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Editorial!

Kunsthalle Bielefeld

Yoko Ono: Between the Sky and My Head

Yoko Ono In Bielefeld - Ausstellungslogo, Foto: George Perl für German BEAT!
Ausstellungslogo
Foto: George Perl

Bielefeld (gbip/18.10.2008) - Vom 24. August bis 16. November 2008 wird die Ausstellung "Between the Sky and my Head" - die bis dato europaweit größte Werkschau von Yoko Ono - in der Bielefelder Kunsthalle zu bewundern sein.

German BEAT! war bereits vor Ort gewesen: Unser Ausstellungsbericht schildert die ersten Eindrücke.

Die Künstlerin selbst kamm am 9. September zu einer Pressekonferenz in die ostwestfälische Metropole. Am Tag zuvor und danach suchte Yoko Ono bei ausverkauften Abendveranstaltungen der Kunsthalle den Kontakt zu Kunstinteressierten. Ein weiterer prominenter Ausstellungsgast war ihr Sohn Sean Lennon.

Die Kunsthalle Bielefeld hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr sowie samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Letzte Informationen!

Radiorunde Hamm

Interview mit Christiane Heuwinkel von der Kunsthalle Bielefeld

Hamm (gbip/16.10.2008) - Noch bis zum 16. November stellt Yoko Ono in der Kunsthalle Bielefeld aus. Ralf Grote von der Radiorunde Hamm war vor Ort, hat einige Fotos gemacht und sich mit Christiane Heuwinkel von der Kunsthalle unterhalten. Die Fotos und das Interview gibts auf der Webseite des Senders.

Aktuelle Berichte!

Yoko Ono

Pressekonferenz in Bielefeld

Yoko Ono: Between The Sky And My Head - in Bielefeld am 09.09.1961, Foto: George Perl für German BEAT!
Yoko nimmt ein Bad in der Menge
Foto: © George Perl (Bielefeld, 09.09.2008)

Bielefeld (gbip/09.09.2008) - Seit vorgestern ist Yoko Ono in Bielefeld. Heute gab sie der deutschen Presse eine Konferenz. George Perl war für German BEAT! vor Ort.

Yoko bot eine Charmeoffensive nach der anderen, was mitunter auch dazu führte, dass sie Fragen auswich. "Sie hat einfach eine Aura um sich, wo man fast alles verzeiht", so konstatierte George. Sie sagte auch sie wolle nicht langweilen mit den ewigen "Imagine Peace"- und "Peace and Understanding"-Parolen, aber es läge ihr sehr am Herzen. Auf Deutsch konnte sie "Ich liebe Dich" sagen. Auf die Frage, wo der Unterschied zwischen den Menschen in Berlin, New York und Bielefeld läge antwortete sie ebenfalls sehr charmant, dass es wie in einer großen Familie wäre. Man hat sehr viele, teilweise auch schwierige, Menschen um sich - lieben tut man sie aber alle.

Yoko Ono: Between The Sky And My Head - in Bielefeld am 09.09.1961, Foto: George Perl für German BEAT!
Yoko im Irrgarten
Foto: © George Perl (Bielefeld, 09.09.2008)

Die Frage, was jeder für sich tun könnte, um schneller den Weltfrieden zu erreichen, antwortete sie: "Als John und ich 'War is over if you want it' in die Welt brüllten und die riesigen Plakate aufhängen ließen, dachten wir in einem Jahr würden wir den Frieden für alle haben." Heute wüsste sie es leider besser. Es hat sich etwas relativiert. Ihr persönlicher Wunsch wäre natürlich, dass sie weiterhin gesund bliebe.

Besonders fiel ihr auf, dass sie seit gut fünf Jahren sehr "busy" wäre. Immer unterwegs, mal hier, mal dort. Warum das so ist wüsste sie nicht. Die Leute würden sie halt einladen und sie geht hin. Warum die Leute sie einladen, hätte verschiedene Gründe. Einer wird sicher sein, dass sie Mrs. Lennon ist.

Unser "Korrespondent" ist dem Charme der Dame erlegen: "Meine Meinung zu Yoko Ono hat sich wirklich verändert. Eine tolle Frau!"

Yoko Ono mit Jon Hendricks und Thomas Kellein

Unser Tipp: Nimm ein Stück Ausstellung mit nach Hause

Yoko Ono: Between The Sky And My Head - Ausstellungskatalog mit Poststempel, Foto: German BEAT!
Ausstellungskatalog
und Yoko-Ono-Poststempel
Foto: © German BEAT!

Bielefeld (gbip/26.08.2008) - Der aktuellen Yoko-Ono-Ausstellung, die bis dato größte in Europa, wird sehr viel Aufmerksamkeit zu teil. Sie erntet gute Kritiken. Mehr und mehr setzen sich die Kritiker mehr mit den Inhalten von Ono's Werken auseinander als mit der Lennon-Witwe oder Beatles-Zicke von einst. Das ist auch gut. Yoko hat etwas zu sagen mit "Between The Sky And My Head".

