus), 27283 Verden [Karte ].

Quelle: Uwe Blaschke, Minden.

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John Lennon - Ein Beatle in Verden [Ausstellung: 21. Juni - 29. Oktober 2006]

Verden ehrt John Lennon mit einem Denkmal und interessantem Ausstellungsausklang

Frankfurt/Main (gbip/21.10.2006) - Mit einem Showdown ist die aktuelle Ausstellung "John Lennon - Ein Beatles in Verden" in die letzten Öffnungswochen gegangen. Seit dem 21. Juni präsentiert das Deutsche Pferdemuseum in Zusammenarbeit mit bedeutenden Sammlern, dem damals beteiligten Maskenbildner und noch weiteren lebenden Zeitzeugen eine einzigartige Ausstellung über John Lennon und seine Mitwirkung in dem Antikriegsfilm "Wie ich den Krieg gewann". Genau vor 40 Jahren kam im Sommer 1966 der Regisseur Richard Lester mit einem internationalen Filmteam für Dreharbeiten nach Norddeutschland.

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Foto: Nils Dibbern, Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Verdener Lennondenkmal © Foto: Nils Dibbern, Entwurf/Ausführung: Uwe Blaschke

Anlässlich einer Geburtstagsgedenkfeier am 9. Oktober zu Ehren John Lennons enthüllten Verdens Landrat Bohlmann und Bürgermeister Brockmann den Entwurf für ein John-Lennon-Denkmal. Viele Szenen des Films wurden an verschiedenen Orten in Verden und Achim gedreht. Nun soll im Bereich des ehemaligen Drehortes am Mühlentor [Karte ] ein Denkmal errichtet werden. "Wenn alles glatt läuft", die Leiterin des Deutschen Pferdemuseums Gisela Fürle zeigt sich optimistisch, "könnten wir schon im Dezember dieses Jahres Einweihung feiern."

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Foto: Nils Dibbern, Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Vorgesehener Standort für die Lennon-Stelen
© German BEAT Grafik

Beatlespezialist Uwe Blaschke zeichnet für den Entwurf verantwortlich. Das Denkmal soll aus drei unterschiedlich langen Betonstelen bestehen, auf den Kopfseiten werden jeweils Bronzetafeln aufgebracht, eine davon ziert eine Zeichnung Lennons mit Helm und Friedenstaube vor einer Filmrolle, die andere einen Erläuterungstext. Die dritte Tafel wird die Namen der Spender tragen. Das Denkmal zeichnet sich durch eine schlichte Eleganz aus, die auch der Lennon-Witwe Yoko Ono gefallen dürfte.

Vom Nebendarsteller zur Denkmalsfigur

Verdener John-Lennon-Denkmal (c) Foto: Nils Dibbern, Entwurf und Ausführung: Uwe Blaschke
Denkmalsenthüllung: Künstler Uwe Blaschke (li.) &
Landrat Peter Bohlmann © Foto: Horst Lehmitz

Die Lennon-Stelen wären - bei rechtzeitiger Fertigstellung - das erste Beatles-Denkmal in Deutschland überhaupt. Das ist dann sicher auch dem Ideengeber Gerd Coordes, Verden, und dem raschen Handeln der Kommune und der Ausstellungsverantwortlichen zu verdanken. Die Finanzierung ist nahezu gesichert. Es fehlen noch 1.000 Euro, die man hofft, über Spenden schnell beisammen zu bekommen.

Und diese relativ kleine Lücke im Budget gibt den Fans wiederum Gelegenheit, sich ebenfalls am Denkmal zu beteiligen:

Alle, die mehr als 10 Euro gespendet haben, erhalten als kleines Dankeschön den Ausstellungsbutton (siehe Foto weiter unten).

Zwei der drei Bronzetafeln für die Lennon-Stelen (C) Uwe Blaschke 2006
Zwei der drei Bronzetafeln für die Lennon-Stelen © Uwe Blaschke

John-Lennon-Geburtstagsfeier am 9. Oktober

"Ein magischer Abend", schreibt "Josey Wales" im Erdbeerfelderforum über die Geburtstagsparty im Deutschen Pferdemuseum. Norbert Saric - "The Voice of John Lennon" - führte musikalisch durch das Programm - und Beatlesexperte Uwe Blaschke durch die Ausstellung.