Es ist wichtig sich zu erinnern: An eine friedliche Zeit, an eigene Leiden, an verstorbene Menschen, an die Erinnerungen unserer Vorfahren. Auf der anderen Seite sind Vorstellungen von zentraler Bedeutung - quasi Projektionen der Erinnung in die Zukunft.

Genau das wünscht sich Yoko, dass jede Besucherin oder Besucher mit anderen Vorstellungen aus der Kunsthalle geht, als er hinein gegangen ist. Den Menschen, an denen dieses "Experiment" (noch) nicht gelungen ist, sei der Ausstellungskatalog "Yoko Ono: Between The Head and My Sky" dringend empfohlen. Den anderen sei er eine schöne und interessante Erinnerungshilfe an die Ausstellung in Bielefeld. Wer nicht den Weg nach Ostwestfalen schafft, holt sich mit dem Ausstellungsband ein Stückchen Kunsthalle nach Hause.

Der Katalog umfaßt 208 Seiten auf festen, aber mattem Papier. Das Buch ist im Format 175*245 mm und als Hardcover gebunden. Nahezu auf jeder Seite gibt es überwiegend farbige Abbildungen und Fotos der Exponate - von früheren Installationen aber auch ganz neue Aufnahmen. Jedes Werk wird lediglich mit sehr wenigen Worten beschrieben. Kurze Zitate leiten thematisch zusammenhängende Ausstellungsstücke ein. Thomas Kellein, Direktor der Bielefelder Kunsthalle, verfasste ein gut zweiseitiges Editorial (mit Alessandro Vincentelli*) sowie ein neunseitiges Essay über das "Husten als ein Ausdruck von Liebe: Ein Portrait einer Künstlerin als junge Philosophin". Alle Texte im Buch sind in englischer Sprache abgedruckt - was einigen Lesern sicher nicht gefällt. Auf der anderen - Englisch ist die Sprache von Yoko Ono. Ihre Kunst basiert in einem hohen Maße auf Sprache.

Der Buchdeckel zeigt Yoko Ono auf einer ihrer "Skyladders" im Rahmen der Ausstellung "Sognare" im Museo di Santa Caterina in Treviso/Italien, die vom 29. September 2007 bis 7. Januar 2008 dauerte.

Der Band "Yoko Ono: Between The Sky And My Head" ist im Verlag der Buchhandlung Walther König in Köln erschienen (ISBN: 978-3-86560-531-3) und kostet EUR 19,80 (D).

Wir meinen, nach dem gewaltigen und großformatigen Werk "Yes Yoko Ono" ist der Bielefelder Katalog sicher einer der interessantesten Bücher dieser Art.

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* Alessandro Vincentelli ist Kurator des Baltic Centre for Contemporary Art in Gateshead/England. Dort wird "Between The Sky And My Head" vom 13. Dezember 2008 bis zum 15. März 2009 gezeigt. Der vorliegende Ausstellungskatalog begleitet nicht nur die Bielefelder Werkschau sondern auch die in Gateshead.

Yoko Ono im Rundfunk

Wieviel Provokation steckt in dem Werk von Yoko Ono?

Köln (gbip/22.-24.08.2008) - Scala, das Kulturmagazin von WDR 5, sucht ungewöhnliche Themen und stellt überraschende Fragen. In ihrer Sendung vom 22. August fragt Scala: Wieviel Provokation steckt auch heute noch im Werk von Yoko Ono? Das Magazin reflektiert Kultur in allen Facetten und Erscheinungsformen. Es informiert aktuell über Trends und Ereignisse, zeigt Krisen und Kuriositäten, beleuchtet Hintergründe und Skandale, blickt kritisch hinter die Kulissen.

(C) Deutschlandradio, 2005

Der Deutschlandfunk berichtete am 23. August in seiner Sendereihe "Kultur heute" unter anderem über "Between the Sky and My Head - Yoko Ono bewältigt die Bielefelder Kriegsvergangenheit". Beim Deutschlandradio stand Bielefeld im Rahmen des Programms "Fazit" auf der Beiträgeliste.

In der rechten Navigationsspalte finden Sie unter "Medien-Verweise" die Verweise auf Hörberichte, Textbeiträge zu den entsprechenden Rundfunksendungen. Mit einem Klick auf den kleinen Knopf können Sie die Hörbeiträge von dort aus direkt aufrufen.

German BEAT! Vor Ort!

Erste Eindrücke von der Ausstellung

Yoko Ono, Foto: Tom Haller (C)Yoko Ono
Yoko Ono
Foto: Tom Haller/© Yoko Ono

Bielefeld (gbip/21.08.2008) - Thomas Kellein, Direktor der Kunsthalle, und Jon Hendricks, Kurator der Ono-Werke, begrüßten am Donnerstag vormittag mehr als 25 Pressevertreter zu einer ausgiebigen Ausstellungsführung. Für German BEAT! berichtet - merklich beeindruckt - George Perl aus Bielefeld. Er hat uns eine Menge Bildmaterial* von der Ausstellung mitgebracht.

Mit der Japanerin zeigt die Kunsthalle Bielefeld eine seit mehr als 50 Jahren aktive Künstlerin, der unzweifelhaft das Verdienst zukommt, die Konzeptkunst bekannt gemacht zu haben. Die laut Süddeutscher Zeitung bis dato größte europäische Ausstellung behandelt Onos kosmisches, poetisches wie politisches Verständnis der menschlichen Kultur. Sie umfasst Yoko Onos Werke in einer Auswahl von 1961 bis in die jüngste Gegenwart und zeigt auch Arbeiten im Außenraum des Museums, die in Verbindung zur Stadt stehen. Dazu gehört ein "Wish Tree", der analog zu den "Wish-Pieces" in japanischen Tempelgärten an die Träume der Menschen appelliert.

Yokos Herz schlägt für Bielefeld

Jon Henricks verlas während der Presseführung eine Grußbotschaft von Yoko Ono, in der sie bekräftigt, warum Bielefeld eine "Stadt ihres Herzen" geworden sei. "Ich weiß, dass Bielefeld früher einmal eine sehr wohlhabende Stadt gewesen ist. Ich weiß um das Leiden, das Sie während der zwei Kriege erleiden mussten und ich weiß um Ihren unbändigen Willen, die Stadt und sich von der unglaublichen Zerstörung zu erholen, um daraus eine schöne deutsche Stadt, auf die Sie stolz sein dürfen, entstehen zu lassen. Ich sehe die Anstrengungen, welche die Menschen aus Bielefeld geleistet haben, in jeder Straße, auf jedem Gehweg, unter jedem Stein. Und was ist überhaupt mit den schönen Bäumen?! Wenn die doch nur sprechen könnten! Aber, klar, sie sind beredsam in ihrem Schweigen - wie viele Ihrer Großväter und Großmütter."

Thomas Kellein würdigte Yoko Ono als einer der "großen Künstlerinnen unserer Zeit". Entgegen ihrer Popularität werden ihre Werke eher selten Museen gezeigt.

Vom kommenden Sonntag, den 24. August, an (bis 16. November) ist die Ausstellung für die öffentlichkeit zugänglich.

Yoko Ono In Bielefeld - Thomas Kellein, Direktor der Kunsthalle und Jon henricks, Kurator, Foto: George Perl für German BEAT!
Während der Pressekonferenz: Gastgeber
Thomas Kellein (li.) und Kurator Jon Henricks
Foto: George Perl

Im Kunsthallenpark soll am 27. September, zur Einweihung des neu gestalteten Skulpturenparks nach Originalplänen Philip Johnsons, eine "Goldene Leiter", die Allegorie des Ausstellungstitels "Between the Sky and My Head", installiert werden. Das nicht betretbare Werk stellt eine gedachte geistige Mitte zwischen Himmel und Erde dar.

Innerhalb des Kunsthallengebäudes sind auf drei Ebenen Skulpturen, Bilder, Zeichnungen, Fotos, Filme und Klanginstallationen zu erleben. Ein mit der Künstlerin in Bielefeld gedrehter Interviewfilm begleitet die Inszenierung.

Da es für Ono nicht nur Wunschträume, sondern auch poetische Visionen gibt, wie man sich verändern kann, plant sie als dritte Außenarbeit für der Kunsthalle die Umsetzung des 1962 niedergeschriebenen "Riding Piece": "Ride a coffin car all over the city" ("Fahre im Leichenwagen durch die ganze Stadt"). Kunsthallenbesucher können sich während der Ausstellungsdauer für eine begrenzte Dauer mit einem Leichenwagen durch die Stadt chauffieren lassen.

übrigens, gleich neben einem großen Plakat am Eingang des Museums - "Imagine Peace" ("Stelle Dir den Frieden vor") steht da drauf - parkt der Leichenwagen. Die zuvor zitierte Süddeutsche fragt, um welche Art von Frieden es hier wohl gehe? Weltfriede oder Ewiger Friede?

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* Wir können zur Zeit nur einige ausgewählte Fotos zeigen. Wir werden in den kommenden Wochen die Vorstellung von einzelnen Arbeiten der Künstlerin fortführen und bei der Gelegenheit noch einge Ausstellungsbilder anfügen.

Werküberblick zur Ausstellung im Besonderen und zu Yoko Ono im Allgemeinen

German BEAT!-Herausgeber Sven

"Alle meine Arbeiten entspringen einem Wunsch"

"Yoko Onos Werke sind nichts für den vordergründigen Betrachter. Es geht hier nicht um Bilder eines Rembrandt oder schöne Skulpturen eines Michelangelos. Yoko Ono muss man hinterfragen", meint German BEAT!-Herausgeber Sven. "Ergründen Sie die persönlichen und sozialen Hintergründe ihrer Arbeiten, dann erschließen sich wertvolle Erkenntnisse und bewegende Momente."

Frankfurt am Main (gbip/12./22.08.2008) - Yoko Ono, geboren 1933 in Tokio, gehört zu den Pionieren der Konzeptkunst. Als eine der ersten Frauen in Japan hat sie 1952 Philosophie studiert. Kurz darauf widmete sie sich in den USA der Kompositionslehre und dem kreativen Schreiben. Später lebte sie in New York City, wo sie Szeneleuten wie dem Musiker John Cage, dem Fluxus-Begründer George Maciunas, dem deutschen Maler Max Ernst oder der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim begegnete.