Das Auftreten lokalpolitischer Prominenz lies dann plötzlich Großes erwarten. Offenbar war bis dato Stillschweigen vereinbart. Nun ... die Fans zeigten sich über das Denksmalsprojekt begeistert: "Eine großartige Geste der 'kleinen' Stadt Verden gegenüber John Lennon", so "Josey Wales".

Norbert Saric singt Lennon ... die (Erdbeerfelder-)Fans gehen begeistert mit! © Horst Lehmitz
Norbert Saric singt Lennon ... die (Erdbeerfelder-)Fans gehen begeistert mit! © Horst Lehmitz

Weitere Bilder und Berichte zur Party, gibt es im bekanntesten deutschen Beatlesforum: www.erdbeerfelder.de in einem eigens eingerichteten Beitrag.

Matinee mit Beatles-Musik und Führung am 29. Oktober

Ausstellungsbutton (c) Entwurf: Uwe Blaschke
Gibts gegen Bares ...
den Austellungsbutton
© Uwe Blaschke

Wenn am Sonntag, 29. Oktober, im Deutschen Pferdemuseum die erfolgreiche Ausstellung "John Lennon - ein Beatle in Verden" zu Ende geht, findet eine abschließende Matinee statt. Die eigens für die Eröffnung der Ausstellung gegründete Projektband "Beatles Reflection" wird die Besucher wieder musikalisch in die Zeit der 1960er und 1970er Jahre entführen. Die Dozenten der Kreismusikschule Elmar Lossau (Gitarre), Dieter Meyer (Gitarre und Gesang), Hainer Dutjer (Bass und Gesang) sowie Joachim Remus am Schlagzeug lassen ihre "alte Liebe" zur Musik der Beatles gekonnt aufleben. Wie schon zu Beginn der Ausstellung unter Beweis gestellt, gelingt es den vier Musikern, dass der Funke auf das Publikum überspringt.

Im Anschluss an das Konzert findet eine fachkundige Führung mit dem international renommierten Beatles-Experten Uwe Blaschke durch die Sonderausstellung statt. Als einmalige Sonderaktion beträgt der Eintrittspreis für Konzert, Führung und Museumsbesuch pauschal 3,- Euro.

Aktuelle Links zur Ausstellung "Ein Beatle in Verden"

Als John Lennon zur Schere griff ...

Unter dem Titel "Als John Lennon zur Schere griff" berichtet das Fanzine Beatlemania in älteren Printausgaben über die Dreharbeiten in Deutschland: Mit vielen Fotos und Zitaten sowie Interviews mit den damaligen Protagonisten, u.a. mit Regisseur Richard Lester oder dem deutschen Hauptdarsteller Karl-Michael Vogler und anderen Zeitzeugen. Die zwölfteilige Serie besticht mit zahlreichen und verbrieften Quellen und durch kenntnisreiche Details. Beatlemania schloss damit bereits zwei Jahre vor der Verdener Ausstellung eine interessante Lücke in der "deutschen Beatleshistorie". Wer mehr wissen möchte, sollte mit den Beatlemania-Kollegen Kontakt aufnehmen.

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Linse, Locke, Ledernacken ... und mehr

John Lennon Brille (c) German BEAT Grafik nach einem Motiv von Apple Corps Ltd.
Brille: Lennon.
© German BEAT Grafik

Frankfurt/Main (gbip/25.06.2006/04.10.2006) - German BEAT!-Leser und fleissiger Erdbeerfelder-Forianer Oliver Roemer hat sich die Ausstellung "John Lennon - Ein Beatle in Verden" angesehen: "Das Ganze ist natürlich eine kleine, aber feine Ausstellung. John war 1966 in Verden nur für eine Woche und das ganz Besondere", so Roemer, "ist die Tatsache, dass es heute kaum noch jemand weiß, dass er sich dort zu Dreharbeiten aufhielt, zumal dies alles sehr schnell nach der letzten Tour der Beatles passierte."