Yoko Ono schreibt Wünsche für den Wish Tree (c) Miguel Angel Valero, courtesy of Lenono Photo Archive
Yoko Ono formuliert ihren Wunsch für den
"Wish Tree (1996)" im Zuge der Ausstellung
"Yoko Ono Entrance Ex It", 23. Juni bis
25. Juli 1997 in Lonja del Pescado, Alicante,
Spanin. Foto: Miguel Angel Valero,
mit Genehmigung des Lenono Photo Archives

Frau Ono begann zunächst als Musikerin zu arbeiten. Ihre Darbietungen wurden dabei durch das Präsentieren von Lesetexten begleitet. Sie manifestierte darin künstlerische Konzepte und verband die Stilelemente der Musik, Malerei, Event, Poesie und Objekt zu einer neuen Einheit. Das Besondere daran war die Flüchtigkeit dieser Kunstgattung (daher auch den Name "Fluxus"). War man es doch bis dato gewohnt, am Ende eines Schaffensprozesses das Werk bewundern zu können, standen für Yoko oder George Maciunas die Konzepte im Vordergrund. Kunst wurde so replizierbar und - das ist das eigentlich Revolutionäre - teilbar.

So beziehen typische Fluxus-Aktionen das Publikum in irgendeiner Weise mit ein. Im Idealfall ändern sich die Vorstellungen der Beteiligten – vom vermeintlichen Werk bleiben lediglich Fotos, Filme oder Fragmente zurück.

Yoko Ono verwandelte den Alltag in Kunstobjekte und forderte damit die Frage heraus, was Kunst sei. Ihre einfachen wie bisweilen auch provokanten Arbeiten zielten darauf ab, das passive Verhältnis des Betrachters gegenüber der Kunst in Frage zu stellen und zu verändern.

Und wenn es eines Beweises bedarf, dass Frau Ono auch ohne ihren berühmten Familiennamen Lennon als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen angesehen werden kann, dann lieferte ihn John Lennon höchst selbst, als er anno 1967 in London auf eine von Ono installierte Leiter stieg und sich anschließend auf eine Beziehung mit ihr einließ. Fortan ordnete der Musiker seine künstlerischen und politischen Ambitionen weitgehend der "flüchtigen Kunstform" seiner Frau unter.

Ansonsten muss man feststellen, dass der Zweite Weltkrieg wie aber auch die Rolle der Frau – insbesondere in der japanischen Gesellschaft – einflussreiche Spuren in ihrem künstlerischen Wirken hinterlassen haben.

Am 24. August eröffnet die Kunsthalle Bielefeld die Yoko-Ono-Ausstellung "Between the Sky and my Head". Sie wird bis zum 16. November andauern. Die japanisch-amerikanische Künstlerin wird am 9. September zu einer Pressekonferenz erwartet. Am Tag zuvor und danach sucht Yoko Ono bei (bereits ausverkauften) Abendveranstaltungen der Kunsthalle den Kontakt zu Kunstinteressierten. Für die Neueröffnung des Skulpturenparks am 27. September 2008 um 18 Uhr wird die "Goldene Leiter", ein Werk, das in Onos Auftrag in Bielefeld produziert wird, als temporäre Installation aufgestellt.

Die Bielefelder Ausstellung zeigt Onos Werke in einer Auswahl von 1961 bis heute. Die Arbeiten werden dabei nicht nur im Museum oder im Außengelände zu sehen sein. Es wird auch eine Projektumsetzung geben, bei der sich Kunsthallenbesucher mit einem Leichenwagen durch die Stadt chauffieren lassen können. Das geht auf das 1962 geschriebene "Riding Piece" zurück, dort heißt es: "Ride a coffin car all over the city" ("Fahre einen Leichenwagen durch die ganze Stadt").

Yoko Ono In Bielefeld - Leichenwagen, Foto: George Perl für German BEAT!
Leichenwagen in Bielefeld: Man achte auf das Kennzeichen ... "BI-YO 2008"
Foto: George Perl

Bei dem Ausstellungsmotto "Zwischen Himmel und meinem Kopf" bedient sich Yoko Ono nur scheinbar der Metaphysik, einer Disziplin, bei der sie auf ihr Philosophiestudium zurückgreifen kann. Vorstellungen, Wünsche und Visionen prägen konkretes Verhalten. Am Ende steht etwas Reales dar: Frieden, Spaß am Leben, Liebe und Gemeinschaft. Dazu bezieht die japanische Künstlerin die Ausstellungsbesucher in ihre Kunst mit ein, wie auch einen regionalen Handwerksbetrieb oder Bielefelder Schüler: beispielweise beim Wunschbaum. Das Publikum darf seine Wünsche und Träume auf Karten formulieren und anschließend an einen Baum aufgehängen. 2005 wollten wir von Frau Ono wissen, ob es denn kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung ihrer weltweit ausgestellten Arbeiten gäbe. Was wünschten sich die Menschen? Natürlich seien die Reaktionen unterschiedlich - aber nicht groß. Die Wünsche wären alle irgendwie ähnlich, meinte die Künstlerin. "Wünsche zu äußern, ist das starke Bedürfnis eines jeden." In Alicante zum Beispiel bildeten sich 1997 lange Warteschlangen vor dem Olivenbaum, um die entsprechenden Wunschkarten ausfüllen zu dürfen. "Nun, das zeigt doch, dass wir Menschen eines Schlages sind."