Gelegentlich ist in der Literatur zu lesen, John Lennon wäre für Dreharbeiten in Deutschland - besser gesagt in der Lüneburger Heide - gewesen. Die eigentlichen Drehorte bleiben oft unerwähnt. "Das Interessanteste an dieser Ausstellung", meint Oliver Roemer, "dürfte sicherlich das Rahmenprogramm sein, das mit verschiedenen Vorträgen von Zeitzeugen bestritten wird." Der Museumsleitung gelang es offenbar zwei Gewinner eines von der BRAVO ausgeschriebenen Gedichtswettbewerbes ausfindig zu machen, die seinerzeit mit einer John-Lennon-Locke belohnt wurden.

Oliver Roemer hat sich genau informiert: "Einige wenige Originalrequisiten des Films sind zu sehen, sowie Fotos die Privatleute aus dem Ort und das dort ansässige Fotostudio machten. Sie zeigen Lennon wie er in den Drehpausen Autogramme gibt und laut den Aussagen der Anwohner soll er ein sehr höflicher Mensch gewesen sein, der überhaupt keine Starallüren zeigte. Auch Presseberichte der damaligen Zeit sind zu sehen: Ausser der BRAVO berichtete die Bild am Sonntag und natürlich die lokale Verdener Zeitung."

"Eine Menge des ausgestellten Materials sind Memorabilien aus der Sammlung von Uwe Blaschke und dies geht auch über den Rahmen von John als Schauspieler hinaus, aber er war damals in erster Linie ein weltberühmter Star und ein solches Ereignis war für eine Gemeinde wie Verden damals schlichtweg sensationell, eben ein Beatle in Verden." Roemer zieht ein Fazit: "Die Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum dieses heute fast vergessenen und Beatlesliterarisch oft nur sehr am Rande erwähnten Ereignisses ist mit viel Liebe gemacht und wer Lust und Zeit hat, sollte sie sich wirklich ansehen."

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Gefreiter Gripweed in der Heide

John Lennon: Ein Beatle in Verden (c) Deutsches Pferdemuseum 2006
Ausstellungsplakat
© Deutsches Pferdemuseum

Frankfurt/Main (gbip/13.06.2006) - Vor 40 Jahren starteten die Beatles zu ihrer grandiosen "Bravo-Beatles-Blitztournee". Direkt im Anschluss fiel dann für die Gruppe in San Franzisco der letzte Vorhang. John Lennon nutzte diese Form von Arbeitslosigkeit und stand kurze Zeit später für den Antikriegsfilm "How I Won The War" als "Musketeer Gripweed" vor der Kamera. Dieses Schauspielengagement führte ihn zu Dreharbeiten vom 6. bis 14. September 1966 auf dem Truppenübungsplatz in Bergen-Hohne nahe Celle und anschließend nach Verden. Eine aktuelle Ausstellung im Deutschen Pferdemuseum zu Verden würdigt diesen Besuch Lennons in Niedersachsen.

"Die Ausstellung wird John Lennon als Gast vor 40 Jahren in Verden ehren und damals aktiv beteiligte Personen, Zeitzeugen und auch Zaungäste aus der Region zu Wort kommen lassen", so heisst es auf der Homepage des Deutschen Pferdemuseums. "Anhand von Kitsch und kuriosen Fanartikeln wird mit Schmunzeln ein Blick in die Beatlemenia-Zeit geworfen." Als Clou wird im Akzent Hotel Höltje, in das Lennon mit der Filmcrew einkehrte, ein Mehrgängeessen nach dem "Originalmenü der Beatles-Blitztournee von 1966" angeboten. Na, dann man guten Appetit.

Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt.

Begleitprogramm

29. Juni 2006
Einlass 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr
"Verdener Runde" aus aktuellem Anlass ins Deutsche Pferdemuseum verlegt.
Podiumsdiskussion: John Lennon – Popstar oder Heiliger? Wie Jugendidole die Welt verändern ...
... mit dabei sind:
Uwe Blaschke (Beatles-Experte), Jürgen Trzaska (Flugzeugbau-Ingenieur und Zeitzeuge), Manfred Saxauer (ehem. Moderator "Musik-Laden" Radio Bremen) ... und weitere Gesprächspartner.