Mit ihren aktuellen Ausstellung schafft es Yoko Ono immer wieder, ihre bisweilen 40 Jahre alten Konzepte auf den jeweiligen Präsentationsort zuzuschneiden – merken Sie was: genau das ist Fluxus.

Innerhalb des Kunsthallengebäudes sind auf drei Ebenen Skulpturen, Bilder, Zeichnungen, Fotos, Filme und Klanginstallationen zu erleben. Ein mit der Künstlerin in Bielefeld gedrehter Interviewfilm begleitet die Inszenierung.

Es sieht ganz danach aus, als entpuppe sich die Bielefelder Ausstellung zu einer interessanten Symbiose aus Mitmach-Veranstaltung – wie im Sommer 2005 in Zürich oder Oslo – und umfassender Werkschau – wie im Herbst 2005 in Passau. Yoko Ono möchte die Ausstellung nicht als Retrospektive verstanden wissen, das klänge zu sehr nach "abgehakt". Sie sieht Bielefeld, so war im Deutschlandradio zu hören, eher als "Auftakt zu weiteren zehn oder 20 produktiven Jahren".

Informationen zu ausgewählten Exponaten und Konzepten

Kunst findet man schön oder nicht. Kunst versteht man oder nicht. über Kunst lässt sich streiten oder nicht. Kunst ist etwas Materielles und Immaterielles zugleich. Der Diskurs über Yoko Onos Werke und ihre musikalischen Qualitäten trennt ihre Anhänger von den Gegnern wie die Luft zwischen Himmel und Erde. Die Kritik orientiert sich dabei vorwiegend am äußeren: "Simpel, obskur, schrille Stimme."

German BEAT! verleiht den M.B.E.-Orden (c) German BEAT! Grafik 2006-2007
Foto aus dem Film "Fly (1970)"
Foto: © 1970 Yoko Ono, mit Genehmigung
des Lenono Photo Archives

Doch Yoko Ono beweist mit ihrem Schaffen , dass Kunst nicht schön sein muss, dass Kunst nicht materiell sein muss. Dass Kunst somit in erster Linie im Kopf des Betrachters oder des Zuhörers stattfindet: Wenn Kunst wirklich verstanden werden will, muss sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar sein. Die Botschaft ist das Ziel, die Form das Transportmittel.

So gibt es denn in Bielefeld auch keine Rembrandts zu sehen oder gediegenes Kunsthandwerk, sondern Papieranhänger an Bäumen ("Wish Tree"), meterhohe Schachfiguren ("Play it by trust"), ein "..." (Sie werden es in der Installation "Amaze" sehen), haushohe Bänder ("Morning Beams") oder weibliche Brüste ("Fly" oder "My Mummy is beautiful").

Wir haben ein wenig Literatur studiert und die folgenden Informationen zu den wichtigsten Exponaten und Projekten, die in Bielefeld präsentiert werden, zusammengestellt.

Imagine Peace

Yoko Ono In Bielefeld - Imagine Peace, Foto: George Perl für German BEAT!
Friedensplakat im Eingangsbereich der Kunsthalle Bielefeld Foto: George Perl

a) "Imagine Peace" (2007-2008): Webseite www.imaginepeace.com, 2007-2008.

In Passau haben wir Yoko Ono im Herbst 2005 gefragt, wann denn mit einer "yokoono.com" Webseite zu rechnen sei. In Oslo gab es einen großen Erfolg damit, die Instruktionen und andere Werke der Künstlerin aus dem Internet abrufen zu können. Sie liebe die Sache mit dem Internet, so auch das 1996 im Web initiierte Projekt "Acorns: 100 Days with Yoko Ono" (hier in einer Neuauflage als Blog). Zur Umsetzung einer eigenen Homepage fehle ihr allerdings die Zeit. Und in ihrer humorvollen Art fügte die 72-Jährige hinzu, das ist die Zeit, die sie benötige, um ein Buch zu kaufen, Projekte vorzubereiten oder im Studio an neuen Aufnahmen zu arbeiten. Nein, sagte sie, dafür bestünde keine Zeit und spielt den Ball zurück: "Mag sein, dass Sie das machen wollen?" Nun mittlerweile hat sie es "selbst machen" lassen und Yoko Onos virtuelle Bemühungen können sich sehen lassen. Diese Webseite ist von ihrer friedenspolitischen Leitliniemaßgeblich geprägt.

b) "Imagine Peace" (2003/2005): Weißer Button aus Metall, Durchmesser: 3,07 cm.

Im Rahmen der Ausstellung "Horizontal Memories" 2005 in Oslo wurden an die Besucher kleine weiße Buttons verteilt - bedruckt mit dem Spruch "Imagine Peace".

c) "Imagine Peace" (2008): Großes weißes Plakat mit der Aufschrift "Imagine Peace" in schwarzer Schrift. Das Plakat hängt neben dem Eingangsbereich der Kunsthalle in Bielefeld.

Wish Tree

"Wish Tree" (1996): Ein im Leben stehender Baum, handgeschriebene Instruktionen, Papieranhänger mit Band und Stifte. Größe und Ausprägung sind variabel.

Morning Beams

Morning Beams (1996): Seile an einer Stahlplatte befestigt. Größe und Ausprägung sind variabel.

In den Neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts versah Yoko Ono ihre Installationen mit Inhalten wie ästhetik gleichermaßen. Erstmalig wurden solche Projekte wie "Wish Tree" oder "Morning Beams" 1996 entwickelt und gezeigt. Die Künstlerin ließ sich von natürlichen Reizen inspirieren, seien es die in eine Küche einfallenden Lichtstrahlen (engl.: Beams) der Morgensonne oder ein alter Baum mit seinen duftenden Früchten.

In Bielefeld beleuchten einhundert Nylonfäden, die über alle Etagen führen, das zwölf Meter hohe Treppenhaus.

Goldene Leiter

Die Leiter ist oft von Ono oft zitiertes Leitmotiv. Die bekannteste Installation ist "Ceiling Painting (YES Painting)" bei dem der Betrachter auf eine Leiter klettern muss, um dann auf der Decke mit Hilfe einer dort befestigten Lupe das Wort "Yes" ablesen zu können. Für den Beatles John Lennon war dies 1967 der Schlüssel für den Beginn einer lebenslangen Beziehung zu Yoko Ono.

Die Leiter dient Yoko Ono auch als Vehikel für ihre Instruktion "Fly Piece: Fly." aus dem Sommer 1963. In späteren Installationen bot eine Anordnung von Leitern den Besuchern die Möglichkeit aus unterschiedlicher Höhe zu springen. Ende August 1993 beispielsweise unterzog Ono diesem Konzept in Frankfurt auf dem Museumsuferfest einer Abwandlung in "Color, Fly, Sky" (könnte auch eine Abwandlung von "Skyladders" gewesen sein). Hierfür wurden Trittleitern, wie sie Maler für gewöhnlich gebrauch(t)en, mit Farbe besprenkelt und zusammengestellt.

Riding Piece

a) "Riding Piece: Ride a coffin car all over the city. 1962 winter". Instruktion.

Diese kleine Instruktion wurde erstmals 1964 in Yoko Onos Buch "Grapefruit", einer Zusammenstellung kleiner geistreicher, morbider und bisweilen absurder Instruktionen, veröffentlicht. Das Buch endet mit einer nahezu revolutionären Aufforderung: "Lesen und dann verbrennen".

b) "Leichenwagen. Fahre einen Leichenwagen durch die ganze Stadt. Yoko Ono 1962." Schwarzer Leichenwagen (Mercedes Benz 220, Baujahr 1971) wobei die Instruktion mit weißer Schrift auf beiden Seiten aufgebracht wurde, das Kfz-Kennzeichen ist "BI-YO 2008", mit Fahrer. Eine Fahrt dauert 20 Minuten und kostet fünf Euro.

In der WDR5-Sendung Scala vom 22. August 2008 erzählt die japanische Künstlerin, sie habe ein Buch über zum Tode Verurteilte und deren Gedanken bei ihrer "Henkersmahlzeit" gelesen. "Ich möchte zeigen, was mit Menschen passiert, die damit konfrontiert sind. Darum fand ich es interessant, Leute in einem Leichenwagen fahren zu lassen. Sie werden gefahren als wäre es das letzte Mal. Sie können die Stadt unter diesem Gesichtspunkt betrachten. Das könnte interessant sein. Die Besucher, die zur Ausstellung kommen, können in einem Leichenwagen fahren."

Cough Piece

a) "Cough Piece: Keep coughing a year. 1961 winter" (1961): Instruktion.

Auch diese Instruktion findet sich in dem Buch "Grapefruit" wieder. Mit Husten verschafft man sich im wahrsten Sinne des Wortes neue Luft, in dem alte und verbrauchte – regelrecht gewaltsam - aus dem Körper entlassen wird.

b) "Cough Piece" (1963): Soundarbeit, 32 Minuten.

Diese zunächst befremdliche Soundarbeit Soundarbeit (gefunden bei Ubuweb) wurde von Yoko Ono 1963 in Japan produziert. Das Stück dauert über 32 Minuten und besteht im Wesentlichen aus gelegentlichen "Hüsterchen", die Yokos junger Kehle entschwinden.

Der Hörer fragt sich, was die Ursache für das Husten sei. Im Hintergrund hört man etwas Verkehrslärm, Autohupen, das Rauschen eines leichten Windes. Das Husten könnte eine Reaktion sein auf den Smog oder im übertragenden Sinne auf den Großstadtstress. Doch wir hören nicht nur einen pathologischen Husten. Es sind auch verlegene oder leidenschaftliche Räusper dabei.