Moderation: Volkmar Koy (VAZ), Erwin Odermatt (Radio Bremen).

Platzreservierungin der Reihenfolge der Anmeldungen: Tel. 04231/8920

6. Juli 2006
Beginn 19.00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung mit dem Beatles-Experten Uwe Blaschke aus Minden.

20. Juli 2006
Beginn 19.00 Uhr
Zeitzeugenberichte
Günter Zint, Standfotograf des Films "Wie ich den Krieg gewann" und legendärer Star-Club Fotograf, sowie andere interessante Gäste berichten von den Dreharbeiten mit John Lennon in Verden und Umgebung.

Musikalische Begleitung an diesem Abend mit der Bremer Ur-Beatband-Legende der 60er Jahre den BOBBIES.

10. August 2006
Beginn 19.00 Uhr
Die John Lennon Nacht in Verden.
Norbert Saric - The Voice of John Lennon.

Norbert Saric, der seit vielen Jahren als "John" in verschiedenen nationalen und auch internationalen Beatles-Tribute-Bands unterwegs ist, wird an diesem Abend live in Verden zu hören sein. Seine stimmliche Ähnlichkeit zu John Lennon ist so verblüffend, das selbst Experten sich bei Aufnahmen nicht sicher sind, ob sie einen Song vom Meister hören oder nicht.

Ort und Zeiten

Deutsches Pferdemuseum e.V.
Holzmarkt 9 | 27283 Verden | [Karte ]
Tel. 0 42 31/807-140 | pferdemuseum@t-online.de | www.dpm-verden.de
Öffnungszeiten: dienstags-sonntags 10.00-17.00 Uhr

Den aktuellen Ausstellungsflyer gibt es [hier ...]

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Weitere Informationen

" ... es ist nicht John, der den Krieg gewann!"

John Lennon: Ein Beatle in Verden (c) Deutsches Pferdemuseum 2006
Machte seine Mutter posthum
stolz. © MGM

Frankfurt/Main (gbip/15.06.2006) - Im Sommer 2004 ließen zwei neue DVD-Releases die Fans aufhorchen, der eine hieß "Caveman" mit Ringo Starr und der andere war ... "How I Won The War" (zu deutsch: "Wie ich den Krieg gewann") unter der Regie von Richard Lester mit John Lennon. Letzterer hingegen enttäuscht als Nebendarsteller nahezu auf ganzer Linie - in einer ansonsten äußerst gelungenen Satire auf "Antikriegsfilm"-Filme. Mal werden ihm Anspielungen auf sein wahres Leben als Künstler in den Mund gelegt - mal stelzt er tumb durch die Szenerie. Hätte ein Max Miller die Rolle des "Musketeers Gripweed" gespielt, der Credit auf ihn wäre unter ferner Liefen aufgeführt. Wohlgemerkt, es ist nicht John, der den Krieg gewann.

Die spannende Frage ist die, ob die Zugkraft des Films auch ohne Lennon-Mitwirkung ausreichend wäre? "Ich plädiere für Ja!", so German BEAT!-Herausgeber Sven.

Bei "Wie ich den Krieg gewann" bleibt einem das Lachen förmlich im Halse stecken. Während andere (Anti-)Kriegsfilme wie "Der längste Tag" nur am Spiel Sieger-Besiegte ausgerichtet sind, greift Regisseur Lester mit "Wie ich den krieg gewann" die These auf, daß Krieg irrational ist und daß dieser auch für den vemeintlichen Sieger zu keinem guten Ende führt. Verlierer eines Krieges sind die Opfer auf beiden Seiten. Damit steht dieser Streifen auf einer Stufe mit einem Film wie "Im Westen nichts Neues". Lesters Erzählweise ist jedoch einmalig in Hinblick auf Stil und Sprache sie führt den Krieg auch mental ins Absurde.

Weitere Infos zu "How I Won The War"

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