Im Pariser Musée d’Art Moderne wurde der Gang zur Toilette im Rahmen einer Ono-Ausstellung mit entsprechendem Husten begleitet.

Play it by trust

Yoko Ono In Bielefeld - Play It By Trust, Foto: George Perl für German BEAT!
Kunsthalle Bielefeld: "Play It By Trust". Foto: George Perl

"White Chess Set" (1966): Holztisch, zwei Holzstühle, ein Schachbrett aus Holz, alles weiß angemalt. Auf einer kleinen Tafel an der Unterseite des Tisches ist der Satz eingraviert: "CHESS SET FOR PLAYING AS LONG AS YOU CAN REMEMBER WHERE ALL YOUR PIECES ARE YOKO ONO 1966. Der Tisch ist 72 * 61 * 61 cm groß.

Das Projekt "Play it by trust" ist aus der 1966 errichteten Installation eines weißen Schachbretts hervorgegangen. Alles war weiß: sämtliche Felder und Spielfiguren. In dem Promotionvideo zu "Imagine" sieht man John und Yoko das "White Chess" spielen. Je mehr Züge beide Kontrahenten zurückgelegt haben, desto schwieriger wird es überhaupt noch einen Gewinner auszumachen. Der New Yorker Kurator Shinya Watanabe meinte, damit habe Yoko die Bedeutung des Schachs von einem Kriegsspiel zu einem Friedensspiel umgekehrt. Erst mit der Einbindung des "White Chess Sets" in eine entsprechende Inszenierung bekam es den Namen "Play it by trust". Vertrauen als Garantie für Frieden – ein sehr präzise Formulierung.

In Bielefeld wird eine beeindruckende Variante davon zu sehen sein. Im Kunsthalleneingang stehen in Marmor gehauene Figuren auf einer Fläche von fünf mal fünf Metern.

Franklin Summer

a) "Franklin Summer Drawings" (1995-1999): 48 Tintezeichnungen, jede ist signiert und datiert, 17,5 * 11,7 cm.

Diese Objekte sind im Kontext einer anderen Serie von Zeichnungen zu sehen – den "Blood Objects from Family Album". Die Bilder zeigen rot pigmentierte Alltagsgegenstände zeigen. Wobei die einzelnen Bildpunkte Blutspritzer symboliseren sollen. "Blood Objects" ist Yokos metaphorische Antwort auf Gewalt in persönlicher Hinsicht wie auch auf allgemeiner Ebene.

Dagegen sind die "Franklin Summer"-Zeichungen eher aus einer Art Meditation hervorgegangen. Die Künstlerin hat offenbar einem Fluss spontaner innerer Einkehr ihren freien Lauf gelassen. Hier sind die Bildpunkte nicht Ausdruck zerstörten Lebens, sondern vereinen sich zu biomorphen Strukturen. Ein Kritiker schrieb 1998, er fühle sich an "weibliche Reproduktionsorgane"erinnert.

b) "Franklin Summer" (1996): Musikstück, 30 Minuten, gespielt von Yoko Ono und IMA.

Yoko Ono nahm das Stück "Franklin Summer" 1996 zusammen mit ihrem Sohn Sean Lennon für das Album "Rising Mixes" auf. Hier kommt wieder ihre bisweilen provozierende Stimme zu Einsatz. Mit gewaltiger Improvisationskraft bewegt sie sich durch dieses asiatische geprägte Soundobjekt.

Amaze

Yoko Ono In Bielefeld - Amaze, Foto: George Perl für German BEAT!
Kunsthalle Bielefeld: "Amaze". Foto: George Perl

"Amaze" (1971): Plexiglas-Labyrinth auf Holzboden, 243,8 * 487,6 * 487,6 cm. Die Zelle im Inneren des Labyrinths ist verspiegelt, im Inneren beinhaltet es ... . "Maze" bedeutet im Englischen "Irrgarten". "Amaze" übersetzen wir in diesem Zusammenhang am besten mit "Verblüffung". Besucher dürfen dieses Objekt betreten und werden verblüfft sein, obgleich des Objektes, das sich im Inneren des Labyrinth befindet. "Kunst ist nicht notwendigerweise eine Kopie des Lebens. Kunst mit dem Leben zu verbinden ist etwas Anderes als Leben in der Kunst zukopieren." Das soweit zu Yoko Onos philosophischen Ansatz zu Amaze. Bei der Umsetzung ließ sich die Künstlerin von ihrem Faible für Lichtelemente als Skulpturenmaterial leiten. Die Idee für "Amaze" geht auf die Fluxusbewegung der frühen Sechziger Jahre zurück. Man wollte damals architektonische Strukturen schaffen, die nur durch Licht geprägt waren.

Fly

a) "Fly: Let a fly walk on a woman's body from toe to head and fly out the window" (1968): aus "Thirteen Film Scores by Yoko Ono, London, '68"

b) "Fly" (1970): 16mm-Film, farbig, vertont, 25 Minuten.

Bei dem Film beispielsweise handelt es sich um die 25-minütige Erkundung des weiblichen Körpers durch eine Fliege, die wiederum in Makrotechnik von einer Kamera verfolgt wird. Das Ganze wurde in einem New Yorker Apartement gedreht. Ungefähr 200 Fliegen wirkten mit. Jede eigens mit einem speziellen Gas betäubt, so dass man die Insekten nach Bedarf in Szene setzen konnte. Die Schauspielerin liegt nahezu regungslos auf einem Bett. Zunächst sieht der Betrachter lediglich die einzelnen Körperpartien, erst gegen Ende erschließt sich der gesamte Körper.

Fly – ein Sinnbild gegen einen von Gefügigkeit und Passivität bestimmten weiblichen Körper. Oder eben doch nur ein Zen-Bild, dass sich alltägliche kleine Ereignisse anschließend zu einem schönen Ganzen vereinigen?

My Mummy is beautiful

a) "My Mummy was beautiful" (1997/2005): Werbetafeln (210 * 970 cm) in der Stadt sowie Poster (175 * 118,5 cm) im Ausstellungsbereich. 2 verschiedene Buttons aus Metall (Durchmesser: 3,07 cm). Die Motive zeigen eine weibliche Brust sowie den weiblichen Schambereich. Im Ausstellungsbereich befindet sich außerdem ein Mitmachbereich für die Besucher, deren Dimension variabel sind.

b) "My Mummy was Beautiful: Put the memory of your mother on this canvas.Yoko Ono, 2007"

Auch hier zählt das Konzept und nicht zu sehr die Umsetzung. Die Aufforderung geht doch in zwei Richtungen: ich soll meine Erinnerungen an die Mutter bzw. das, was als Erinnerungen der Mutter übrig blieb, bewahren.

c) "My Mummy is beautiful" (2008).

Ob die sprachliche Zeitverschiebung dieser Liebeserklärung an die Mutter von der Vergangenheit in die Gegenwart ein Schreibfehler ist oder bewusst gewählt wurde, ist derzeit noch nicht klar. Ob die weiblichen Motive in Bielefeld gezeigt werden, wird die Ausstellungseröffnung erweisen. Fakt ist, dieses Projekt erfährt insofern - beispielsweise gegenüber Oslo - eine Variation: statt nur Kommentare an die Wand zu schreiben, sind die Besucherinnen und Besucher in Bielefeld eingeladen, Fotografien ihrer Mutter oder handschriftliche Erinnerungen und Kommentare auf einer leeren Leinwand anzubringen.

Berichte über die Ausstellungsankündigung im Oktober 2007

Kunsthalle Bielefeld

"Eat, meet and greet" mit Yoko Ono

Bielefeld (gbip/22.08.2008) - Yoko Ono wird die "Stadt Ihres Herzens" vom 8. bis 10. September 2008 abermals besuchen. Am 9. gibt sie vormittags eine Pressekonferenz. Bereits am Vorabend trifft sie sich im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst + Kulinarik" mit Museumsgästen. Um diese Veranstaltung einordnen zu können: Die Kunsthalle bietet zu jeder Ausstellung am Anfang eine Veranstaltung, die eine Führung durch den Direktor/Kurator mit anschließendem Essen verbindet. Die Gäste lieben diese Veranstaltungsform, die "Kunst + Kulinarik" verbindet.

Am 10. September abends lädt die japanische Künstlerin 250 Gäste zu einem Künstlergespräch in die Kunsthalle ein. Schön, dass Frau Ono sich so nah und persönlich den Dialog mit ihren Fans stellt - es war absehbar, dass die beiden Abendveranstaltung bereits vor Ausstellungseröffnung ausverkauft sind.

Allen, die jetzt das Nachsehen haben, empfehlen wir das Buch "Imagine Yoko". Dort erfahren wir aus dem Munde Yoko Ono Vieles über ihre Kunst, ihre Gedanken und ihre persönlichen Anliegen.

Kunsthalle Bielefeld

Yoko Ono zu Gast in der ostwestfälischen Metropole

Yoko Ono In Bielefeld - 2007, Foto: Jürgen Rehrmann
Yoko Ono in Bielefeld (2007).
Foto: Jürgen Rehrmann

Frankfurt am Main (gbip/04.10.2007) - Yoko Ono war am 2. Oktober zu einem Kurzbesuch in Bielefeld. Laut der Neuen Westfälischen Zeitung besuchte die japanische Künstlerin die Kunsthalle und kaufte anschließend ein "deftiges deutsches Brot". In einer knapp dreistündigen Privatführung machte Ono sich ein Bild von der Ausstellung "1937 Perfektion und Zerstörung".

Der Besuch diente auch der Vorbereitung einer Ausstellung ihrer eigenen Werke, die im kommenden Jahr (24.08.2008 bis 16.11.2008) in der Kunsthalle an der Artur-Ladebeck-Straße zu sehen sein werden. Informationen der Neuen Westfälischen Zeitung zufolge hatte die Lennon-Witwe zuvor in der norditalienischen Stadt Treviso die Ausstellung "Sognare" ihrer Werke im Museo di Santa Caterina eröffnet.

- Link zur Kunsthalle
- Stadt Bielefeld: Veranstaltungshinweis
- Museo di Santa Caterina, Treviso: Ausstellung "Sognare"